Die zweite Schlacht von El Teb – IM SUDAN

Nach der Niederlage Bakers bei El Teb am 04. Februar 1884, gab die britische Regierung, wenn auch nur widerwillig, am 12. Februar die Zustimmung zur Entsendung britischer Truppen in den Sudan. Die Entscheidung war sicherlich auch unter dem Druck der Presse und der britischen Bevölkerung gereift. Schon am nächsten Tag schifften sich die ersten Einheiten in Richtung Suakin ein. Die Soldaten kamen aus den Garnisonen in Ägypten, Aden und Indien. Major General Sir Gerald Graham erhielt das Kommando dieser Kampagne und unter seiner Leitung sammelten sich zwischen dem 26. und 28. Februar die verschiedenen Einheiten bei Trinkitat.

Am Abend des 28. Februar zog die kleine Armee durch die morastige Salzlagune bis zum Fort Baker und schlug dort ihr Nachtlager auf. Noch spät am Abend traf die letzte Einheit, das York & Lancaster Regiment, aus Aden ein. Am Morgen des 29. Februars, um kurz nach 8 Uhr setzte Graham, wie schon zuvor Baker und Tahir Pasha, seine Männer in Richtung Tokar in Marsch.

„In der gezeigten Skizze, können sie auf der linken Seite die Transport- und Kommissariats- Abteilung sehen, ein wenig dahinter liegt das Büro der Marine Transport-Abteilung. Man kommt schließlich zum Hauptquartier, daneben die 15ten (?), 19ten und 10ten Husaren, dahinter das 42te Regiment – die Black Watch – und das 65te.“ (Melton Prior)

Der Landeplatz bei Trinkitat wurde mit einer Kompanie und Fort Baker durch drei Kompanien des King Royal Rifle Corps und einigen Geschützen der Royal Marine Artillerie gesichert. Kommandeur der kleinen Garnison war Lt. Col. Ogilvy. Graham standen somit 2.850 Infanteristen, 750 Berittene, 150 Seeleute, 100 Artilleristen und 80 Männer der Royal Engineers zur Verfügung. Dazu kamen sechs Repetiergeschütze und acht 7-Pfünder Kanonen.

Das Karree

Während des Aufbruches kam es zu einem heftigen Wolkenbruch und so quälten sich die Soldaten zunächst durch das schlammige Gelände. Die berittene Infanterie bildete die Vorhut, dicht gefolgt von einer Schwadron der 10ten Husaren, die vor und links neben der Infanterie ritten. Die Infanterie selbst marschierte in Karree-Formation. Die Gordon Highlander, in 4-er Marschkolonnen zu Kompanien mit Kompanieintervallen, bildete die Front-, die Black Watch Highlander, in gleicher Formation marschierend, die Rückseite des Karrees. Die 2nd Royal Irish Fusiliers marschierten zusammen mit einer Kompanie des 3rd KRRC an der rechten Flanke, das 1st York & Lancaster bildete zusammen mit einer Kompanie der Royal Marines die linke Flanke des Karrees. Die restlichen Kompanien der RM und KRRC platzierte man als Reserve rechts (KRRC) und links (RM) innerhalb des Karrees. Beide Flanken marschierten in offener Kompaniekolonne mit einigem Abstand zu den Ecken des Karrees, um dort Platz für die Repetiergeschütze und die 7-Pfünder zu lassen. Die beiden vorderen Ecken wurden von der Repetiergeschützen der Naval Brigade besetzt, 2 Gatlings und 1 Gardner links, sowie 1 Gatling und 2 Gardner auf der rechten Seite. Die Protzen und Geschütze wurden von je 10 Matrosen der Naval Brigade gezogen. Je vier Kanonen der 7-Pfünder (2,5 inch) „screw gun“ Kamel-Batterie waren an der rechten und linken, hinteren Ecke positioniert. Die Geschütze, die man sonst je Kanone auf 3 Kamelen transportierte, wurden nun gefechtsbereit von den Artilleristen per Hand gezogen. Die Stabsabteilung, die Royal Engineers, die Munitions- und Ambulanzkamele, sowie die Sanitäter, Ärzte und Kriegsberichterstatter liefen in der Mitte des Karrees. Diese dichte Formation hatte insgesamt nur eine Breite von 75 und eine Tiefe von rund 50 Metern. Die Nachhut wurde durch die restliche Kavallerie gestellt, die in drei Linien gut 300 Meter hinter der Infanterie ritt. Die erste Linie bildeten die restliche Reiter der 10ten Husaren, die beiden anderen Linien die 4 Schwadronen der 19ten Husaren.

