Musée Mémorial d’Omaha Beach

Im mittleren Abschnitt des Omaha Beach, dort wo der Geländeeinschnitt mit Namen Les Moulins von der Ortschaft Saint-Laurent-sur-Mer zum Strand führt, liegt das Museum Musée Mémorial d’Omaha Beach. Auf einer Fläche von 1400 m² präsentiert das Museum seine Sammlung von Uniformen, persönlichen Gegenständen, Waffen und Fahrzeugen. Die etwas in die Jahre gekommene Ausstellung wird nach und nach moderner und ansprechender gestaltet und auch neue Exponate kommen regelmäßig wieder hinzu. Ich habe das Museum in einem Abstand von ein paar Jahren besucht und einige positive Änderungen registriert. Einige ausgewählte Fotos findet ihr nachfolgend. Ich habe mich bei der Auswahl auf die Motive beschränkt, die unmittelbar mit dem D-Day und Omaha Beach verknüpft sind. Das Museum bietet aber deutlich mehr an Ausstellungsstücke, wie z.B. zum Thema Airborne-Truppen.

Außenbereich

Unmittelbar vor dem Museum sind einige Strandhindernisse, wie ein Cointet-Gitter auch Belgisches Tor genannt und ein Tschechenigel aufgestellt.
Dies ist ein Sherman M4A4T. Der Buchstabe „T“ am Ende kennzeichnet den Panzer als von den Franzosen nach dem 2. Weltkrieg umgerüstet und in der französischen Armee eingesetzt.
Eine deutsche 8.8 cm Pak 43/41, wie sie von den deutschen Truppen in WN 61 und 72 verwendet wurden.

US-Landungstruppen

Ein Großteil der Ausstellung des Museums ist den US-Landungstruppen gewidmet. Man findet neben dem Display eines LCVP Landungsbootes vor allem die US-Assault Troops und ihre Ausrüstung. In einigen weiteren Abschnitten der Ausstellung werden Fahrzeuge, Sanitätswesen, Kommunikation und Lagerleben der US-Streitkräfte dokumentiert.

Dieses „Higgins-Boat“ (LCVP) mit der Nr. PA-26-28 landete am D-Day um ca. 11 Uhr vor dem WN 62. An Bord waren Soldaten des 16th RCT der 1. US-Division.
Ein Navy-Besatzungsmitglied eines Landungsbootes neben einem .50-cal M2 Browning Maschinengewehrs, welches auf einem LCM montiert war.
Ausschnitt aus dem Diorama, welches die Boote und Schiffe zeiget, die bei der Landung am Omaha Beach involviert waren.
Eine zerstörte Rampe eines Landungsbootes.
Die Rampe eines LCVP’s mit starken Beschädigungen.
Die Taschenlampe dieses Soldaten gehörte u.a. zur Ausrüstung des Führers eines Mörser-Teams. In der schwarzen Tasche vor der Brust befindet sich die Assault-Gasmaske
Dieser Soldat trägt an der Hüfte den M1939 Klappspaten. Eine interessante Erfindung war das sogenannte „sound powered telephone“, dass ohne Batterien und Stromzufuhr funktionierte. Es konnte über ein Kabel und über eine Entfernung von weit mehr als einen Kilometer mit einem anderen Telefon kommunizieren.
Die Garand dieses Soldaten ist mit einem M7 Gewehr-Granatwerfer bestückt und mit einer Fragment-Granate geladen. An seiner Hüfte erkennt man einen „Schwimmgurt“ mit zwei Kammern, der sowohl mit Atemluft als auch mit einer kleinen Gasflasche einsatzbereit gemacht werden konnte.
Auch die berühmte M3 „Grease-Gun der Amerikaner wurden am D-Day (zumindest vereinzelt) neben der Thompson als Maschinenpistole eingesetzt.
Dieser US-Soldat trägt eine Assault-Jacket über seiner Uniform. Diese Weste wurde für die Landungstruppen entwickelt, um zusätzliche Munition und Ausrüstung mitführen zu können.
Zur Erstürmung der Klippen am Point-du-Hoc wurden sowohl feste Metallleitern als auch Strickleitern eingesetzt.
Jedes Assault-Boat-Team hatte je ein 2 Mann-Team mit einem M1A1 Flammenwerfer in seinen Reihen.
Auch ein 4 Mann Team mit einem 60mm Mörser war an Bord jeden Assault-Boats der 1. Welle.
Für Feuerunterstützung in Assault-Boat-Teams sorgte entweder ein leichtes MG oder die BAR Gun, die leichter war und so von vielen Einheiten favorisiert wurde.
War ein Weg durch ein Minenfeld gefunden, wurde dieser für nachfolgende Truppen mit einem weißen Band markiert.
Dieser 81mm Mörser wurde mit den „Support-Boat-Teams“ zur Unterstützung der 1. Welle an Land gebracht.
Die zweite „schwere“ Waffe der „Support-Boat-Teams“ war das M2 Browning .50 Kaliber Maschinengewehr.
Als schweres MG wurde jedoch meist das wassergekühlte M1917 Browning in der Normandie eingesetzt.
Dieser M29 Weasel befördert Munition.
Das M3A1 Halbkettenfahrzeug brachte die US-Truppen ins Landesinnere.
Mit den Landungsbooten wurde auch erste leichte Geschütze, wie diese 57mm M1 Anti-Tank-Gun an Land gebracht.
Diese Helme entdeckte ein Bauer in seinem Feld. Der rechte Helm träg das Emblem der 29. US-Division (Blue and Grey).

