The Great War – Commands & Colours

In diesem kurzen Bericht geht es wieder einmal um eine Commands & Colours Variante. Mit dem Brettspiel “ The Great War“ begibt man sich in den 1. Weltkrieg. Die Grundspiel-Box enthält Truppen der deutschen und der britischen Armee und thematisiert die Grabenkämpfe zwischen diesen Nationen an der Westfront.

Ungewöhnlich bei dieser Commands & Colours Variante, die wieder aus der Feder von Richard Borg stammt, sind gleich eine ganze Reihe von Dingen. Zunächst wurde das Spiel im Jahr 2015 über Kickstarter auf den Markt gebracht. Auch die Figuren sind für Commands & Colours ungewöhnlich, denn sie sind im 1/100 Maßstab gehalten, aus Hartplastik und müssen teilweise noch zusammengebaut werden. Dies ist der Zusammenarbeit mit „The Plastic Soldier Company“ geschuldet, die schon vorher mit ihren 1/72 Figuren und Fahrzeugen Erfahrungen in der TableTop-Szene gemacht hatte. Die Figuren sind wirklich gelungen und lobend muss erwähnt werden, dass die Einheiten unterschiedliche Posen enthalten. Etwas, das bei den meisten Figuren-Brettspielen nicht der Fall ist.

Es gibt im Grundspiel die Einheitentypen Infanterie, Mörser-Team, MG-Team, Offboard-Artillerie und Special-Figuren, wie Handgranaten-Werfer, die sich Einheiten anschließen können. Durch die Erweiterungen kommen noch Panzer und Feld-Artillerie hinzu.

Der Maßstab 1/100 macht es außerdem möglich, Infanterie, Artillerie und Panzer in einer zueinander passenden Größe zu halten. Die Infanterie kann sich zudem „realistisch“ durch die Gräben bewegen. All dies wertet die Optik des Spiels deutlich auf und es kommt sogar eine Art TableTop-Feeling auf. Auch das restliche Spielmaterial ist meiner Meinung nach hochwertiger und das Spielfeld realistischer in der Darstellung, als wir dies bei den älteren C&C Varianten gewohnt sind. Die Illustrationen im Regelheft und auf den Karten sind übrigens von Peter Dennis und somit zweifellos exzellent recherchiert. Alle Marker sind ein wenig größer und die Quick-Summary-Sheets etwas übersichtlicher. Man merkt, dass man bei dieser C&C-Variante aus alten Fehlern oder Mängeln gelernt hat.

Nachdem Grundspiel auf den Markt geworfen worden war, erschien wenige Wochen später eine Erweiterungsbox mit Panzern, diese sogar „prepainted“, und Feld-Artillerie. Im Jahr 2018 folgte dann, wieder über Kickstarter, die Erweiterung für die Franzosen. Zusätzlich konnte man auch französische Panzer und britische Whippet Panzer erwerben. Insgesamt also eine runde Sache, wenn man die Schlachten der Westfront nachspielen möchte. Soweit also zum Inhalt und der Ausstattung, die mich voll überzeugt haben.

Kommen wir zum Regelwerk und den Spielmechaniken. Die Regel basieren im Grunde stark auf dem altbekannten C&C-System. Es gibt ein Spielfeld mit drei Zonen, auf dem die Einheiten mit Hilfe von Kommando- und Taktikkarten aktiviert werden. Auch das Kampfsystem ist mit anderen C&C-Spielen, wie Memoir 44, vergleichbar.

Es werden Kampfwürfel je nach Einheitentyp und Entfernung geworfen und entsprechend der Treffer gegnerische Figuren, abzüglich der Geländemodifikationen, entfernt. Die Szenarien sind ebenfalls ähnlich aufgebaut, es geht um Siegpunkte durch das Vernichten von Einheiten oder durch Halten von Geländestücken. Hier steht die Eroberung von feindlichen Gräben oder der Durchbruch der gegnerischen Frontlinie im Vordergrund.

Neu sind ein vorbereitendes Trommelfeuer auf das Niemandsland vor Spielbeginn sowie Off-Board Artillerie, die während des Spiels zum Einsatz kommt. Das Trommelfeuer sorgt für die so typischen Granattrichter, welche der Infanterie Deckung bieten. Die Artillerie beschießt die feindlichen Linien mit Hilfe einer großen Schablone, die eine Mischung aus Intensität und Abweichung simuliert.

Die Kommandokarten oder gegnerische Aktionen können außerdem durch Combat-Karten ergänzt bzw. gekontert werden. Neu ist auch ein Ressourcen-Management mit Hilfe von „Headquarter-Token“, die den Einsatz der Combat-Karten und der Off-board Artillerie begrenzen. Sehr viel komplexer sind die Regeln für die Panzer, die eine Mischung aus altbekannten und neuen Mechaniken, wie das Versagen des Motors beinhalten.

Bisher habe ich nur zwei kleine Testspiele absolviert, aber ich hoffe auf weitere Spiele in größerer Runde am nächsten Wochenende. Ich werde berichten.

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