Zum Grünen Drachen

Wir befinden uns immer noch auf dem Hobbingen-Gelände der Alexander Farm, doch nun geht es auf dem Wasserauerweg über kleine Holzbrücken und dichten Wald, an lang des Flusses „Wässer“ bis schließlich eine Steinbogenbrücke erreicht wird.

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Hier steht Sandigmanns wunderschöne Mühle. Ein kleines Boot liegt bereit für einen nächtlichen Angelausflug und eine riesiges Fass Südviertel Fine Ale kündet vom berühmten Gasthaus in Wasserau. Sobald man die Mitte der Brücke erreicht hat, erblickt man dann auch das weitläufige Gebäude, das Gasthaus „Zum Grünen Drachen“.

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Schon von außen ist das Haus eindrucksvoll, aber sobald man den Gastraum betritt, fällt einem glatt die Kinnlade runter. In den Kaminen der Gaststube knistert das Feuer und hinter der Theke stehen bereits die wartenden Tonbecher mit kühlem Bier und Cider. Die Räumen des Gasthausen sind mit hunderten von Details, wie Schnitzereien und Möbeln ausgestattet. An den Wänden hängen Bilder und an den Garderobenhaken die Kleidung und Hüte von Hobbits. An einem Pfeiler, der als „schwarzen Brett“ genutzt wird, sind Suchanzeigen nach Erntehelfern genagelt. Die ganze Atmosphäre ist einfach urgemütlich und am liebsten würde man Frodos Lieb anstimmen…

Ein alter Krug, ein fröhlicher Krug
Lehnt grau am grauen Hang.
Dort brauen sie ein Bier so braun,
Dass selbst der Mann im Mond kam schaun
Und lag im Rausche lang.
Der Stallknecht hat einen Kater – miau! –
Der streicht im Suff die Fiedel.
Sein Bogen sägt die Saiten quer,
Mal quietscht es laut, mal brummt es sehr
Von seinem grausigen Liedel.
Der Schankwirt hält sich einen Hund,
Der hat viel Sinn für Spaß.
Geht’s in der Stube lustig her,
Spitzt er das Ohr und freut sich sehr
Und. lacht und lacht sich was!
Auch haben sie eine Hörnerkuh,
Stolz wie ein Königskind,
Der steigt Musik wie Bier zu Kopf,
Sie schwenkt den Schwanz bis hin zum Schöpf
Und tanzt, das gute Rind.
Und erst das silberne Geschirr
Und Löffel haufenweis!
Am Sonntag kommt das Beste dran,
Das fangen sie schon am Samstag an
Zu putzen voller Fleiß.
Der Mann im Mond trank noch eine Maß
Der Kater jaulte laut,
Es tanzten Teller und Besteck,
Die Kuh schlug hinten aus vor Schreck,
Der Hund war nicht erbaut.
Der Mann im Mond trank noch eine Maß
Und rollte sanft vom Fass;
Dann schlief er und träumte von braunem Bier
Am Himmel standen nur noch vier,
Vier Sterne morgenblass.
Da rief der Knecht seiner blauen Katz:
»Die Mondschimmel schäumen schon
Und beißen auf den Trensen herum,
Der Mondmann aber, der liegt krumm,
Und bald geht auf die Sonn‘!

Da spielte der Kater hei-didel-dum-didel,
Als rief er die Toten herbei;
Er sägte ganz jämmerlich schneller und schneller,
Der Wirt rief: ‚He, Mann! Es wird heller und heller,
Schon längst schlug die Glocke drei!

