Nachdem ich euch im Teil 1 den groben Plan für das TACTICA Projekt 2026 vorgestellt habe, geht es heute weiter mit einem Fokus auf die „Tempel“-Spielplatte. In den letzten 2 Wochen habe ich mich daran gemacht, den Tempelbezirk weiter mit Gebäuden auszubauen. Im ersten Schritt ist endlich die schon lange geplante 5-stöckige Pagode zusammengebaut und bemalt worden. Das Ding ist wirklich eindrucksvoll und eines der schönsten 3D Modelle von 3D Alien Worlds. Mit diesem Gebäude sind nun alle großen Geländestücke für die Spielplatte bemalt. Im nächsten Schritt geht es um kleine Gebäude und Zubehör, also Schreine, Laternen, Statuen und auch die Vegetation rund um den Tempelbezirk. Aber nicht nur die Geländegestaltung, sondern auch ein paar zusätzliche Figuren sind geplant.





Neben der Gestaltung der Präsentation wird es jetzt auch höchste Eisenbahn, sich mit den Szenarien auseinanderzusetzten. Für die Hintergrundgeschichte habe ich meine alte Bande, „Die Klingen der Nacht“ wiederbelebt…

Schatten über dem Hōryū-Tempel
Der Mond hing wie ein fahles Auge über den Bergen von Yamato. In der Ferne ragten die hohen Dächer des Hōryū-Tempels auf – einer der heiligsten Orte des Landes, berühmt für seine uralten Schriftrollen und einen ganz besonderen Schatz, den goldenen Buddha. Doch in dieser Nacht war er das Ziel von Männern, die Heiligkeit längst hinter sich gelassen hatten.
Die „Klingen der Nacht“ bewegten sich lautlos durch die Zypressenwälder. Daigo ging vorneweg, sein Gesicht eine Maske aus Entschlossenheit und Müdigkeit. Hinter ihm folgten Rensuke und Ichirō, die Bogenschützen, deren Pfeile selbst im Dunkel den Weg fanden sowie Kenta, dessen Kusarigama leise gegen seine Hüfte schlug wie ein ungeduldiges Zeichen. Gorō, dessen Schritte die Erde beben ließen, selbst wenn er sich bemühte, leise zu sein und Hayato, der Dieb, der an diesem Ort goldene Legenden und noch glänzendere Truhen witterte. bildeten die Nachhut.
„Wir nehmen nur, was wir tragen können,“ flüsterte Daigo. „Und wir töten nur, wenn wir müssen.“
Doch die Nacht war nicht ihr Verbündeter. Nicht ganz. Denn der Hōryū-Tempel war nicht ungeschützt.
Kaum überquerten die Banditen den äußeren Steg, da erklang ein tiefer Gong, als hätte der Tempel selbst Atem geholt. Aus den Schatten traten die Sohei, Kriegersmönche – mit rasierten Köpfen, schweren Naginata und Augen wie leuchtende Kohlen in der Nacht. Ihre Gebetsketten klirrten, während sie sich formierten. „Die Götter schlafen nicht,“ rief einer. „Und wir auch nicht!“

Das Schlachten begann. Ichirō sprang zwischen zwei Sohei hindurch und hinterließ eine Blutspur wie ein Pinselstrich. Gorō war ein Sturm aus Eisen, schlug Mönche von den Füßen, als wären sie Schilfrohr. Kenta schlang seine Kette um die Beine eines Gegners, riss ihn zu Boden und beendete es mit einem lautlosen Schlag.
Doch die Sohei waren keine einfachen Wachen. Sie kämpften für etwas Größeres – für Ordnung, für ihren Glauben.
Ein älterer Mönch, mit Narben im Gesicht und einer goldenen Mönchskutte, trat Daigo entgegen. Sein Blick war ruhig. Sein Griff um die Stabwaffe fest. „Du hast gegen Ronin gekämpft, gegen Bauern und Samurai… aber hier hast du nichts zu suchen.“
Daigo hob sein Schwert. „Ich suche nichts. Ich nehme nur.“
Die beiden prallten aufeinander – Stahl gegen Glauben, Schatten gegen Licht.












Regelwerk
Für dieses erste und alle weiteren Szenarien im Tempel, werden wir „Test of Honour“ von Graham Davey verwenden. Das Regelbuch und die „Expanded Rules“ beinhalten neben den Regeln und Armeelisten auch eine Vielzahl von sehr schönen Szenarien, aus denen wir uns bedienen werden. Die ersten Szenarien, die wir testen wollen, sind „Undcover Raid“, „Attack at the Shrine“ und Assasination“.