Gettysburg-Tour / Teil 11

Mit diesem Bericht zur Schlacht von Gettysburg kommen wir nun langsam zum Höhepunkt der dreitägigen Kampfhandlungen, bei welchem so berühmte Stichworte wie „Pickett’s Charge“, „Corps of Trees“, „The Angel“ und „High-Water Mark“ eine Rolle spielen werden. Der Angriff von Pickett bzw. der Pickett-Pettigrew-Trimble Angriff, wie es korrekterweise heißen müsste, war Generals Lees letzter Versuch das Blatt in der Schlacht von Gettysburg zu wenden. Dieses berühmte und häufig glorifizierte Ereignis gliedert sich in mehrere Phasen, die ich in diesem und im folgenden Bericht einzelnen beleuchten möchte.

Der farbige Kreis auf dieser Karte des Gettysburg NP zeigt ungefähr das Gebiet, welches in diesem Bericht behandelt wird.

Bliss Farm

Noch bevor am 3. Juli der große Angriff der Konföderierten begann, kam es neben den Kampfhandlungen am Culp’s Hill auch vor der Front des Cemetery Ridge noch zu Auseinandersetzungen zwischen den Truppen der Nord- und Südstaaten. Schauplatz war die sechzig Hektar große Bliss Farm, die einst südwestlich von Gettysburg, auf einem kleinen Bergrücken auf der Westseite lag. Es gibt heute leider keine Fotos oder Original-Bilder mehr von dieser Farm, aber es soll eines der schönsten Anwesen in der Umgebung südlich der Stadt gewesen sein.  Das Wohnhaus wurde bereits 1835 erbaut und zum Anwesen gehörten ursprünglich 29 Hektar Farmland. William Bliss, der am 4. September 1799 in Massachusetts geboren wurde, war der dritte Besitzer der Farm und erwarb das Anwesen 1857. Die Bliss Farm besaß ein stattliches Wohnhaus, eine große Scheune mit fünf Türen für das Vieh, zwei Brunnen und mehrere Nebengebäude. William Bliss und seine Frau Adeline waren zum Zeitpunkt der Schlacht schon ein älteres Ehepaar von Anfang sechzig. Ihre beiden jüngsten Töchter, Frances und Sara, lebten zur Zeit der Schlacht noch bei ihnen im Haus. Die Familie räumte klugerweise ihre Farm schon am ersten Tag der Kämpfe, denn diese befand sich aufgrund ihrer Lage zwischen Seminary Ridge und Cemetery Ridge inmitten der Kampfhandlungen.

Nachdem Unionstruppen sich unklugerweise von der Farm zurückgezogen hatten, schlichen sich am Nachmittag des 2. Juli 1863 konföderierte Scharfschützen vom Seminary Ridge in die verlassenen Gebäude und nutzten diese als Deckung, um auf die Unionstruppen auf dem Cemetery Ridge zu schießen. General Alexander Hays, auch „Fighting Alex“ genannt und einer der Divisionskommandeure des II. Korps, befahl deshalb die Eroberung des Farm-Grundstückes.  Vier Kompanien des 12. New Jersey Regiments wurden für diese Aufgabe an die Front beordert.  Die durch die Gebäude gut gedeckten Konföderierten schossen aus den Scheunenfenstern und duckten sich hinter den Ziegeln, um sich so vor den Kugeln der Unionssoldaten zu schützen.  Das 12. Regiment konnte die Farm jedoch einnehmen und auch einen guten Teil der konföderierten zu Gefangenen machen.  Im Laufe der Nacht schlichen sich jedoch weitere Konföderierte in die Gebäude, nahmen die Stellungen wieder ein und beschossen die Soldaten der Union erneut.

Am Morgen des 3. Juli wurde klar, dass die Bliss-Farm ein erhebliches Problem für die Unionstruppen bleiben würde.  Man schlug vor, die Farmgebäude niederzubrennen, denn sonst hätten die Unionstruppen die Gebäude immer wieder zurückerobern und kontinuierlich schützen müssen.  General Hays erkannte, dass der Versuch, die Farm zu behalten, zu einem enormen Verlust an Menschenleben führen würde. Er befahl daraufhin, wie vorgeschlagen, das Anwesen bis auf die Grundmauern niederzubrennen. Der junge Offizier Postles wurde daraufhin beauftragt, den Befehl an die Männer des 14. Connecticut zu überbringen. Scharfschützen der Konföderierten schossen dabei auf Postles, aber er überlebte wie durch ein Wunder und überbrachte den Befehl.  Dann ritt er in Schlangenlinien zurück zum Cemetery Ridge, wo er bei seiner Rückkehr mit großem Jubel empfangen wurde. Die Männer des 14. Regiments verschwendeten keine Zeit, dem Befehl zu gehorchen.  Sie nahmen Heu aus den Ställen, häuften es auf und zündeten es an. Sie setzten anschließend auch das Wohnhaus und alle Nebengebäude in Brand.  Dann sammelten sie ihre Verwundeten und Toten ein und kehrten zum Cemetery Ridge zurück.

