Museum – FORUM 1813

Nach meinem Bericht zum Völkerschlacht-Denkmal geht es jetzt in ein Gebäude nebenan, zum Museum – FORUM 1813. Soweit mir bekannt, gab es vor 2013 noch kein zentrales Museum, dass sich ausschließlich mit der Schlacht von Leipzig vom 16. bis 19. Oktober 1813 beschäftig. Schön, dass man sich als Besucher jetzt zumindest in einer kleinen Ausstellung auf 320 qm informieren kann. Anhand von über 350 Exponaten werden die Ereignisse der Befreiungskriege und ihres Höhepunktes, der Völkerschlacht in kurzen Episoden beleuchtet. Im Zentrum der Ausstellung steht ein Diorama im Maßstab 1:72 mit 3.500 Figuren, welches den Kampf um Probstheida am 18. Oktober 1813 veranschaulicht. Auf dieses Diorama werden ich später noch in einem Bericht zu Probstheida näher eingehen.

Ausstellung

Im Museum werden hauptsächlich ausgewählte Waffen, Uniformen, Ausrüstungsgegenstände, Bilder und persönliche Erinnerungsstücke im Zusammenhang mit der Völkerschlacht gezeigt. Zudem gibt einen kurzen Abriss der Napoleonischen Kriege, wodurch ein noch unwissender Besucher zumindest einen groben Überblick dieser Epoche erhält. Ein Highlight unter den vielen schönen Exponaten sind die persönlichen Gegenstände aus dem Besitz des bei Leipzig ertrunkenen Marschalls Poniatowski. Nachfolgend findet ihr einen kurzer Foto-Rundgang durch die Ausstellung, bei der ich einige ausgewählte Exponate vorstelle.

Die Ausstellung beginnt mit einem fiktiven Fernsehbericht zur Völkerschlacht, der einen guten Einstieg in die Ausstellung bietet.

Der Dolman eines Husaren des 12. französischen Regiments.

Der Schalltrichter eines Serpentes, das in vielen Militärkapellen in Gebrauch war.

Der schlichte Tschako eines französischen Infanteristen des 18. Linienregiments.

Der Leipziger Kupferstecher Geißler hat diese schönes Bilder gefertigt, bei den Szenen aus der Französischen-„Besatzungszeit“ gezeigt werden.

Der Griff eines preußischen Kavallerie-Offiziers-Säbel Modell 1811, der auch als Blücher-Säbel bekannt war.

Der Dolman eines preußischen freiwilligen Jägers.

Die Feldmütze für preußische Offiziere

Der Zweispitz mit Federbusch gehörte einem preußischen General.

Der Mützenbeutel und das Tschakoblech dieser Bärenfellmütze gehörtem einst einem sächsischen Gardegrenadier.

Um Aufstände der Bevölkerung im Juni 1813 in Leipzig zu verhindern, wurde eine Bürgergarde gebildet. So ähnlich könnten diese Gardisten bekleidet gewesen sein.

Dieses schöne Diorama mit klassischen Zinn-Flachfiguren zeigt den Rückzug der Grande Armee Napoleons aus Russland im Winter 1812.

Diese beiden Kanonenrohre wurden nach der Schlacht in einem Brunnen der Leipziger Vorstadt gefunden. Die Zündlöcher hatte man vernagelt.

Durch diesen Armeebefehl Napoleons an Marschall Macdonald gibt der Kaiser kurz vor der Völkerschlacht die Anweisung, sich nicht hinter die Elbe locken zu lassen.

Die mit Messing überzogene Kürass gehörte einem französischen Karabiner.

Dieser Helm mit Leopardenfell gehörte einst einem französischen Dragoner.

Dieses zweiteilige französische Reisenecessaire enthält unterschiedliche Toilettengestände, die häufig von Offizieren ins Feld mitgeführt wurden.

Der Uniformrock eines französischen Liniengrenadiers.

Ein Tschako eines Infanterie-Offiziers der Jungen Garde.

Trinkflache eines französischen Soldaten.

Diese Pelzmütze wurde von Einheiten der polnischen Truppen des Fürsten Poniatowski getragen.

Der Brustpanzer eines Sächsischen Kürassiers.

Der Helm eines Sächsischen Kürassiers.

Der Uniformrock eines sächsischen Artilleristen.

Die Patronentasche eines sächsischen Jägers mit Bandelier und Pulverflasche.

Unterschiedliche Artilleriegeschosse, zu denen auch die mir Draht verbundenen kleineren Kugeln gehörten.

Diese Büste des Feldherrn Blücher wurde im April 1815 während eines Essens von Christian Daniel Rauch modelliert.

Neben diesem österreichischen Kürassier-Pallasch ist das Essbesteck eines Offiziers zu sehen.

Das Messingfernrohr eines Offiziers.

Dieser Hut ist die Kopfbedeckung der österreich-steirischen Landwehr.

Diese schöne Uniform des Herzogs von Braunschweig ist vermutlich eine Nachbildung.

Der Helm eines russischen Reiters des Garde-du-Corps.

Der Dolman eines Kavalleristen des preußischen Elbe-National-Kavallerie-Regiments.

Dieser hohe Lederhelm gehörte einem preußischen Kürassier.

Der Tschako eines russischen Artilleristen.

Dieser schöne Sattel, die Satteldecke sowie die Pistolen gehörten Fürst Poniatowski. Diese Gegenstände wurden nach seinem Tod zusammen mit seiner Leiche geborgen.

Der Leipziger Zeichner Geißler hat die Elendsgestalten, Franzosen nach dem Rückzug aus Russland, im Bild festgehalten

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