SOHEI / TEIL 4

Puh, das war ein ganz schönes Stück Arbeit, aber es hat sich gelohnt. Nun ist auch endlich die Tempel-Mauer fertig, die nun schon seit 2 Jahren in meinem ToDo-Regal lag.

Hier der Teaser:

https://tabletopdeutschland.com/2021/10/17/shoei-teil-2/

Zu der Mauer gehört auch ein ziemlich imposantes Tempeltor. Technisch gesehen haben japanische Tempeltorgebäude normalerweise keine funktionierenden Tore (es handelt sich lediglich um ein Tor zwischen dem Alltagsleben und dem Spirituellen), aber dem Hersteller 3D AlienWorlds erschien es seltsam, im vom Krieg zerrissenen feudalen Japan keine Möglichkeit zur Verteidigung eines Tempels vorzusehen. Die Torflügel sind mit „Scharnieren“ ausgestattet, sodass Sie sie wahlweise offen oder geschlossen werden können. Hinter jedem Torflügel befindet sich eine kleine Tür in der Wand, von der vermutlich eine Leiter zu einer Falltür in die zweite Ebene führt. Dies ist allerdings, außer der Tür, nicht im Modell dargestellt. Eigentlich wären die zweite Ebene und der Balkon eines Rōmon-Tempeltorgebäudes rein dekorativ, aber der Hersteller wollte einen Aufgang zum bespielbaren Innenraum und den umlaufenden Balkon einbauen. Auf der Rückseite des Tempeltors (der „Innenseite“) befindet auf beiden Seiten des zentralen Tors eine Nische mit einer großen Niō-Gottheit. Diese Statuen sind tatsächlich nicht von 3D AlienWorld, sondern eine Datei von Thingiverse, aber auf eine Höhe von 80 mm skaliert, damit sie in die Nischen passen.

Die Tempelmauer besteht aus Grundblöcken mit jeweils einem 120 mm langen Abschnitt einer geraden Tempelwand. Die 30 mm hohe Basis simuliert einen Feldsockel, der an der Außenseite der Wände einen schmalen, überdachter Erdweg von etwa 30 mm Breite besitzt. Auf der anderen Seite (innen) der Mauer befindet sich ein 70 mm breiter gepflasterter und überdachter Gehweg für die Tempelpriester. Das Dach ist sanft gewölbt und mit Zierdachziegeln gedeckt. Das Set enthält einen geraden Abschnitt, einen weiteren geraden Abschnitt mit Tür (beweglich und mit einem Balken zu verriegeln) und Stufen sowie einen Eckabschnitt. So lässt sich die Mauer beliebig erweitern und verändern.

Wenn man ein Farbschema für das Torgebäude und den Rest der Tempelwände auswählt, hat man zwei traditionelle Möglichkeiten zur Auswahl. Der erste ist der vollständig bemalte Stil, der vielleicht etwas häufiger in städtischen Umgebungen vorkam, also dort, wo möglicherweise mehr Geld zur Verfügung stand. Die Wandpaneele sind in der Regel weiß, wobei der größte Teil des Holzes in einem auffälligen Orangerot gestrichen ist, das sowohl für Bauwerke im Buddhismus als auch im Shintoismus verwendet wird. Außerdem sind oft die Enden der Holzbalken gelb bemalt. Option 2 für das Farbschema besteht darin, das Holz unbemalt zu lassen. Dies kommt häufiger bei ländlichen Tempeln vor (es gibt aber immer Ausnahmen). Das Holz ist in der Regel sehr alt und wird mit zunehmendem Alter oft dunkler, wenn es nicht so stark der Witterung ausgesetzt ist. Die Holzstatuen wurden ganz unterschiedlich bemalt, ich habe mich für eine verwitterte Variante entscheiden, bei der die Farbe bereits verblasst ist.

Nun fehlt „nur“ noch die 5-stöckige Pagode, eine Mal-Aufgabe für den Winter. Die Reise geht also noch weiter…

Ein Gedanke zu „SOHEI / TEIL 4“

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