Museum der Normandie-Wracks

Bei meinem dritten Besuch in der Normandie hatte ich mir vorgenommen, einige kleine Museen zu besichtigen, an denen ich bisher aus Zeitgründen immer vorbeigerauscht bin. Da ich mein Quartier auf dem Zeltplatz in Port-en-Bessin hatte, bot sich natürlich ein Besuch des Musée des Epaves Sous-Marines an. In diesem Museum sind etliche Fahrzeugs-Wracks und Fundstücke aus dem 2. Weltkrieg ausgestellt, die im Meer vor der Küste gefunden wurden.

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Nach der Landung der Alliierten in der Normandie 1944 lagen große Menge an Panzern, Fahrzeugen und Schiffen auf dem Meeresgrund vor der Küste. Es handelte sich um während der Kampfhandlungen zerstörte oder gesunkene Fahrzeuge und um Schiffe die versenkt wurden, um als Wellenbrecher zu dienen. In den 1960er Jahren wurde dies mehr und mehr zu einem Problem für die Schifferboote dieser Region. Die Regierung beschloss deshalb Firmen zu beauftragen die Wracks zu bergen. Eines dieser Bergungsteams wurde von Jacques Lemonchois geleitet, der schließlich, angeregt durch seine Arbeit, in den 70er Jahren ein Museum gründete, um seine Funde zu dokumentieren.

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Sherman M4 Duplex Drive vom 741st Tank Bataillon

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Leichter Panzer vom Typ Stuart M5.A1

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Neben den Fahrzeugs Wracks sind im Museumsgebäude etliche kleiner Fundstücke, wie Waffen, Ausrüstung und Schiffteile zu finden. Ein sehr guter Film zeigt dem Besucher die Geschichte des Museums. Natürlich wurden auch im Inneren der Fahrzeuge viele wertvolle Dokumente entdeckt. In einen M7 Priest fand Jacques Lemonchois persönliche Gegenstände des PFC John H. Glass, der 58th Armoured Field Artillery. Alle Funde waren in einem ungewöhnlich guten Zustand. Es gelang Lemonchois und seinem Team sogar, John H. Glass in Amerika ausfindet zu machen. Glass besuchte schließlich das Museum und bestieg noch einmal sein altes Fahrzeug. Die Geschichte von John Glass ist jetzt im Museum dokumentiert.

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M7 Priest Haubitze vom 58th Armored Field Artillery Battalion. Dieses Fahrzeug wurde in einem LCT Wrack gefunden. Das Landefahrzeug hatte 2 Jeeps, 3 Halbkettenfahrzeuge und 4 M7 geladen. In diesem hier ausgestellten M7 wurden die Dokumente von John H. Glass gefunden.

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Britische M 17 Mine

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Geschütz vom Zerstörer HMS-ISIS

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Ein Kommentar zu “Museum der Normandie-Wracks”

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