In den Tagen nach der Schlacht kehrten die verängstigten Zivilisten auf ihre Farmen zurück.  Viele Häuser und Scheunen wurden zum Teil massiv beschädigt.  Als William Bliss, seine Frau und seine Töchter zurückkehrten, mussten sie feststellen, dass ihr Zuhause völlig verschwunden war. Bliss reichte bei der US-Regierung eine Klage auf Entschädigung für seinen Verlust ein, die er jedoch nie erhielt.  Seine Familie war nun obdachlos und gezwungen umzusiedeln. Sie entschieden sich, nach Chautauqua County, New York, zurückzukehren, wo Bliss und seine Frau kurz nach ihrer Heirat gelebt hatten und wo drei ihrer verstorbenen Kinder begraben worden waren. William Bliss und seine Familie kehrten nie nach Gettysburg zurück.

Heute besitzt der Nationalpark das Gelände der ehemaligen Farm. Die Gebäude wurden jedoch nie wieder aufgebaut. Die Position der Farm wird heute nur durch einen kleinen Stein mit Inschrift markiert.

Man kann aber noch die Rampe erkennen, die zur Scheune der Bliss Farm führte. Vor der ehemaligen Rampe steht heute das Denkmal für das 14. Connecticut, deren Männer die Farm in Brand setzten.

Das Denkmal für das 1. Delaware-Infanterieregiment befindet sich auf der Westseite der Hancock Avenue. Oberstleutnant Edward P. Harris befehligte das Regiment zu Beginn der Schlacht. Am 2. Juli wurde er in Haft genommen, weil er sich ohne Befehl von den Bliss-Farm zurückgezogen hatte.

Das Bronzene-Relief des 12. New Jersey-Denkmals zeigt die dramatischen Kämpfe auf der Bliss-Farm.

Neben dem großen Denkmal gibt es auf dem ehemaligen Gelände des Bliss Fram auch noch dieses kleine Monument für die 12. New Jersey Volunteers, der Einheit, die das Farmgelände am 2. Juli eroberten.

Das Denkmal für Brigadegeneral Alexander Hays. Alexander Hays wurde am 19. Juli 1819 in Franklin, Pennsylvania, geboren. Er schloss 1844 sein Studium an der West Point University ab und diente im Mexikanisch-Amerikanischen Krieg. Er trat 1848 aus der Armee aus, schloss sich dem kalifornischen Goldrausch an und kehrte nach Pennsylvania zurück, um Bauingenieur zu werden. Mit Ausbruch des Krieges wurde Hays Hauptmann im 16. Pennsylvania und anschließend Oberst des 63. Pennsylvania Regiments. Er erhielt mehrere Auszeichnungen für Tapferkeit und wurde zum Brigade- und dann zum Divisionskommandeur befördert. Während der Schlacht von Gettysburg kommandierte er die 3. Division des II. US-Korps. Hays wurde am 5. Mai 1864 in den Kämpfen in „the Wilderness“ getötet und auf dem Allegheny Cemetery in Pittsburgh beigesetzt.

Dieses schöne Gemälde zeigt die Bliss Farm, wie sie vermutlich während der Kämpfe ausgesehen hat.

Schlachtfeld

Das Schlachtfeld von Pickett’s Charge am 3. Juli bildeten die offen Felder westlich des Cemetery Ridge und östlich des Seminary Ridge. Die Felder wurde diagonal von der Emmitsburg Road durchschnitten und waren mit einer Reihe von Farm-Gebäude durchsetzt. Die Zäune im südlichen Bereich des Vormarschgebietes waren schon durch die Kämpfe am Vortrag zerstört worden, weshalb hier die Konföderierten leichten vorankamen. Im nördlichen Teil waren jedoch alle Zäune intakt und bildeten ein erhebliches Hindernis für den Vormarsch. Sobald Truppen an einen Zaun stießen, mussten sie anhalten und entweder das Hindernis zerstören oder darüber klettern.

Cemetery Ridge

Das Zentrum der Union und ihre Hauptverteidigungslinie während des Angriffes der Konförderierten am 3. Juli befand sich am „Cemetery Ridge“. Dieser Grat erhebt sich nur etwa 12 Meter über das umliegende Gelände und ist weniger als 3,2 km lang. Der Cemetery Ridge beginnt am südwestlichen Rand des Cemetery Hill und erstreckt sich von dort nach Süden, wo er sich mit Little Round Top verbindet. Er fällt von Norden nach Süden allmählich ab und war größtenteils frei von Bäumen, wobei insbesondere die nördliche Hälfte von Zäunen und niedrigen Steinmauern durchzogen war. Er bot eine ausgezeichnete Verteidigungsstellung, die sowohl für Infanterie als auch für Artillerie geeignet war. Die Verteidiger konnten zudem das Gebiet auf der östlichen Rückseite nutzen, um dort Reserven zu schützen und zu verbergen. Durch den Cemetery Hill im Norden und den Little Round Top im Süden, konnte der Cemetery Ridge nicht an den Flanken umgangen werden. Das bedeutete, wenn man nicht vorher einen dieser Hügel erobert hatte, war ein Angreifer gezwungen, den Cemetery Ridge frontal anzugreifen.

Denkmäler der Unions-Regimenter auf dem Cemetery Ridge.

