Imperial Assault

Endlich halte ich nun auch das neue Star Wars Figurenspiel „Imperial Assault“ in meinen Händen. Ich hatte mit dem Kauf noch gewartet, bis jetzt die deutsche Ausgabe vom Heidelberger Spieleverlag erschienen ist. Zum einen ist das Spiel in der deutschen Version deutlich günstiger und zum anderen ist es halt in deutscher Sprache geschrieben, wodurch solch geniale Sprachkompositionen wie „Sturmtruppler“ nicht in Vergessenheit geraten.

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Das Spielprinzip beruht auf den Regeln des Fantasy Flight Games – Klassikers „Descent“, einem Fantasy Dungeon-Abenteuerspiels. Man tritt mit einer Truppe von bis zu 4 Kämpfern der Rebellion gegen eine Art Spielleiter an, der jedoch auch aktiv die Rolle des Imperiums spielt. Neben den üblichen Kampf- und Bewegungsmöglichkeiten können die Rebellen auch mit Gegenständen auf dem Spielfeld interagieren, sie können beispielsweise Türen, Kisten und Schränke öffnen oder ausruhen. Gespielt werden vorgefertigte Szenarien, die mit einem ausgeklügelten Kampagnensystem verbunden sind. Die Helden und der Spieler des Imperiums erhalten für erfolgreiche Missionen Erfahrung und Credits, wodurch andere Waffen und Ausrüstung in Spiel verwendet oder Verstärkungstruppen angeheuert werden können. Hier übrigens das Regelwerk als PDF: http://www.heidelbaer.de/documents/SWI01_Learn_to_Play_german_v7_low.pdf

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Das Spiel lässt sich aber auch mit sogenannten „Gefechtsregeln“ spielen. Hierbei handelt es sich um Spiel, bei dem zwei gleichstarke Gruppen, nicht zwangsweise Rebellen und imperiale Truppen, aufeinandertreffen. Das Ganze läuft dann so ähnlich ab, wie man es schon vom Spiel „Star Wars Miniatures“ der Firma WotC kannte. Die Grundregeln dieser Gefechtsspiele sind vereinfachte Regeln des Kampagnenspiels, allerdings um sogenannte Befehlskarten erweitert. Und auch für diese Regelwerk gibt es ein kostenloses PDF: http://www.heidelbaer.de/documents/SWI01_Skirmish_Guide_GER_v6_low.pdf

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Neben den Regeln, Bodenplänen, Würfeln und den dutzenden von Karten und Markern beinhaltet das Spiel auch einige großartige Figuren. Natürlich auch namhafte Charaktere, wie Luke Skywalker und Darth Vader, aber vor allem (bisher) unbekannte Helden der Rebellion sowie diverse imperiale Truppen und sogar einen AT-ST. Das Material der Figuren ist ziemlich genial. Es ist kein Hartplastik, es kann also nichts abbrechen, die Figuren sind aber deutlich härter als die Miniaturen von WotC. Die Figuren sind außerdem besser modelliert, detailreicher und Dank mehrere Bauteile die verklebt wurden, auch sehr dreidimensional. Natürlich habe ich gleich mal ein paar Testfiguren bemalt, was problemlos funktionierte. Großartig ist vor allem, dass die Figuren die gleiche Höhe und die exakt gleichen Basen der WotC Figuren aufweisen. Beiden Miniaturen-Serien lassen sich also problemlos kombinieren und können auch zusammen mit anderen Regelwerken verwendet werden.

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Die Figuren der beiden Hersteller im direkten Vergleich.

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Wookie und Bothaner gemeinsam im Kampf. Meine ersten bemalten Figuren.

Die Bodenpläne des Spiels bestehen aus bedrucktem Karton und sind leider nicht dreidimensional. Wie schon bei WotC werden Bewegungen, Sichtlinien und Entfernungen durch ein Quadratraster, wie bei fast allen Dungeon-Spiele üblich, ermittelt. Man könnte also auch die alten 3-D Floorplans verwenden, die kostenlos im Internet erhältlich sind. Die Szenarien der Kampagne sind allerdings auf die im Spiel beiliegenden Bodenpläne abgestimmt und müssten bei Verwendung der Original-Szenarien 1 zu 1 nachgebaut werden. Schwierig, aber nicht unmöglich 😉

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Und noch ein paar bemalte Helden der Rebellion.

Inhaltlich sind die Szenarien des Kampagnenspiels übrigens nach Episode IV angesiedelt. Man beginnt also unmittelbar nach der Zerstörung des ersten Todessterns auf der Planetenoberfläche von Yavin IV. Da fragt man sich natürlich gleich, ob das, was man da spielt, jetzt auch zum neuen Canon ( https://en.wikipedia.org/wiki/Star_Wars_canon ) gehört…man wird sehen.

Imperial Assault 01

Mein Fazit: Die Macht erwacht 😉

2 Kommentare zu “Imperial Assault”

  1. Tolle Erstlingswerke und sehr informatives Review. Gut, dass es neben dem Kampagnenmodus noch eine Freiform gibt. Bin ja auch sehr auf die Erweiterungen gespannt. Weiterhin kann man das sicher auch mit X-Wing verbinden. Erst kampfunfaehig schiessen, dann wird geentert. 🙂

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