Die Beja

Sobald Osman Digna erfuhr, dass eine englische Streitmacht gelandet war, schickte er seinen Neffen Madani ibn Ali an die Küste, um den dortigen Emir Abdullah ibn Hamid zu unterstützen. Die feindlichen Beja waren auch dieses Mal auf den Angriff gut vorbereitet. Sie hatten das große Plateau bei El Teb durch Gräben und Geschützstellungen befestigt. Auf dem Plateau befanden sich auch eine kleine Siedlung, sowie die Ruine einer alten Zuckerraffinerie, die ebenfalls als Stellung genutzt wurden. In der mittlerweile gefallenen Garnison von Tokar wurden 45.000 Schuss Munition und etliche Geschütze erbeutet. Die gefangengenommenen ägyptischen Artilleristen wurden in Ketten gelegt und gezwungen die erbeuteten Geschütze zu bedienen. Dazu kamen hunderte erbeutete Gewehre und Munition aus den letzten Kämpfen, die unter den Ansari verteilt worden waren. Die Anführer konnten insgesamt 6.000 bis 8.000 Krieger bei El Teb versammeln, hinzu kamen die schon erwähnte Beutewaffen, zu denen 4 Krupp Kanonen, 2 Bronze Kanonen, 2 Raketengestelle und 1 Gatling gehörten. Die Armee der Ansari wurde hauptsächlich von den Stämmen der Hadendowa, Gemilab, Asharf, Arteiga und Hassinab gestellt. So gerüstet, gedachte man den Angriff der britischen Truppen zu erwarten.

Der erste Kontakt

Grahams Streitmacht hatte nach rund 2 Kilometern ersten Feindkontakt und wurde von einigen Schützen der Beja auf lange Entfernung unter Beschuss genommen. Um 10 Uhr machte man die ersten Verschanzungen des Feindes aus und es wurde Signal an die HMS Sphinx gegeben, die bei Trinkitat vor Anker lag. Das Schiff feuerte 4 Schuss aus seinen 6-inch Kanonen. Das Ziel lag jedoch deutlich außerhalb der Reichweite und die Geschosse schlugen rund 1 Kilometer vor dem Feind in den Boden. Da außerdem Gefahr bestand, die eigene Kavallerie zu treffen, wurde das Feuer wieder eingestellt.

Man beschloss daraufhin, die feindliche Stellung zu umgehen und das Karree in einem Bogen, rechts an der Front des Feindes vorbeizuführen. Um 11.20 Uhr standen die Briten unmittelbar vor einer sichelförmigen Schanze, am linken Ende der feindlichen Linie, die mit 2 Krupp Geschützen und einer Bronzekanone bestückt war. Das Karree marschierte in einer weiteren Bogenbewegung um die linke Flanke des Feindes. In einer Entfernung von rund 300 Metern eröffnen die Beja das Feuer mit Gewehren und schossen einige Granaten aus den erbeuteten Krupp Kanonen. Die Geschosse schlugen gezielter ein, als erwartet. Einige explodierten im Karree, einige davor und dahinter. Die Briten erlitten durch diesen ersten Beschuss bereits 20 Mann an Verwundeten. Unter den Getroffenen war auch Graham, dem eine Kugel aus einer Kartätschte in den Kiefer schlug. Das britische Karree hielt nun an und es wurde befohlen sich hinzulegen.

Die Repetiergeschütze und 7-Pfünder gingen in Stellung und erwiderten das Feuer. Nachdem die feindlichen Krupp Geschütze zum Schweigen gebracht und die Bedienungsmannschaft geflohen waren, erhoben sich die britischen Soldaten wieder und der Vormarsch wurde fortgesetzt. Auf Grund des weiten Bogens, den das Karree zurückgelegt hatte, wurde aus der linken Flanke der Formation jetzt die Frontseite. Das York & Lancaster und die Royal Marines bildeten also die neue Kampflinie, während die Black Watch und die Gordon Highlander jetzt an den Flanken marschierten. Während der Vorwärtsbewegung wurden immer kurze Pausen eingelegt, in denen die Soldaten einige Salven auf die verschanzten Beja abgaben. Der Feind war in dieser Position gut 2.000 Mann stark, machte aber keine Anstalten angreifen zu wollen. Man entschloss sich also für einen Bajonettangriff der York & Lancaster, die mit einem lauten Hurra gegen die Stellung vorgingen.