Emmitsburg Road

Von allen Straßen, die auf Gettysburg zuliefen, war die Emmitsburg Road die bekannteste, da sie diagonal südwestlich von der Stadt durch das Zentrum des Schlachtfelds verlief. Sie teilte das Vormarschgebiet und das Schlachtfeld vom 3. Juli in zwei Bereiche. Zur Zeit der Schlacht handelte es sich bei dieser von Nordost nach Südwest verlaufenden Straße um eine sogenannte „sunken road“, also einen Hohlweg. Beim Angriff der Konförderierten diente dieser Hohlweg als Deckung und Sammelpunkt vor dem letzten Sturmlauf auf die Linie der Union. Die Straße war an beiden Seiten von Zäunen umgeben war, meist „Post-and-Rail“ Zäune, mit Ausnahme eines „Snake“ Zaunes entlang der Ostseite, knapp nördlich der Brian Farm bis zum Codori-Anwesen und erneut auf beiden Seiten südlich des „Peach Orchard“. Der Abschnitt, der das Schlachtfeld durchquerte, war rund 4 Kilometer lang und erstreckte sich von der Kreuzung mit der Taneytown Road im Norden bis zum Biesecker Wood im Süden.

Die Emmitsburg Road in Richtung Süden.

“The Angle” / „Copse of Trees“

Am nördlichen Ende von Cemetery Ridge befindet sich eine kleine Baumgruppe, die später als „Copse of Trees“ bekannt wurde und für das Bombardement und den nachfolgenden Infanterie-Angriff der Konförderierten als Orientierungspunkt diente. Kaum 100 Meter südöstlich davon steht eine niedrige Steinmauer, die hier eine 90 Grad Winkel bildet und als „The Angel“ bekannt wurde. Diese beiden Geländemerkmale zählen bis heute zu den meistbesuchten Orten auf dem Schlachtfeld. „The Angel“ verlief unterhalb des Kamms vom Cemetery Ridge, 220 Meter östlich der Emmitsburg Road und 1,5 Kilometer südlich der Stadt, auf einem Feld, das ein Mann namens Peter Frey bewohnte.  Die Steinmauer markierte die Frontlinie der US-Brigade von Brigadegeneral Alexander Webb in der Division von Brigadegeneral John F. Gibbon. Hinter der Mauer und zwischen diesen beiden Punkten knieten das 71. Pennsylvania auf der rechten und das 69. Pennsylvania auf der linken Seite, mit vier Geschützen von Leutnant Alonzo H. Cushing dazwischen. Lee hatte das kleine Wäldchen von Eichen, „Copse of Trees“, als Markierung ausgewählt, an dem sich die Divisionen von Pickett, Pettigrew und Trimble am Nachmittag des 3. Juli bei ihrem Angriff sammeln sollten.  „The Angle” und „Copse of Trees“ werden auch als „High Water Mark” bezeichnet, also den Ort, an dem die Konförderierten einem Sieg am nächsten waren.

Der Baum markiert die Stelle, an der die Steinmauer eine 90-Grad Winkel beschreibt und der als „The Angle” bekannt wurde.

Diese kleine Wäldchen ist das berühmte „Copse of Trees“.

Brian Farm

Die Brian Farm lag rund 1,5 Kilometer südlich der Stadt Gettysburg, am vorderen Hang des Cemetery Ridge und am Rand des Ziegler’s Grove, einem kleinen Wäldchen. Sein Grundstück war etwa 150 Meter von der Emmitsburg Road entfernt. Heute liegen die Gebäude auf beiden Seiten der Hancock Avenue. Das Bauernhaus befindet sich auf der Ostseite, die Scheune auf der Westseite. Es war einst das Zuhause von Abraham Brian, einem Afroamerikaner und Witwer mit fünf Kindern. Brian kaufte die Farm 1857, als er seine dritte Frau Elizabeth heiratete. Auf der zwölf Hektar großen Farm wurde Weizen, Gerste und Heu angebaut. Es gab außerdem einen kleinen Apfel- und Pfirsichgarten. Brian verließ am 1. Juli mit seiner Familie die Farm, als er hörte, dass die Rebellen kommen würden, da er Angst vor Gefangennahme und Versklavung hatte. Das kleine Bauernhaus mit zwei Zimmern und einer Überdachung wurde zum Hauptquartier der Division von General Alexander Hays des 2. Unionsarmeekorps. Als Brian nach der Schlacht in sein Zuhause zurückkehrte, fand er es verwüstet vor. Seine Zäune, Felder und Obstgärten waren fast vollständig zerstört worden. Das Feld westlich seines Hauses war ein riesiger Friedhof. Brian brachte nach den Kämpfen sein Anwesen nach und nach wieder in Ordnung und betrieb wieder Landwirtschaft, bis er 1869 in einem örtlichen Hotel zu arbeiten begann. Er beantragte bei der Regierung eine Entschädigung von 1.028 Dollar, erhielt jedoch nur 15 Dollar. Er starb 1875 und ist in Gettysburg mit seinen ersten beiden Ehefrauen beigesetzt. Das Haus und die Scheune wurden beide rekonstruiert und gehören dem National Park Service.

