Museum Sonderborg

Vor der diesjährigen TACTICA haben Markus, Frank, Olli und ich zusammen mit den Alan, Michael, Peter und Aly einen 2-Tage-Ausflug nach Dänemark unternommen. Ziel war Sonderborg, wo wir die Schanzen und das Museum von Düppel besuchen wollten (Deutsch-Dänische Krieg 1.2. bis 30.10.1864). Da wir ausreichend Zeit hatten, könnten wir auch noch einen Abstecher ins Schlossmuseum von Sonderburg machen. Obwohl ich bereits mehr als ein halbes Dutzend Mal in der Gegend war, hatte ich bisher das Museum nicht besucht. Ich rechnete nur mit einer kleinen Ausstellung, da ja bereits das Düppeler-Schanzen-Museum, welches nur knapp 2 Kilometer entfernt ist, das Thema ausführlich behandelt. Ich wurde jedoch durch große und moderne Museumsräume mit einer Vielzahl von interessanten Bildern, Uniformen und Exponaten überrascht. Neben dem Thema Deutsch-Dänische Krieg wurde natürlich auch die restliche Stadtgeschichte beleuchtet. Ich will aber hier aber nur einen kurzen Bilderrundgang durch die Ausstellung zum Deutsch-Dänische Krieg zeigen.

Das Schlossmuseum wird auf der eigenen Homepage (https://msj.dk/de/schloss-sonderburg/) wie folgt angepriesen: „Das Schloss Sonderburg ist mit seiner großartigen Lage an der Einfahrt nach Sonderburg eine dänische Nationalikone. Das Schloss umfasst knapp 800 Jahre der dramatischen Geschichte von Nordschleswig und Schleswig. Die vielen Räume enthalten moderne Ausstellungen zu der wechselvollen Geschichte Nordschleswigs und des Grenzlands, zur Gefangenschaft des dänischen Königs Christian II im Schloss, zur dänischen Niederlage 1864 und der Teilnahme vieler Dänen am Ersten Weltkrieg auf deutscher Seite, vor der Wiedervereinigung 1920.“

Die Ausstellung im Museum beginnt mit der Geschichte des Schlosses und seiner Rolle als Lazarett im Deutsch-Dänischen Krieg:

Die Ausstellung zum Deutsch-Dänischen Krieg teilt sich in den ersten und den zweiten Schleswig-Holsteinischen Krieg. Prunkstück der Ausstellung des 1. Krieges  ist ohne Zweifel dieses Gemälde dänischer Kürassiere. Passend dazu sieht man auch Ausrüstung, Waffen und Uniformen:

Vor allem die vielen Gemälde und Zeichnungen geben eine guten Eindruck von den Ereignissen.

Die Sammlung an Uniformen und Ausrüstung im Schlossmuseum sind eine tolle Ergänzung zum Düppel – Museum:

In der Ausstellung zum 2. Krieg steht auch ein großes Geländediorama:

Eine Gesamtansicht des Schlachtfeldes.

Die dänische Verteidigungslinie.

Die Stadt Sonderborg mit dem Schloss und den beiden Pontonbrücken.

Die preußische Linie.

Bilder aus der Belagerungszeit:

Und auch Fotos wurden von den Preußen nach der Belagerung gemacht:

Das dänisches Panzerschiff Rolf Krake spielte eine wichtige Rolle im 2. Krieg:

Im Detail wurde auch auf den einfachen dänischen und preußischen Soldaten eingegangen:

In einigen Vitrinen wird auf das Schicksal ausgewähten Personen eingegangen:

Natürlich haben wir auch das Düppeler-Schanzen-Museum besucht. Einen alten Bericht von mir zum Museum findet ihr hier: https://tabletopdeutschland.com/2014/06/27/dybbol-skanser-1864/

Vor dem Museumsbesuch machten wir noch einen Abstecher zu einigen Schanzen:

Bei dem Besuch vor der TACTICA hatten wir jedoch eine geführte Tour gebucht. Diese Tour kann ich nur jedem empfehlen, man erhält doch die eine oder andere Information, die einem sonst gefehlt hätte. Der Tourguide war zudem sehr sympathisch und ich konnte außerdem in eine preußische Uniform schlüpfen und mir eine „Gefecht“ mit Alan Perry liefern, der in einer dänischen Uniform steckte. Was will man mehr! Die Tour verdeutlichte auch noch einmal, warum die Dänen schließlich den Preußen und Österreichern unterlagen. Es war wie so oft eine Summe von Gründen, wie die Überzahl an Soldaten und die moderneren Handfeuerwaffen (Stichwort Zündnadelgewehr). Ausschlaggebend war aber wohl die deutlich überlegen Artillerie der Preußen, die mit ihren modernen Hinterladern die Belagerung entscheidend beeinflussten.

Leider hatte das Mühlenmuseum geschlossen, aber die Mühle ist auch von außen ein Schmuckstück:

Auf dem Rückweg von Dänemark gab es noch einen kurzen Besuch des Dannewerks, der alten Grenzfestungsanlage der Dänen. Da das Museum geschlossen war, liefere ich einen ausführlichen Bericht dazu zu einen späteren Zeitpunkt nach.

2 Kommentare zu „Museum Sonderborg“

  1. Danke für die Bilder des Schlosses, kannte ich noch nicht!
    Als ich vor über 25 Jahren in Düppel war, gab es da noch ein 1848er Diorama mit 15mm Figuren. Ist das noch dort?

    Viele Grüße
    Uwe

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  2. Hallo Uwe,

    vielen Dank für deinen Kommentar. Das derzeitige Museum ist wohl relativ neu und zeigt neben dem Deutsch-Dänischerm Krieg auch alle anderen Epochen (auch WW1 und 2). Das 15mm Diorama gibt es aber nicht mehr.

    Viele Grüße
    Frank

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