„Einer der stürmenden Araber will sich, mit seinem Speer in der Hand, auf einen der Soldaten stürzen. Der Mann feuert und verfehlt den Angreifer auf nur 3 Meter Entfernung. Der Soldat ist nun zwischen dem Impuls anzugreifen und dem Feind sein Bajonett schmecken zu lassen oder sich in die Linie zurück fallen zu lassen, aus der er und ein paar andere vorgerückt sind, hin und her gerissen. Es endet damit, dass er über die Schulter nach hinten blickt, seine Hüfte etwas dreht und ein, zwei Schritte nach hinten macht, als der Araber, der nicht angehalten hatte, ihn erreicht und seine Lanze tief in den Unterleib des Mannes rammt. Bevor der Soldat sich weiter zurückziehen kann, wird er wieder und wieder von der Lanze getroffen. Der Angreifer wird allerdings im selben Augenblick selbst erschossen und von 2 Männern der 65er mit dem Bajonett niedergestochen, zu spät, um den Kameraden zu retten, aber rechtzeitig um ihn zu rächen.“ (Bennet Burleigh)

Nun stürmten auch die Beja einzeln oder in Gruppen zu 50 bis 60 Mann dem herannahenden Karree entgegen. Die Männer des York & Lancaster wurden durch den heftigen Ansturm 10 bis 15 Meter zurückgedrängt, so das eine kleine Lücke in der Formation entstand, durch die einige Beja in das Innere des Karrees eindringen konnten. Die Royal Marines reagierten jedoch sofort und schlossen die entstanden Lücke wieder.

Der Kavallerieangriff

Nachdem der Kampf an den Schanzen bereits eine Stunde tobte, meinte der Kommandeur der Kavallerie, Brigade General Stewart, zu sehen, dass sich Teile der Beja-Armee bereits auf dem Rückzug befanden. Im selben Augenblick griff er zum Säbel und ließ das Signal zur Attacke geben. Bei den gesichteten Beja handelte es sich jedoch nicht um Flüchtende, sondern um Krieger, die sich auf dem Weg zum Kampfgeschehen befanden! Die Kavallerie galoppierte nun, auf Grund der vielen Mimosenbüsche in relativ offener Formation, auf einen schätzungsweise 3.000 Mann starken Feind zu. Die erste Attacke verlief zunächst ganz nach Plan. Die ersten beiden Linien ritten gut 2,5 Kilometer und konnten dabei viele der Krieger niederstrecken, bevor das Zeichen zum Halt gegeben wurde.

Die erste Schwadron formierte sich bereits zum zweiten Angriff, als die Meldung eintraf, dass die dritte Linie durch den Feind abgedrängt worden war. Diese dritte Linie, unter dem Befehl von Colonel Webster, hatte nämlich auf den Angriff von 130 feindlichen Reiter reagieren müssen und dabei ihre Angriffsrichtung um 90 Grad geändert. Die zweite Attacke der 1. und 2. Linie musste also neu ausgerichtet werden. Die britischen Reiter stießen dieses Mal jedoch auf erheblich größeren Wiederstand. Der Feind hatte eine ausgefeilte Taktik entwickelt, um den Kavallerieangriffen entgegen zu treten. Die Beja ließen sich blitzschnell zu Boden fallen oder sprangen hinter Büsche und Wurzeln, sobald sich ein Reiter näherte. Die Krieger waren so vor den Kavalleristen relativ sicher, da diese sie mit ihren Schwertern am Boden nicht erreichen konnten. Nachdem der Reiter den liegenden Beja passiert hatte, sprang dieser auf und versuchte dann mit seinem Schwert die Kniesehnen der Pferde zu durchtrennen. Stürzte das so verletzte Pferd, hatten die Beja leichtes Spiel mit dem pferdelosen Reiter. Neben diesen Kriegern zu Fuß gingen jetzt auch einige berittene Beja zum Gegenangriff über.