Codori Farm

Nicholas Codori, ein Franzose aus dem Elsass, war 1828 nach Amerika eingewandert und begann eine Lehre bei einem örtlichen Metzger, bevor er sein eigenes Geschäft gründete. Er kam zu einem gewissen Wohlstand, zeugte elf Kinder und kaufte beim Ausbruch des Bürgerkriegs das imposante Bauernhaus an der Emmitsburg Road, 2,5 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Durch diese Position lag es fast genau im Zentrum des Schlachtfelds vom 2. und 3. Juli. Die Familie Codori suchte während der Kämpfe Schutz im Keller. Am 3. Juli war es Picketts Division, die die Farm passierten. Ihr Vormarsch führte sie auf beiden Seiten des Hauses vorbei, wobei die Division die Gebäude als Markierung nutzten, um nach links zu schwenken, um so in Richtung „Copse of Trees“ zu marschieren. Es heißt, Pickett habe den letzten Angriff vom Wohnhaus der Codori Farm beobachtet. Monatelang nach der Schlacht diente das Haus als katholische Kirche von Gettysburg, da das Kirchengebäude in der Stadt voller Verwundeter war. Die Familie Codori lebte bis 1983 weiterhin in dem Haus.

Angreifer (Army of Northern Virginia)

I CORPS / Lieutenant General James Longstreet

Pickett’s Division, Major General George E. Pickett

Armistead’s Brigade, Brigadier General Lewis Armistead

  • 9th Virginia, Major H.C. Owens
  • 14th Virginia, Colonel James G. Hodges
  • 38th Virginia, Colonel E.C. Edmonds
  • 53rd Virginia, Colonel W.R. Aylett
  • 57th Virginia, Colonel John B. Magruder

Garnett’s Brigade, Brigadier General Richard B. Garnett

  • 8th Virginia, Colonel Eppa Hutton
  • 18th Virginia, Lieutenant Colonel H.A. Carrington
  • 19th Virginia, Colonel Henry Gantt
  • 28th Virginia, Colonel R.C. Allen
  • 56th Virginia, Colonel W.D. Stuart

Kemper’s Brigade, Brigadier General James Kemper

  • 1st Virginia, Colonel Lewis B. Williams
  • 3rd Virginia, Colonel Joseph Mayo, Jr.
  • 7th Virginia, Colonel W.T. Patton
  • 11th Virginia, Major Kirkwood Otey
  • 24th Virginia, Colonel William R. Terry

Artillery, Major James Dearing

  • Fauquier Artillery, Captain R.M. Stribling
  • Hampden Artillery, Captain W.H. Caskie
  • Richmond Fayette Artillery, Captain M.C. Macon
  • Virginia Battery, Captain Joseph O. Blount

Artillery, Reserve, Colonel J.B. Walton

Alexander’s Battalion, Colonel E.P. Alexander

  • Ashland Artillery, Captain P. Woolfolk
  • Bedford Artillery, Captain T.C. Jordan
  • Brooks Artillery, Lieutenant S.C. Gilbert
  • Madison Light Artillery, Captain George Moody
  • Virginia Battery, Captain W.W. Parker
  • Virginia Battery, Captain O.B. Taylor

Washington Artillery, Major B.F. Eshelman

  • First Company, Captain C.W. Squires
  • Second Company, Captain J.B. Richardson
  • Third Company, Captain M.B. Miller
  • Fourth Company Captain Joe Norcom

McClaw’s Division, Colonel H.C. Cabell

  • 1st North Carolina Battery A, Captain B.C. Manly
  • Pulaski Artillery, Lieutenant W. J. Furlong
  • Troup Artillery, Captain H.H. Carelton

Hood’s Division, Major M.W.Henry

  • Branch Artillery, Captain A.C. Latham
  • German Artillery, Captain W.K. Bachman
  • Palmetto Light Artillery, Captain H.R. Garden
  • Rowan Artillery, Captain Janes Reilly

II CORPS / Lieutenant General Richard Ewell

Rodes‘ Division Artillery, Lieut. Colonel Thomas H. Carter

Artillery Reserve, Colonel J. Thompson Brown

  • Jeff Davis Artillery, Captain W.J. Reese
  • King William Artillery, Captain W.P. Carter
  • Morris Artillery, Captain R.C. M. Page
  • Orange Artillery, Captain C.W. Fry

First Virginia Battalion, Captain Willis Dance

  • 2nd Richmond Howitzers, Captain David Watson
  • 3rd Richmond Howitzers, Captain B.H. Smith
  • Powhatan Artillery, Lieutenant John Cuningham
  • Rockbridge Artillery, Captain A. Graham

Nelson’s Battalion, Lt. Col. William Nelson

  • Amherst Artillery, Captain T.J. Kirkpatrick
  • Fluvana Artillery, Captain J.L. Massie
  • Georgia Battery, Captain John Milledge

III CORPS / Lieutenant General Ambrose Powell Hill

Anderson’s Division, Major General Richard Anderson

Wilcox’s Brigade, Brigadier General Camus Wilcox

  • 8th Alabama, Lieutenant Colonel Hilary Herbert
  • 9th Alabama, Captain J.H. King
  • 10th Alabama, Lt. Col. James Shelley
  • 11th Alabama, Lt. Col. George Tayloe 14th Alabama, Lt. Col. James Broome