Deutsche Truppen

In einem relativ neuen Display werden die Bunker und Verteidigungsanlage der deutschen Armee am Omaha Beach dargestellt. Unter anderem ist eine 50mm KwK in einer Kasematte, eine 2cm Flak und eine Mörser Team in einem Tobruk zu sehen.

Auch der Bau der Verteidigungsanlagen durch die Organisation Todt wird „erzählt“.
Tschechenigel, die am Omaha Beach den Vormarsch von Panzer verhindern sollten.
Simpel, aber effektiv waren einfache Baumstämme an denen Minen befestigt waren. Bei Hochwasser waren diese Hindernisse eine große Gefahr für Landungsboote.
Ein Belgisches Tor, welches ebenfalls als Panzersperre diente.
Eine deutsche Tellermine.
Das MG-42 war in den deutschen Widerstandsnestern sehr selten zu finden. Meist wurde das leichte MG-34 verwendet.
Dieser deutsche Uniformrock wurde im Jahr 1979 in einem Bunker am Omaha Beach gefunden.
Eine deutsche 2cm Flak und ein Soldat mit einem Entfernungsmesser. Im Hintergrund ist eine Kasematte mit dem Rohr einer 50mm Kwk erkennbar.
In der Kasematte bedienen 2 Soldaten eine 50mm KwK, eine der Standard–Panzerabwehr-Geschütze am Omaha-Beach.
Interessant sind oft kleine Details, wie dieser Abwehrflammenwerfer, der über einen Fernzünder aktiviert werden konnte.
Deutsche Soldaten in einem (MG)-Tobruk hantieren mit einem leichten Granatwerfer 36 (Kaliber 5 cm).
Selten wurden solche deutschen 80mm Granatwerfer in den Widerstandsnestern eingesetzt. Meist verwendete man Beutewaffen anderer Nationen.
Deutsche Truppen unterwegs…
Nach der Einnahme des Landeabschnitts am Omaha-Beach wurde gefangene deutsche Soldaten als Träger für Verwundete und andere Hilfsarbeiten eingesetzt.

Hier der Link zur Museums-Homepage: http://www.musee-memorial-omaha.com/en/

2 Kommentare zu „Musée Mémorial d’Omaha Beach“

  1. Hallo Frank!

    Wie immer einen schönen Dank für den ausführlichen Bericht, war 2018 in diesem Museum, eines von vielen in der Normandie und der Besuch hat sich gelohnt, würde meinen, es ein zweites Mal zu besuchen, kann kein Fehler sein…

    Gruss

    Heinz

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