Die dritte Attacke der britischen Kavallerie brachte erhebliche Verluste, die Reiterei hatte am Ende der Kämpfe 20 Tote und 28 Verwundete zu beklagen. Um den Feind nun endgültig zu zerstreuen, ließ Steward absitzen und den Feind mit den Karabinern beschießen. Außerdem wurden einige der Reiter mit Speeren von toten Beja ausgestattet und so zu Lanzenreitern umfunktioniert. Schließlich konnten die Ansari vertrieben werden.

Der Infanterieangriff

Währenddessen hatte die Infanterie die südwestliche Schanze der Beja eingenommen. Einige Artilleristen hatten die erbeuteten Geschütze bemannt und feuerten nun auf die zweite Stellung des Feindes, die aus vielen kleinen Löchern und Gräben bestand.

Bei dem Versuch, die feindlichen Geschützstellungen zu erreichen, wurde Fred Burnaby erst das Pferd erschossen und dann er selbst am rechten Arm verletzt. Doch der schneidige Colonel war dadurch noch lange nicht außer Gefecht gesetzt. Nur Augenblicke nach seiner Verwundung klettert er die Schanze empor und erreicht die Spitze vor allen anderen Angreifern. Dort steht er blutüberströmt, ohne Jacke, die Hemdsärmel hochgekrempelt und feuert einige Salven aus seiner doppelläufigen Schrotflinte, kann jedoch nicht schnell genug nachladen und muss schließlich von einigen nachfolgenden Soldaten gerettet werden.

Beim weiteren Vorrücken löste sich natürlich auch nach und nach die Karree-Formation auf und die Gordon Highlander verlängerten die Front mit einem halben Bataillon, während die 4 restlichen Kompanien im rechten Winkel dazu die nun offene rechte Seite deckten. Auf der linken Flanke hatte sich der Feind, ungefähr 200 Mann stark, in und um die zerstörte Zuckerraffinerie und einen eisernen Kessel gesammelt.

An dieser Stelle ging die Black Watch gegen den Feind vor. General Davis gab zwar den Befehl die Stellung der Ansari im Bajonettangriff zu nehmen, doch die Regimentsoffiziere der Black Watch sahen keinen Sinn darin, hielten die Soldaten auf Distanz und ließen sie lediglich Gewehrsalven auf die verschanzten Beja abfeuern.

„Wir fanden heraus, dass das Ziegelgebäude voll von Feinden war und es schwierig sein würde, diesen dort heraus zu treiben. Die 42er und 23er gingen vor und umzingelten das Gebäude von drei Seiten. Der Feind stürmte in seinem wilden Fanatismus einer nach dem anderen auf unsere Männer zu. Es braucht wohl nicht erwähnt werden, dass sie unverzüglich von Kugeln zu Fall gebracht wurden.“ (Melton Prior)

Diese Weigerung brachte noch ein Nachspiel mit sich…Graham vermerkte die Episode in seinem offiziellen Bericht und ließ das Bataillon wenige Tage später bei der Schlacht von Tamai dafür büßen. Als die Briten nun auch die zweite Stellung erobern konnten, zog sich der Feind in Richtung der Siedlung von El Teb und der Quellen zurück. Hinter der eigentlichen Schlachtlinie kam es jedoch immer wieder zu kleinen Kämpfen, da die am Boden liegenden, verwundeten Beja sofort angriffen, sobald sich eine günstige Gelegenheit bot. Einige Sanitäter und Soldaten mußten ihre Absicht zu helfen mit dem Leben bezahlen, bis die Briten dazu übergingen alle verwundeten Feinde zu erschießen oder mit dem Bajonett zu erstechen.

Die Notiz, das verwundete Beja getötet wurden (Shooting wounded Rebels in the trenches), von Melton Prior auf dieser Skizze vermerkt, wird bei der Veröffentlichung mitgedruckt und löst eine heftige Debatte in der britischen Öffentlichkeit und im House of Commons aus.