Perry’s Brigade, Colonel David Lang

  • 2nd Florida, Captain Seton Fleming
  • 5th Florida, Captain Hollyman
  • 8th Florida, Lieutenant Colonal Baya

Wright’s Brigade, Brigadier General Ambrose Wright

  • 3rd Georgia, Colonel E. J. Walker
  • 22nd Georgia, Capt. B. C. Murry
  • 48th Georgia, Capt. M. R. Hall
  • 2nd Georgia Batallion, Capt. Charles Moffett

Posey’s Brigade, Brigadier General Carnot Posey

  • 12th Mississippi, Colonel W.H. Taylor
  • 16th Mississippi, Colonel Samuel Baker
  • 19th Mississippi, Colonel Nathaniel Harris
  • 48th Mississippi, Colonel Joseph Jayne

Heth’s Division, Brigadier General Johnston J. Pettigrew

Pettigrew’s Brigade, Colonel J.K. Marshall

  • 11th North Carolina, Lt. Col. Martin
  • 26th North Carolina, Major Jonest
  • 47th North Carolina, Colonel G.H. Faribault
  • 52nd North Carolina, Colonel J.K. Marshall

Archer’s Brigade, Colonel Birkett D. Fry

  • 13th Alabama, Colonel Birkett D. Fry
  • 5th Alabama Battalion, Major A.S. Van de Graaf
  • 1st Tennessee, Major Felix Buchanan
  • 7th Tennesee, Lieutenant Colonel S.G. Shepard
  • 14th Tennessee, Capt. B. L. Phillips

Davis’s Brigade,Brigadier General Joseph Davis

  • 2nd Mississippi, Colonel M.J. Stone
  • 11th Missisippi, Colonel F.M. Green
  • 42nd Misissippi, Colonel H.R. Miler
  • 55th North Carolina, Capt. Gilreath

Brockenbrough’s Brigade, Colonel Robert Mayo

  • 47th Virginia, Colonel Robert Mayo
  • 40th Virginia, Captain R.B. Davis
  • 55th Virginia, Colonel W.S. Christian
  • 22nd Virginia Batallion, Major John Bowles

Artillery, Lieutenant Colonel John Garnett

  • Donaldson Artillery, Captain V. Maurin
  • Huger Artillery, Captain Joseph Moore
  • Lewis Artillery, Captain John Lewis

Pender’s Division, Major General Issac R. Trimble

Lane’s Brigade, Brigadier General James Lane

  • 7th North Carolina, Captain J. McLeod Turner
  • 18th North Carolina, Colonel John Barry
  • 33rd North Carolina, Colonel C. M. Avery
  • 28th North Carolina, Lieutenant Colonel John Ashford
  • 37th North Carolina, Col. W. M. Barbour

Scale’s Brigade, Colonel W.L.J. Lowranc

  • 13th North Carolina, Lt. Colonel H.A. Rogers
  • 16th North Carolina, Capt. A. S. Cloud
  • 22nd North Carolina, Colonel James Conner
  • 34th North Carolina, Lieutenant Colonel G.T. Gordon
  • 38th North Carolina, Lieutenant Colonel John Ashford

Artillery, Major William T. Poague

  • Albemarle Artillery, Captain James W. Wyatt
  • Charlotte Artillery, Captain Joseph Graham
  • Madison Light Artillery, Captain George Ward
  • Virginia Battery, Captain J.V. Brooke

Artillery Reserve, Colonel R. Lindsay Walker

  • McIntosh’s Battallion, Major D.G. McIntosh
  • Danville Artillery, Captain R.S. Rice
  • Hardaway Artillery, Captain W.B. Hurt
  • 2nd Rockbridge Artillery, Lieutenant Samuel Wallace
  • Virginia Battery, Captain M. Johnson

Pegram’s Battalion, Major W.J. Pegram

  • Richmond Artillery, Crenshaw Battery, Captain Johnson
  • Fredericksburg Artillery, Captain E.A. Marye
  • Letcher Artillery, Captain T.A. Brander
  • Peter Dee Artillery, Lieutenant William Zimmerman
  • Richmond Artillery, Purcell Artillery, Captain Joseph McGraw

Hauptdenkmal für das 11. Mississippi-Infanterieregiment. Das Denkmal zeigt eine Bronzestatue von Color Sergeant William O’Brien. Sergeant O’Brien war der erste von acht Fahnenträgern des Regiments, die während des Angriffs getötet oder verwundet wurden.

Denkmal des Bundesstaates North Carolina. North Carolina stellte 14.147 Männer für die Armee von Nord-Virginia in Gettysburg, also das zweitgrößte Kontingent nach Virginia. Sie verloren über 6.000 Soldaten, mehr als 40 % der beteiligten Männer.

Das Tennessee-Denkmal war das letzte der konföderierten Staatsdenkmäler, die auf dem Schlachtfeld errichtet wurden. Es wurde am 2. Juli 1982 eingeweiht und ist das einzige konföderierte Denkmal, das vollständig durch private Spenden finanziert wurde. Es steht auf einem Sockel, der die Umrisse des Bundesstaates zeigt. Die drei Soldaten und drei Sterne auf dem Denkmal stehen für die drei Tennessee-Regimenter, die bei Gettysburg kämpften.

