A Song of Ice and Fire Tabletop – Die Mauer (Teil 2)

 Im ersten Teil hatte ich bereits über unser Club-Projekt „Die Mauer“ berichtet und die Konstruktion der „Großen Treppe“ erläutert ( https://tabletopdeutschland.com/2019/09/22/a-song-of-ice-and-fire-tabletop-die-mauer-teil-1/ ), nun geht es an den Bau der Mauer.

Ein wahrhaft gigantisches Geländeteil, dass trotz einiger Kompromisse sehr eindrucksvolle Abmessungen aufweist. Unsere große Mauer wird an der Basis eine Breite von ca. 44 cm und an der Oberkante eine Breite von 20 cm haben. Die Mauer steigt auf beiden Seiten in 6 Stufen von je 2 cm bis zur Spitze an. Die Höhe liegt bei ca. 120 cm. Die Länge der Mauer wird bei ca. 240 cm liegen.

Dabei ist das Geländeteil natürlich kein massiver Block, sondern in Leichtbauweise und 4 einzelnen Elementen aus Styrodurplatten gefertigt. Im Prinzip ist der eigentliche Bau nicht sehr aufwendig, allerdings entpuppte sich die Oberflächengestaltung als ziemliche Sisyphus–Arbeit.

Nachdem ich mit dem Cutter einige groben Furchen in die Oberfläche geschnitten hatte, wurden diese mit einem Dremel-Schleifaufsatz vergrößert und die gesamte Mauer mit einer unregelmäßigen und zerfurchten Struktur versehen.

Doch das ist erst die Phase 1 der Oberflächengestaltung. Nun fehlen noch einige größere Unregelmäßigkeiten, Rissen, Furchen und Trümmerteile am Fuß der Mauer. Ein Teil dieser Arbeiten habe ich schon umgesetzt und die Fotos zeigen ein unterschiedliches Stadium. Es liegt also noch viel Arbeit vor mir.

Zunächst aber noch einige Fakten und Informationen zur Großen Mauer, wie sie in den Romanen (Ein Lied von Eis und Feuer) geschildert wird.

Die Mauer ist ein massiver, über 200 Meter hoher Befestigungswall aus Eis. Sie erstreckt sich auf über 300 Meilen an der nördlichen Grenze der Sieben Königslande und grenzt diese von den wilden Ländereien nördlich der Mauer ab. Verteidigt und in Stand gehalten wird die Mauer von den Geschworenen Brüdern der Nachtwache. Die Mauer wurde angeblich vor über 8000 Jahren von Brandon dem Erbauer errichtet, um den Rest des Reiches vor Überfällen der Wildlinge oder der Weißen Wanderern zu schützen. Seitdem wurde sie immer weiter aufgebaut, bis sie ihre derzeitige Höhe erreicht hat. Einer Legende nach wurden noch vor wenigen Jahrhunderten Eisblöcke aus zugefrorenen Seen im Verfluchten Wald per Schlitten an die Mauer gebracht, um sie noch höher zu bauen. Es gab Zeiten, in denen alle 19 Festen und Wachposten entlang der Mauer besetzt waren und instandgehalten wurden. Zu Zeiten der Handlung von Das Lied von Eis und Feuer sind nur noch drei Befestigungen besetzt, die anderen Bollwerke sind schon lange verlassen.

Im Durchschnitt ist das Bauwerk rund 200 Meter hoch und am Fundament so dick, dass hundert Mann mit Hacke und Spaten ein Jahr bräuchten, um eine Bresche zu schlagen. Sie ist der größte je von Menschenhand errichtete Bau und bei der Schwarzen Festung fast 230 Meter hoch. Auf der Mauerkrone finden ein Dutzend Männer nebeneinander Platz und dort befinden sich riesige Katapulte und Holzkräne. In den Romanen wird häufig davon gesprochen, dass die Mauer an sonnigen Tagen „schwitzt“, also schmilzt, während an kalten Tagen durch Regen und Schnee die Mauer wieder „wächst“. Zusätzlich sorgen die Baumeister für die Instandhaltung, wobei nicht genau beschrieben wird, wie dies bewerkstelligt wird. Häufig kommt es, wie bei Gletschern, zu Abbrüchen, bei denen große Teile der Mauer sich lösen und in die Tiefe stürzen.

Hier einige Beschreibung der Mauer aus den Romanen:

„Östlich der Schwarzen Festung ist die Mauer gerade wie ein Schwert und westlich gewunden wie eine Schlange. Sie schlängelt sich über riesige Hügelhöcker, taucht ins darauf folgende Tal, erklimmt dann für einige Meilen den Grat eines lang gezogenen Granitrückens, zieht sich über eine zerklüftete Bergspitze, führt wieder ins nächste Tal, das noch steiler ist, und erhebt sich dann höher und höher, springt von Hügel zu Hügel, soweit das Auge reicht, bis zu den Gebirgen im Westen. Die Nachtwache sorgt für gewöhnlich dafür, dass der Verfluchte Wald nicht näher als eine halbe Meile an die Mauer heranwächst, damit kein Feind sich der Mauer ungesehen nähern kann.“

„sie strahlt blau und kristallin wie eine gigantische leuchtende und lebendige Klippe, wenn die Sonne auf sie scheint. Ansonsten hat der seit Jahrhunderten wehende Schmutz sie poliert und vernarbt, sodass sie hellgrau verschleiert wie der Himmel wirkt. Manchmal erscheint sie wie lebendig, als hätte sie eigene Stimmungen. Die Farbe des Eises ändert sich je nachdem, welche Lichtverhältnissen gerade herrschen, von tiefblau über ein schmutziges Weiß bis hin zu grau. An wolkigen Tagen sieht sie aus wie weißer Fels, in mondlosen Nächten ist sie so schwarz wie Kohle, in Schneestürmen scheint sie aus Schnee zu sein, aber an sonnigen Tagen glänzt sie so hell wie ein Kristall. Dann kann man besonders gut die Risse und Kerben in der Mauer erkennen, die von den Schatten hervorgehoben werden. Um gegen die Glätte auf der Mauer vorzugehen, streut die Nachtwache zermahlene Steine auf den Weg, die mit der Zeit aber in das Eis absacken, sodass die Prozedur dann erneuert werden muss.“

Neben den Beschreibungen gibt es auch unzählige Zeichnungen, Gemälde und Fotos aus der Serie, welche die Mauer zeigen. Häufig sieht man hier den stufenartigen Aufbau, für den ich mich entschieden habe.

Demnächst mehr…

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