Sie rollten ihn mühsam den Hang hinan
Und plumps! in den Mond hinein,
Die Mondschimmel – hui! – gingen durch vor Schreck,
Die Kuh wurde toll, und das Silberbesteck
Das tanzte Ringelreihn.
Beim Didel-dum-didel der Jammerfiedel
Jaulte das Hündlein sehr,
Da standen die Kuh und die Rösser köpf,
Die Gäste soffen aus Tasse und Topf
Und ließen die Betten leer.
Da riß die Saite und plötzlich sprang
Die Kuh übern Mond ins Gras,
Das Hündlein lachte und freute sich schon,
Doch das Samstagsgeschirr klirrte schamlos davon
Mit Sonntagslöffel und -glas.
Der Vollmond rollte hinter den Hang,
Die Sonne erhob ihr Haupt.
Da gingen die Leute am helllichten Tag
Zu Bett – welch verrückter Menschenschlag!
Das hätte sie nie geglaubt!

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Neben dem Gasthaus gibt es auch einige voll ausgestatte Wirtschaftsgebäude und ein angebauter Backofen wartet auf den Nachschub der Backstube. Auf der Weide nebenan grasen die Schafe. Vor und neben dem Gasthaus stehen Tische und Bänke für die Besucher bereit und am Ufer der „Wässer“ rag ein Steg in den See hinein. Das Gasthaus kann man übrigens am Abend für private Feiern buchen. Für diesen Anlass ist der Garten festlich geschmückt, an den Bäumen hängen Laternen und hinter dem Haus steht ein großes Festzelt für weitere Gäste. Aber auch schon während des kurzen Besuches im Rahmen der Tour kann man Essen und Trinken bestellen und eine Weile die Gaststube oder einen Ledersessel vor dem Kamin genießen. So ein Gasthaus wünscht man sich wirklich zu Hause! Am besten gleich um die Ecke gelegen, um dort kalte Winter- und laue Sommerabende zu verbringen.

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Hobbit Mahlzeit

Im Zusammenhang mit dem „Grünen Drachen“, muss man natürlich über das neuseeländische Bier sprechen. Es gibt einige größere Brauereien im Land, wie zum Beispiel TUI (benannt nach einem neuseeländischen Vogel). Die Biere diese Brauereien sind ganz in Ordnung, wer aber wirkliche Geschmackerlebnisse sucht, der sollte sich an die kleinen, lokalen Brauereien halten, die man überall im Land finden kann. Mein absoluter Favorit ist hier das Captain Cooker Manuka Beer der Musell Inn Brauerei in der Golden Bay. Neben dem Bier ist das Gasthaus der Brauerei ebenfalls einen Besuch wert. Hier findet man eine tolle Farmhaus-Atmosphäre und richtig gutes Essen. Vor der Haustür liegen außerdem die schönsten Strände und natürlich der Abel Tasman Nationalpark. Das Ganze ist für mich der Geheimtipp der Südinsel.

Hoobit Mahlzeit 05

Mehr Infos zur Brauerei: http://www.musselinn.co.nz/

Musell Inn

4 Kommentare zu “Zum Grünen Drachen”

  1. Ich lebe jetzt zwar schon eine Weile in Neuseeland, habe mir aber nie die Hobbitkulissen angeschaut. Bei solch schoenen Bildern bekomme ich Lust dies nachzuholen. Das Gasthaus sieht ja wirklich fesch aus.

    Das mit dem Aufstieg der lokalen Brauereien ist ein sehr interessantes Phaenomen. Als ich vor drei Jahren erstmals in Neuseeland war konnte man das Bier kaum trinken. Heute kann ich zwischen dutzenden Craft Beers waehlen und manche davon sind ehrlich gesagt besser als deutsches Bier oder zumindest interessanter.Vom Schokoladen Ale, bis zum Fruehstuecksbier mit leichter Beerennote…echt klasse.

    Wie dem auch sei, freue mich auf mehr deiner Reiseimpressionen, da sie sicherlich die ein oder andere Idee fuer eigene Touren liefern werden.

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  2. Vielen Dank für deinen Kommentar! Das freut mich natürlich, wenn ich mit meinen Berichten hilfreiche Tipps geben konnte…und dann noch jemandem, der vor Ort wohnt.

    …und das neuseeländische Bier ist wirklich großartig. Ich habe mir sogar 1 Liter mit nach Hause genommen!

    Gruß
    Frank

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