Das Denkmal des Bundesstaates Virginia. Das Monument war das erste der konföderierten Staatsdenkmäler in Gettysburg. Es wurde am 8. Juni 1917 von Miss Virginia Carter eingeweiht, einer Nichte von Robert E. Lee.

Virginia stellte über 19.000 Mann für die Armee von Nord-Virginias und bildete so das größte Kontingent der zwölf konföderierten Staaten.

Die drei Florida-Regimenter in der Schlacht von Gettysburg gehörten zu Perrys Florida Brigade, deren Denkmal sich ein kurzes Stück nordöstlich des Denkmals des Bundesstaates Florida befindet. Florida hatte die drittkleinste Truppe der zwölf konföderierten Staaten in Gettysburg, diese waren jedoch am 2. und 3. Juli in heftige Kämpfe verwickelt.

Denkmal des Bundesstaates Mississippi. Das Denkmal steht dort, wo General Barksdales Mississippi-Brigade am 2. Juli ihren Angriff auf den Peach Orchard begann. Es steht für den verzweifelten Nahkampf jenes Tages. Der Fahnenträger ist tödlich verwundet und sein Kamerad tritt über seinen Körper, um mit seiner Muskete die gefallene Fahne zu verteidigen.

Verteidiger (Army of The Potomac)

I CORPS, Major General John Newton

Third Division, Major General Abner Doubleday

 Third Brigade, Brigadier General George Stannard

  • 13th Vermont, Colonel Francis Randall
  • 14th Vermont, Colonel William Nichols
  • 16th Vermont, Colonel Wheelock Veazey

Artillery Brigade, Colonel Charles Wainright

  • 1st Pennsylvania Light, Battery B, Captain James Cooper
  • 4th United States, Battery B, Lieutenant James Stewart
  • 1st New York, Battery L, Lieutenant George Breck
  • 5th Maine Light, Lieutenant Edward Whittier

II CORPS, Major General Winfield Scott Hancock

Second Division, Brigadier General John Gibbon

First Brigade, Brigadier General William Harrow

  • 19th Maine, Colonel Francis Heath
  • 15th Massachusetts, Colonel George Ward
  • 1st Minnesota, Captain Nathan Messick
  • 82nd New York (2d Militia), Lt. Colonel James Huston

Second Brigade, Brigadier General Alexander Webb

  • 69th Pennsylvania, Colonel Dennis O’Keefe
  • 71st Pennsylvania, Colonel Richard Penn Smith
  • 72nd Pennsylvania, Colonel De Witt Baxter
  • 106th Pennsylvania, Lieutenant Colonel Wiliam Curry (Two Companies)

Third Brigade, Brigadier Colonel Norman Hall

  • 19th Massachusetts, Colonel Arthur Devereux
  • 20th Massachusetts Colonel Henry Abbott
  • 7th Michigan, Major Sylvanus Curtis
  • 42nd New York, Colonel James Mallon
  • 59th New York (Four Companies) Captain William McFadden
  • 1st Company Minnesota Sharpshooters, Captain William Plumer

Third Division, Brigadier General Alexander Hays

First Brigade, Colonel Samuel Carroll

  • 8th Ohio, Colonel Frank Sawyer

Second Brigade, Colonel Thomas Smyth

  • 14th Connecticut, Major Theodore Ellis
  • 1st Delaware, Captain Thomas Hizar
  • 12th New Jersey Major John Hill
  • 108th New York Lieutenant Colonel Franci sPierce

Third Brigade, Colonel Eliakim Sherrill

  • 39th New York, Major Hugo Hildebrandt (Four Companies)
  • 111th New York, Colonel Clinton MacDougal
  • 125th New York, Lieutenant Colonel Levin Crandell
  • 126th New York, Colonel Eliakim Sherrill

Artillery Brigade, Captain John Hazard

  • 1st New York Light Battery B, Captain James Rorty
  • 1st Rhode Island Light, Battery A, Captain William Arnold
  • 1st United States, Battery I, Lieutenant George A. Woodruff, Lieutenant Tully Mcrea
  • 4th United States, Battery A, Lieutenant Alonzo Cushing, Sergeant Frederick Fuger

V CORPS

Artillery Brigade, Captain Augustus P. Martin

  • 1st Ohio Light Battery I, Captain Frank Gibbs
  • 5th United States, Battery D, Lieutenant Benjamin Ritenhouse
  • 3rd Massachusetts Light, Battery C, Lt. Aaron Wolcott
  • 1st New York, Battery C, Captain Almont Barnes

VI Corps

Artillery Brigade, Colonel Charles Tompkins

  • Massachusetts Light, Battery, 1st Batery (A) Captain William McCartney
  • New York Light, 1st Battery, Captain Andrew Cowan
  • 2nd United States, Battery G, Lieutenant John Butler
  • 5th United States, Battery F, Lieutenant Leonard Martin

