Rosenkriege Lancaster – Teil 2

Im zweiten Teil meines Berichts zum Aufbau meiner Lancaster-Armee für die Rosenkriege geht es um zwei weitere Kontingente meiner Truppen, die Gefolgschaften des Duke of Somerset und des Duke of Buckingham.

Die Figuren stammen wieder allesamt von Perry Miniatures und sind, wie schon bei den bisherigen Truppen, eine Mischung aus Zinn- und Plastikfiguren. Jedes Kontingent besteht aus einer Einheit Billmen, einer Einheit Bogenschützen, einer halben Einheit Men-at-Arms, dem jeweiligen Anführer zu Pferd und zu Fuß sowie einigen zusätzlichen Figuren, darunter Musiker und Fahnenträger.

Meine kleine Armee hat damit bereits eine beachtliche Größe erreicht und ist mit drei Kontingenten sowie den Männern des Königs schon eine spielfähige Truppe. Für den Winter habe ich mir vorgenommen, noch einige Spezialeinheiten, etwa Armbrustschützen, zu bemalen. Und natürlich steht auch schon ein Gegner in den Startlöchern,  schließlich soll die schöne Armee nicht nur in der Vitrine stehen.

Duke of Somerset

Das Haus Somerset, ein Zweig der Familie Beaufort, spielte während der Rosenkriege eine führende Rolle aufseiten des Hauses Lancaster. Edmund Beaufort, der 2. Duke of Somerset, war einer der wichtigsten Vertreter der Hofpartei König Heinrichs VI. und ein erbitterter politischer Gegner Richard Plantagenets, des Duke of York. Er fiel am 22. Mai 1455 in der Ersten Schlacht von St. Albans, die als eigentlicher Auftakt der Rosenkriege gilt.

Sein Sohn Henry Beaufort, der 3. Duke of Somerset, setzte den Kampf für Lancaster fort und führte die Truppen seines Hauses unter anderem bei Wakefield (1460) und in der Zweiten Schlacht von St. Albans (1461). In der Schlacht von Towton im selben Jahr musste er jedoch eine schwere Niederlage hinnehmen. Nach einer zwischenzeitlichen Begnadigung und der Fortsetzung seines Kampfes für Lancaster wurde er 1464 nach der Schlacht von Hexham gefangen genommen und enthauptet.

Edmund Beaufort, der 4. Duke of Somerset, war ein weiterer Sohn des 2. Duke. Er gehörte zu den führenden Befehlshabern der Lancaster-Partei in der Schlacht von Tewkesbury am 4. Mai 1471. Nach der Niederlage wurde auch er hingerichtet. Mit seinem Tod erlosch die männliche Hauptlinie der Beauforts, und die Niederlage bei Tewkesbury besiegelte weitgehend den Untergang der Sache des Hauses Lancaster.

Duke of Buckingham

Die Geschichte des Hauses Stafford, dessen Oberhaupt den Titel Duke of Buckingham trug, ist ebenfalls eng mit den Rosenkriegen verbunden. Zwei historische Persönlichkeiten stehen dabei besonders im Mittelpunkt, Humphrey Stafford und Henry Stafford.

Humphrey Stafford, der 1. Duke of Buckingham, kämpfte in der Anfangsphase der Rosenkriege aufseiten des Hauses Lancaster und König Heinrichs VI. Er fiel am 10. Juli 1460 in der Schlacht von Northampton, in der das Haus Lancaster eine schwere Niederlage erlitt.

Henry Stafford, der 2. Duke of Buckingham, schlug später einen ganz anderen Weg ein. Zunächst war er ein Verbündeter König Richards III. aus dem Haus York. Im Herbst 1483 wandte er sich jedoch gegen den König und führte eine Revolte an, die als Buckingham’s Rebellion bekannt wurde. Ziel war es, Heinrich Tudor, den späteren König Heinrich VII., auf den englischen Thron zu bringen. Der Aufstand scheiterte, und Buckingham wurde am 2. November 1483 hingerichtet.

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