Commands & Colors Napoleonics

Ich spiele schon seit Jahren die Brettspiele „Memoir 44“ und „Battles of Westeros“. Im letzten Jahr ist für mich auch „Commands & Colors: Napoleonics“ dazugekommen. Alle drei Brettspiele funktionieren zwar nach den gleichen Grundregeln, werden aber von unterschiedlichen Firmen vertrieben. Die „Commands & Colors“ – Serie, von der es auch eine Variante für die Antike und demnächst auch das Mittelalter gibt, wird von GMT Games vertrieben; „Memoir 44“, die Variante für den 2. Weltkrieg, gehört zu Days of Wonder; „Battles of Westeros“ sowie die zweite Fantasy Variante „BattleLore“ wurden von Fantasy Flight Games publiziert.

Außerdem gibt es noch Battle Cry (Amerikanischer Bürgerkrieg) von Avalon Hill, The Great War (1. Weltkrieg) von PSC Games, Commands & Colors Tricorne: The American Revolution von Compass Games,  Abaddon (SF–Varinate) von Toy Vault und schließlich Samurai Battles von Zvezda.

Wie schon erwähnt, verwenden all diese Spiele die gleichen Grundregeln. Man spielt Schlachten verschiedener Epochen / Genre nach vorgefertigten Szenarien auf einer Spielflache, die in 3 Bereiche und Hex-Felder eingeteilt ist. Das Szenario gibt die Ausgangssituation, also die Anzahl und Art der Truppen, die Aufstellung der Einheiten und das Gelände auf dem Schlachtfeld vor. Die verschiedenen Truppen die jeder Spieler kontrolliert, werden über Kommando-Karten aktiviert, deren Anzahl ebenfalls durch das Szenario vorgegeben ist. Wechselseitig wählt nun jeder Spieler eine seiner Kommando-Karte und aktiviert je nach gewählter Karte eine Anzahl von Einheiten, die sich bewegen und schließlich mit Hilfe von Würfeln Gegner im Nah- oder Fernkampf attackieren. Beeinflusst werden diese drei Aktionen auch durch die verschieden Geländearten, den Truppentyp und die gewählte Kommandokarte. Durch ausgeschaltete Einheiten und eroberte Gebiete werden Siegpunkte gesammelt. Wird eine im Szenario vorgegebene Anzahl an Siegpunkten erreicht, ist das Spiel beendet.

Das Ganze ähnelt also dem klassischen TableTop und ist aus diesem Grund eine großartige Ergänzung bzw. lässt es sich auch gut mit einem TableTop-Spiel verbinden. Ein Beispiel wäre die Schlacht von Waterloo, welche man als „herkömmliches“ TableTop abhandelt, aber vorher die Schlachten von Quatre Bras und Ligny mit  Commands & Colors: Napoleonics austrägt, um so die Ausgangslage für das große „Waterloo“-Spiel zu verändern.

Neben den Grundregeln verwendet jede der Commands & Colors Varianten weitere Regeln, die speziell auf die Epoche zugeschnitten sind. Bei Commands & Colors: Napoleonics sind dies die Kommandeure, welche die Moral der Einheiten beeinflussen, die Karree Formation der Infanterie bei Kavallerie-Angriffen, die Fähigkeit von Kavallerie sich zurückzuziehen und die Möglichkeit Nahangriffe der Infanterie und Kavallerie mit der Artillerie zu kombinieren.

Neben dem Grundspiel von Commands & Colors: Napoleonics, welches auch Armeen für Frankreich, England und Portugal Armee enthält, gibt es bereits 6 weitere Ausbausets. Die ersten 4 Ausbau-Sets behandeln die Armeen von Spanien, Österreich, Russland und Preußen. Das Ausbauset 5 enthält neben neuen Einheiten für unterschiedliche Nationen auch eine Reihe von neuen Regeln, sowie ein neues Set Kommando-Karten sowie einen Satz Taktik-Karten, die dem Spielverlauf nun weitere Möglichkeiten eröffnen. Die Ausbauset 6 enthält neben weiteren Einheiten für alle Nationen vor allem zwei neue, unterschiedlich große Spielfelder. Das eine Spielfeld erlaubt nun größere Schlachten für 2 bis 8 Spieler. Das zweite, deutlich größere Spielfeld ist für sehr große Schlachten und 8 Mitspielern gedacht.

Wer mehr zum Spiel erfahren möchte, sollte sich auf dieser Seite umschauen: https://www.commandsandcolors.net/napoleonics/

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