XI Corps

Artillery Brigade, Major Thomas Osborn

  • 13th New York Light, Lieutenant William Wheeler
  • 1st Ohio Light, Battery I, Captain Hubert Dilger
  • 1st Ohio Light, Battery K, Captain Lewis Heckman
  • 4th United States, Battery G, Lieutenant Eugene Bancroft
  • 1st New York, Battery I, Captain Michael Wedrich

XII Corps

Artillery Brigade, Lieutenant Edward Muhlenberg

  • 4th United States, Battery F, Lieutenant Sylvanus Rugg
  • 5th United States, Battery K, Lieutenant Lewis Heckman
  • 1st New York, Battery M, Lieutenant David Kinzie
  • Pennsylvania Independent Light, Battery E, Lieutenant Charles Atwell

Artillery Reserve

1st Regular Brigade, Captain Dunbar Ransom

  • 1st United States, Battery H, Lieutenant Chandler P. Eakin
  • 3rd United States Batteries F and K, Lieutenant John Turnbull
  • 4th United States, Battery C, Lieutenant Evan Thomas
  • 5th United States, Battery C, Lieutenant Gulian Weir

1st Volunteer Brigade, Lieutenant Colonel Freeman McGilvery

  • Massachusetts Light, 5th Battery, with 10th New York Battery attached, Captain Charles Phillips
  • Massachusetts Light (Bigelow’s), Lieutenant Richard Milton
  • New York Light, 15th Battery, Captain Patrick Hart
  • Pennsylvania Light, Batteries C and F, Captain James Thompson

2nd Volunteer Brigade, Captain Elijah Taft

  • 5th New York Independent Battery, Captain Elijah Taft
  • 2nd Conecticut Independent Battery, Captain John Sterling

3rd Volunteer Brigade, Captain James Huntington

  • 1st New Hampshire, Battery A, Captain Frederick Edgell
  • 1st Ohio, Battery H, Lieutenant George Norton
  • 1st Pennsylvania, Batteries F and G, Captain Robert Ricketts
  • 1st West Virginia, Battery C, Captain Wallace Hill

4th Volunteer Brigade, Captain Robert Fitzhugh

  • 6th Maine, Battery F, Lieutenant Erwin Dow
  • 1st New Jersey, Battery A, Lieutenant Augustus Parsons
  • 1st New York, Battery G, Captain Nelson Ames
  • 1st New York, Battery K, Captain Robert Fitzhugh
  • 1st Maryland Light, Battery A, Captain James Rigby

Calvary Corps Reserve

  • 3rd Pennsylvania Heavy Artillery, Captain William Rank
  • 9th Michigan Battery, Captain Jabez Daniels

Entlang der heutigen Hancock Avenue auf dem Cemetery Ridge, eine Straße, die zur Zeit der Schlacht noch nicht existierte, stehen heute aufgereiht zahlreiche Denkmäler der Unions-Armee. Anhand der Monumente kann man ungefähr die Verteidigungsstellung des 2. US-Korps nachvollziehen.

 Im Norden der Hancock Avenue steht das Denkmal des125th New York Infantry Regiments. Die Einheit war am 3. Juli an der Steinmauer positioniert als Longstreets Angriff begann.

Die Errichtung des Denkmals für das 72. Pennsylvania Regiment stand im Mittelpunkt einer Kontroverse, die schließlich bis zum Obersten Gerichtshof von Pennsylvania reichte. Sie entstand daraus, dass die Ausgangsposition des 72. während Pickett’s Charge nicht an der Steinmauer am „The Angle“ lag, sondern in einer Reserveposition am Kamm des Cemetery Ridge. Nachdem Picketts Männer die Unionslinie durchbrochen und die Mauer überwunden hatten, versuchte General Webb, der neue Kommandeur der Brigade, das 72. Regiment zum Vorrücken zu bewegen. Er scheiterte jedoch, diskutierte erfolglos mit dem Fahnenträger, gab schließlich auf und wendete sich dem nahegelegenen 69. Pennsylvania zu. Das 72. Regiment rückte nicht vor, zog sich aber auch nicht zurück und erlitt in seiner exponierten Position am Kamm des Bergrückens schwere Verluste. Schließlich, als Unionsverstärkungen von allen Seiten näherkamen, rückte das 72. Regiment bis zur Mauer vor und überwältigte die Überlebenden des „Picketts Charge“.

Die Bronzetafel vom Denkmal für das 106. Pennsylvania Infantry Regiments, das in der Nähe des “Copse of Trees” steht.

Das Denkmal für das 42. New Yorker Infantry Regiment (Tammany Regiment). Das Denkmal besteht aus einer Bronzestatue des Delaware-Indianerhäuptlings Tammany, der vor einem Tipi steht. Tammany war in den frühen Tagen Amerikas ein Freund der Kolonisten und wurde zum Symbol von New York City, wo das Regiment aufgestellt wurde.

Das Denkmal für das 19. Maine Infanterieregiment. Am 3. Juli war der Angriff der Konföderierten nach dem vorausgegangenen Artilleriebeschuss fast eine Erleichterung für diese Einheit. Nachdem das Regiment auf die herannahenden Männer aus Virginia geschossen hatte, die sich dem „Copse of Trees“ näherten, eilte es nach Norden und beteiligte sich am Nahkampf, der schließlich den konföderierten Angriff überwältigte. Oberst Heath, der hier verwundet wurde, behauptete, das Regiment habe zwei konföderierte Fahnen erbeutet, sie aber an Männer anderer Regimenter verloren, die sie von den Fahnenstangen gerissen hatten.