Gegen 1 Uhr erreichte Graham mit seinen Truppen die Siedlung von El Teb, die aus einigen, Stroh gedeckten Lehmhütten bestand. Dort wurde der Feind von den Gordon Highlander gestellt und nach eine 1 Stunde harter Kämpfe nun endgültig vom Schlachtfeld vertrieben. Nach etwas mehr als 3 Stunden waren die Kämpfe vorbei. In den britischen Reihen fielen 5 Offiziere und 24 Soldaten, 17 Offiziere und 142 Soldaten wurden verwundet. Die Zahl der getöteten Beja lag zwischen 1.800 und 2.500, sowie einer unbekannten Zahl an Verletzten, auf dem Schlachtfeld selbst wurden jedoch nur 825 Tote gefunden. Unter den Gefallenen sind auch die Emire Abdullah ibn Hamid, Masani ibn Ali, al-Tahir ibn al Hajj, Omar Qamar al-Din al-Majdhub und Musa Qilay. Zwei Victoria Kreuze werden nach der gewonnen Schlacht verliehen. Eines an Captain Arthur Wilson RN für seine Einsatz zur Verteidigung der Gardner Gun und an Sergeant Marshall von den 19ten Husaren, der den Kommandierenden Offizier seiner Einheit, Colonel Barrow, rettete, nachdem diesem das Pferd beim letzten Kavallerieangriff erschossen worden war.

Nachdem der Kommandeur Lt. Royds gefallen war, nimmt Captain Arthur Wilson seinen Platz ein und verteidigt ein vom Feind überranntes Repetiergeschütz. Auch als sein Schwert zerbricht, teilt er weiter Hiebe mit dem Heft und seinen Fäusten aus, bis die Besatzung das Geschütz wieder bemannen kann.
„Ich wendete meinen Weg in Richtung des Kessels und der alten Raffinerie, wo der Boden so hart umkämpft worden war. Die Erde war immer noch mit Blutpfützen bedeckt. Als ich das Lehmziegelgebäude betrat, fand ich es mit toten Arabern gefüllt, das einzige Lebewesen war eine Kobra, die sich unter einem der Körper versteckte, als ich eintrat.“ (Bennet Burleigh)
„Als wir den Kessel erreichten, fanden wir ihn umgeben von Toten und Sterbenden. Im Inneren entdeckten wir nicht weniger als sieben Männer, die sich in Todeskampf wanden.“ (Melton Prior)
Diese Zeichnung von Melton Prior zeigt die eroberte zweite Stellung der Beja mit den Beutegeschützen. Die zwei Bronzekanonen, die Gatling Gun, 2 Krupp Geschütze und Protzen sind in Tokar und bei Vernichtung der Ägyptischen Truppen unter Baker den Ansari in die Hände gefallen.

Nach der Schlacht

Graham lässt ein Lager aufschlagen, sichern und die Truppe neben dem Schlachtfeld die Nacht verbringen. Am nächsten Tag wurden 6 Kompanien der Black Watch, eine Schwadron der 10ten Husaren und 20 Artilleristen zurückgelassen. Zusätzlich werden die Schanzen verstärkt, mit einem Graben und Dornenbüschen umgeben und außerdem mit zwei zusätzlichen Geschützen gesichert.

Die restliche Truppe marschierte unter dem Kommando von Graham in Richtung Tokar. Nach einigen Kilometern wurde ein Karree gebildet und die Kavallerie ausgeschickt, um den Weg nach Tokar auszukundschaften. Um 3 Uhr Nachmittags sichtete man die ersten Häuser. Hier kam es zu einem Feuergefecht mit einer Gruppe von rund 400 Beja, die hier offensichtlich die Garnisonsstadt sichern sollten. Sie konnten jedoch schnell vertrieben werden, woraufhin sich die feindlichen Krieger in Richtung Suakin zurückzogen. Nach 15 Kilometern wurde die Garnison von Tokar erreicht. Die Freude der befreiten Männer, Frauen und Kinder war groß und die Briten erfuhren, dass die Garnison sich vor 12 Tagen dem Feind ergeben hatte. Was genau bei dieser Kapitulation ausgehandelt worden war und was in den folgenden Tagen geschah, konnte nie ganz geklärt werden. Einige tote Ägyptische Soldaten bei El Teb und die Tatsache, dass die Stadt augenscheinlich nicht geplündert wurde, lassen auch andere Schlussfolgerungen zu.

