Die Heimat der Hobbits

In der Nähe des kleinen Städtchens Matamata auf der Nordinsel Neuseelands liegt die Alexander Farm. Peter Jackson entschied, dass diese Gegend der perfekte Ort für das Filmset von Hobbingen sei und so begannen im März 1999 die Arbeiten zur Gestaltung des Drehortes.

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In der Nähe des kleinen Städtchens Matamata auf der Nordinsel Neuseelands liegt die Alexander Farm. Peter Jackson entschied, dass diese Gegend der perfekte Ort für das Filmset von Hobbingen sei und so begannen im März 1999 die Arbeiten zur Gestaltung des Drehortes. Nachdem die 3 Filme beendet worden waren, wurden die Hobbithöhlen, Gärten und Gebäude abgetragen und der größte Teil des Filmsets vollständig zurückgebaut. Als nun 2011 die Dreharbeiten zum ersten Teil der Hobbit Trilogie anstanden, beschloss man Hobbingen als dauerhaftes Set anzulegen. Alle Gebäude und Requisiten wurden nun aus echten Materialien gefertigt und so entstand ein wirklich einmaliger Ort für alle Mittelerde-Fans.

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Vor unserem Besuch des Hobbingen-Filmsets kamen wir durch das kleine Städtchen Matamata. Hier wird man von einem Schild in Hobbingen begrüßt und auch das Informationsgebäude ist ganz im Auenland-Stil gehalten. Allerdings ist der Ort doch ziemlich weit von der eigentlichen Farm entfernt und so gibt es eigentlich keine Notwendigkeit hier länger zu verweilen. Allerdings ist der Weg zur Farm nicht ausgeschildert. Vermutlich steckt Absicht dahinter, denn so suchen die meisten Besucher doch fragend die Tourist-Information auf. Wenn man dann schon mal auf der Straße ist, macht man meist doch noch einen kleinen Bummel und geht sogar in eines der Restaurants. Na ja, es sei dem Städtchen gegönnt 😉

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Schon auf dem Weg zur Alexander Farm fährt man durch eine Auenland-Bilderbuchlandschaft mit Merino Schafen und Angus Rindern, bis man schließlich das Shires Rest Cafe erreicht. Dieser ehemalige Wollschuppen dient als Souvenirladen, Café, Ticket-Office und als Startpunkt für die Hobbiton Movie Set Tours. Man kann Hobbingen leider nicht auf eigene Faust erkunden, sondern muss sich eine der geführten Touren anschließen. Wir hatten uns zum Glück für die erste Tour am frühen Morgen entschieden. Zum einen ist zu dieser Tageszeit das Licht zum Fotogarfieren sehr schön und zum anderen ist die Anlage noch menschenleer, wenn man sie betritt. Die Anzahl der Besucher in der Gruppe war auch recht übersichtlich, so ca. 15 Personen. Mit einem Bus ging es dann endlich durch ein Tor auf den Weg ins Auenland. Schon auf der Fahrt erhält man einiges an Informationen zur Farm und Geschichte des Filmsets. Schließlich betritt man Hobbingen durch den berühmten, mit Felssteinen ausgekleideten Durchlass und das kleine Tal liegt vor einem.

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Neben der Eintrittskarte, erhält man auch eine kleine Karte von Hobbingen und so kann man sich recht gut orientieren. Gleich am Eingang liegen einige Hobbithöhlen und ein großer Gemüsegarten. Alle Pflanzen und Bäume sind echt und wachsen und gedeihen wirklich prächtig. Bei meinem Besuch im Frühjahr stand natürlich alles in voller Blüte und das Gras war saftig und grün. Was gleich zu Beginn auffällt ist, dass nicht alle Hobbithöhlen im gleichen Maßstab angelegt sind. So reicht die Größe von 60 über 80 bis schließlich 100 %. Jede der 44 Behausungen ist ganz individuell gestaltet und ausgestattet. Es gibt Höhlen reicher und armer Hobbits, welche in denen Handwerker oder Fischer, Bauer oder Töpfer wohnen. Im Laufe der Zeit wurde die Anlage mit immer mehr Details und Requisiten ausgestattet. Neben Stühlen und Bänken finden sich jetzt auch Flaschen, Kleidungsstücke und Lebensmittel vor den Eingängen. Auf den Feldern stehen Arbeitsgeräte, Heuhocken und Bienenkörbe. Die Gärten haben Komposthaufen und alles wirkt, als sei der Ort erst gerade von seinen Bewohnern verlassen worden. Der neuste Clou sind rauchenden Schornsteine, die just an dem Morgen unseres Besuchs zum ersten Mal in Gang gesetzt wurden. Ganz erstaunlich sind die Fülle der Details und die aufwendige Gestaltung der Objekte. Jeder Gegenstand ist mit Gebrauchspuren versehen und sämtliche Zäune sind mit Moos, Flechten und Rostflecken bemalt worden.

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Nach einigen weiteren Hobbithöhlen und dem Froschteich, gelangt man in den Teil der Anlage, der neu für die Hobbit-Filme angelegt wurde. Bisher ist dieser Bereich jedoch nicht in den Filmen zu sehen gewesen und so erhält man hier einen sehr exklusiven Einblick. Dann geht es den Bühl hinauf nach Beutelsend und man steht vor der berühmten grünen, kreisrunden Tür. Der Eingang wird von einer alten Eiche beschattet, dem einzigen künstlichen Gewächs vor Ort. Sämtliche Blätter wurden übrigens einzeln bemalt und am Baum befestigt. Von Beutelsend hat man einen schönen Blick über die ganze Anlage. Unter einem liegen der Platz mit dem Festbaum, dahinter der Fluss und See die „Wässer“, sowie das Gasthaus „Zum grünen Drachen“.

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Hinter Beutelsend geht es den Beutelhaldenweg hinunter, vorbei an weiteren Smials bis zum Festplatz. Am Rande der Wiese stößt man auf die gelbe Tür des Beutelhaldenweges Nr. 3, der Behausung des alten Omhs (Hamfast Gamdschie), dem Vater von Sam Gamdschie. Der Baum unter dem Bilbo seine Geburtstags-Rede hielt ist wahrlich riesig. Es sind auch ein paar Festzelte aufgestellt und für kleine Hobbitkinder stehen bemalte Wippen bereit. Durch das hohe Gras schleicht die Hauskatze von Hobbingen. Unten an der „Wässer“ liegen einige Fischerhütten und schwarze Schwäne ziehen hier ihren Nachwuchs groß. Die ganze Anlage ist einfach großartig und auf jeden Fall einen Besuch wert. Und dann gibt es ja auch noch Wasserau und den Grünen Drachen…doch davon später mehr.

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Hobbit Mahlzeit

Wenn wir schon im Auenland sind, dann will ich auch gleich eine echte, bodenständige Hobbitmahlzeit vorstellen…das dreifache P! Das sind Pea, Pie and Pud, also Erbsen, Kartoffelbrei und gefüllte Pasteten. Das war eigentlich bis vor wenigen Jahren noch das „Grundnahrungsmittel“ der Neuseeländer. Natürlich stammt auch dieses Gericht ursprünglich aus England. Die drei P‘s werden traditionell mit einer würzigen, braunen Zwiebelsoße begossen. Die Pasteten sind unterschiedlich gefüllt. Der Klassiker ist hier „minced lamb“, auf das auch meine Wahl fiel. Das Ganze hört sich vielleicht langweilig an, ist aber wirklich oberlecker!

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