Denkmal für die United States Regulars.

Planung

Am Morgen des 3. Juli tobte die Schlacht von Gettysburg bereits seit zwei Tagen. General Robert E. Lee, Kommandeur der Konföderierten Armee, hatte die beiden vorangegangenen Tage damit verbracht, Druck auf verschiedene Punkte der Unionslinien auszuüben und dabei die Stellungen der Union auf der linken und rechten Flanke angreifen lassen. Er beschloss nun, dass es an der Zeit war, den letzten Schlag zu führen, indem er einen massiven Angriff auf die Mitte der Unionslinien anordnete, von der er erwartete, dass sie unzureichend verteidigt und ohne große Verstärkung sein würde. Der Plan sah vor, General George Pickett eine aus verschiedenen Divisionen kombinierte Streitmacht anführen zu lassen, die einen Großteil von Lees Armee von Nord-Virginia über das offene Feld direkt gegen das geschwächte Zentrum der Union umfassen sollte. Lee wusste, dass er damit ein großes Risiko einging. Aber das Einzige, was zwischen seinen konföderierten Truppen und einer offenen Straße zur kaum verteidigten Hauptstadt der Union, Washington D.C., stand, war die Unionsarmee hinter der niedrigen Steinmauer auf dem Cemetery Ridge.

Der Angriff, auch bekannt als „Pickett‘s Charge“, war für drei konföderierte Divisionen geplant, die von Generalmajor George Pickett, Brigadegeneral J. Johnston Pettigrew und Generalmajor Isaac R. Trimble kommandiert wurden und aus Truppen des I. Korps von Longstreet und des III. Korps von A. P. Hill bestanden. Zwei Brigaden der Division von Generalmajor Richard H. Anderson sollten den Angriff auf der rechten Flanke unterstützen. Das Ziel des Angriffs der Konföderierten war das Zentrum der Unionsarmee. Dort, wo das II. Korps der Potomac-Armee unter dem Kommando von Generalmajor Winfield S. Hancock stand. In der Mitte dieser Linie hatten sich die Division von Brigadegeneral Gibbon mit den Brigaden von Harrow, Hall und Webb positioniert. In der Nacht des 2. Juli hatte Meade bereits bei einem Kriegsrat richtig vermutet, dass Lee am nächsten Morgen einen Angriff auf diesen Punkt versuchen würde. Zum Zeitpunkt des Angriffes lag Meades Hauptquartier direkt hinter der Linie des II. Korps, in dem kleinen Wohnhaus, der Leister Farm.

Über das exakte Ziel des Angriffs werden bis heute Kontroversen geführt. Natürlich galt es, den Cemetery Hil zu erobern. Allgemein hin wird dabei der sogenannte „Copse of Trees“, ein kleines Wäldchen auf dem Cemetery Ridge als Orientierungspunkt für die Angreifer genannt. Neuere Forschungen, einschließlich veröffentlichter Arbeiten einiger Historiker des Gettysburg National Military Park, deuten jedoch darauf hin, dass Lees Ziel tatsächlich „Ziegler’s Grove“ auf dem Cemetery Hill war, eine markantere und besser sichtbare Baumgruppe nördlich vom „Copse of Trees“.

In Verbindung mit dem Infanterieangriff plante Lee eine Kavallerieaktion im Hinterland der Union. Generalmajor J. E. B. Stuart führte dazu seine Kavalleriedivision nach Osten, bereit, Lees erhofften Durchbruch auszunutzen, indem er das Hinterland der Union angreifen und ihre Kommunikationslinie entlang des Baltimore Pike unterbrechen würde.

Longstreet hatte sich von Anfang an gegen den Angriff auf das Zentrum ausgesprochen, da er davon überzeugt war, dass dieser scheitern würde. Er hatte einen eigenen Plan entwickelt, bei dem zunächst eine strategische Bewegung um die linke Flanke der Union erfolgt wäre. Viele glaubten später, dass dies dazu führte das er den Angriff nur unwillig und zögerlich durchführen ließ.

Die drei nachfolgenden Fotos zeigen einen Blick vom Waldrand in Richtung Unionslinie. Im ersten Foto ist links oben die Brian Farm und rechts ist in der Mitte der Baum von „The Angel“ und daneben der „Copse of Trees“ zu sehen.

In diesem Bild, rechts neben Foto, erkennt man die rote Scheune der Codori Farm.

Geht der Blick noch weiter nach rechts dann erblickt man den Little und Big Round Top.

Dieses Monument markiert den Standort des Hauptquartiers des III. Korps am zweiten und dritten Tag der Schlacht.

Blick vom Cemetery Ridge.  In der Ferne links befindet sich die Codori Farm, auf der der konföderierte Generalmajor George Pickett seine Division im Angriff kommandierte. Noch weiter dahinter befindet sich die Baumgrenze, die der Ausgangspunkt der angreifenden konföderierten Truppen war.

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