Die Truppe kampierte außerhalb der Stadt, wo man in einigen großen Hütten 1.250 Gewehre, eine Bronze Kanone, eine weiter Gatling Gun, Sättel, Kleider, Musikinstrumente und Medizinisches Gerät fand, alles Dinge, die nach dem Massaker an Bakers Truppen erbeutet worden waren. Die Gewehre wurden zerstört und die Munition vergraben. Am 5. März kehrt Graham zurück nach Suakin.

Die Truppen bei El TEB

Stab

  • Kommandeur – Major General Sir Gerald Graham
  • Stab – Lt. Col. C.F. Clery, Rear-Admiral Sir William Hewett, Lt. Gen. Baker Pasha, Col. F.G. Burnaby

 1. Infanterie Brigade

  • 3. / The King’s Royal Rifles Corps – Col. Sir C. Ashburnham (4 Kompanien / 320)
  • 1. / The Gordon Highlanders – Lt. Col. D. Hammill (700)
  • 2. / Princess Victoria’s Regiment (Royal Irish Fusiliers) – Lt. Col. B.S. Robinson (400)

2. Infanterie Brigade

  • Kommandeur – Major General J. Davis
  • Royal Marines (RMLI und RMA) – Col. HB Tuson (380)
  • 1. / The Black Watch (Royal Highlanders) – Lt. Col. W. Green (750)
  • 1. / The York andLancasterRegiment – Lt. Col. W. Byann (6 Kompanien / 470)

Kavallerie Brigade

  • Kommandeur – Brigade General H. Stewart
  • 10. (Prince of Wales’s Own Royal) Husaren – Col. E.A. Wood (3 Schwadronen / 250)
  • 19. Husaren – Lt. Col. A.G. Webster (4 Schwadronen / 315)
  • Mounted Infantry Company – Capt. H. Humphreys (4 Sektionen / 120)

Artillerie

  • Naval Brigade (3 Gatling und 3 Gardner Guns) – Cdr. E.N. Rolfe (125)
  • 6. Bat., 1.Br., Scottish Division, Royal Artillery (8 7-pdr RML) – Major F.T. Lloyd (120)
  • 26th Field Company, Royal Engineers – Major K.R. Todd (91)
„Unsere Gefallenen, die Offiziere und Mannschaften, wurde an einer Stelle in der Nähe des Forts aufgebahrt, wo man zwei Reihen Gräber ausgehoben hatte. Die Toten wurden so wie sie angezogen waren, jedoch mit ihren Mänteln bedeck,t um sie vor Ungeziefer zu schützen, in die Gruben gelegt.“ (Bennet Burleigh)

„Gleich hinter den Haufen, in Richtung El Teb, war ein flacher Hügel, gekrönt von hunderten kleiner Stöcke, an denen kleine Stoffstreifen in verschiedenen Farben im Wind wehten. Zunächst dachte man, dass es sich um Fahnen des Feindes handelte, die ihre Stellung markieren sollten; das taten sie auch tatsächlich, allerdings markierten sie die Position von 100 gefallenen Arabern, die in der ersten Schlacht von El Teb ihr Leben gelassen hatten. Die Praxis, einen Steinhaufen über den Toten aufzuschichten, diesen mit weißen Quarzkieseln oder ungewöhnlich geformten Steinen zu schmücken und mit einem Fahnenstock zu markieren, war im Sudan sehr verbreitet.“ (Bennet Burleigh)

„Gleich hinter den Haufen, in Richtung El Teb, war ein flacher Hügel, gekrönt von hunderten kleiner Stöcke, an denen kleine Stoffstreifen in verschiedenen Farben im Wind wehten. Zunächst dachte man, dass es sich um Fahnen des Feindes handelte, die ihre Stellung markieren sollten; das taten sie auch tatsächlich, allerdings markierten sie die Position von 100 gefallenen Arabern, die in der ersten Schlacht von El Teb ihr Leben gelassen hatten. Die Praxis, einen Steinhaufen über den Toten aufzuschichten, diesen mit weißen Quarzkieseln oder ungewöhnlich geformten Steinen zu schmücken und mit einem Fahnenstock zu markieren, war im Sudan sehr verbreitet.“ (Bennet Burleigh)

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