BEJA – IM SUDAN

Geschichte

Die Beja (auch Bedscha, Bega oder Bedja genannt) sind in ihrer langen Geschichte stets als unerschrockene Krieger bekannt. Der britische Schriftsteller Rudyard Kipling machte sie durch ein Gedicht unter dem Namen „Fuzzy-Wuzzy“ berühmt. Die Beja waren und sind Halb-Nomaden, die in der Nubischen Wüste und in den Bergen an der Küste des Roten Meeres leben. Sie zählen zu den so genannten Hamitischen Völkern und sind damit die größte Gruppe nicht-arabischer Ethnien im Nordsudan. Sie nennen sich selbst Bedawiyet. Ihre Sprache gehört zu den Kuschitischen Dialekten und wird To-Bedawiye genannt. Die Beja leben schon seit rund 4.000 Jahren in diesem Gebiet, stammen aber vermutlich aus dem Hedjaz der Arabischen Halbinsel. Während der Blütezeit des Römischen Imperiums und in der Spätantike werden sie als Volk der Blemmyes erwähnt. Seit dem 6. Jahrhundert gehörten sie dem Christentum an, mussten sich aber dann im 13. Jahrhundert den Mameluken beugen und zum Islam übertreten.

Lebensraum

Das Gebiet, in dem die Beja leben, kann in drei unterschiedliche Regionen unterteilt werden. Die Ebene zwischen der Küste und den Bergen des roten Meeres, die als Gwineb bekannt ist, erstreckt sich vom Tokar Delta bis nach Haliab im Norden. Die nördlichen und westlichen Ebenen, Atbai genannt, verlaufen von den Westhängen der Berge, bis an den Nil und die Ägyptische Grenze im Norden. Die Atbai ist Teil der Nubischen Wüste und besteht hauptsächlich aus öden Landstrichen, in denen nur wenige Quellen und Wasserstellen zu finden sind. Weiter südlich, neben dem Ostufer des Atbara Flusses verlaufend, ist die Tamarab, eine Steppenlandschaft, in der Wasser wesentlich häufiger zu finden ist und in der die besten Weidegründe und Anbaugebiete des östlichen Sudans liegen.

Stämme

Es gibt fünf große Beja Gruppen – die Hadendow, die Bisharin, die Amar’ar, die Beni-Amir und die Ababda.

Die Hadendowa entwickelten sich um 1600 in einen Stammesverband und sind die größte und wichtigste Gruppe der Beja. Ihre Bevölkerungszahl wird für das Ende des 19. Jahrhunderts auf ca. 100.000 geschätzt. Die Ausdehnung in neue Territorien und die stetig steigende Bevölkerungszahl sind im westlichen auf Eroberungen, Heirat und die Aufnahme von kleineren Gruppen in ihren Stammesverband zurückzuführen. Der Name Hadendowa soll von hada (Löwe) und (n)diwa (Clan) stammen. Zu den größten Stämmen der Hadendowa zählten die Wailaliab, Samarar, Gemilab, Buglinai, Tirik, Emirab, Shaboidinab, Hakolab, Bushairiab, Meishab, Shara’ab, Samaramdowab, Gar’ib, Kalolai, Hamdab, Beiranab, Gurhabab und Rabama. Sie leben zwischen dem Atbara Fluss und dem Roten Meer. Im Norden reicht ihr Lebensraum bis Suakin und im Süden bis an die Grenze Eritreas. Die Suche nach guten Weidegründen führte oft zu Auseinandersetzungen mit den am östlichsten wohnenden Bisharin-Stämmen. Außerdem herrschte eine ständige Fehde zwischen den Hadendowa und den Beni-Amir. Der große Führer der Hadendowa war Musa Ibrahim, der Neffe des Muhammad Din, welcher die Türkisch-Ägyptische Armee 1840 zurückschlagen konnte. Musa wurde von den Ägyptern an die Macht gebracht und er sorgte für die Vereinigung der Hadendowa, die zwischen Kassala und Suakin lebten. Den Ägyptern fiel es nie leicht, die Hadendowa zu beherrschen. Sie sicherten zwar die Transportwege, waren aber nicht bereit Tribut zu zahlen. Die Stämme, die in den Hügeln lebten, konnte sogar ihre vollständige Unabhängigkeit bewahren. Musa Ibrahim starb 1884 und seine Nachfolge wurde von seinem Sohn Muhammad Bey Musa angetreten.

Die Gruppe der Bisharin entstand irgendwann zwischen 1000 und 1400. Von allen Beja – Gruppen haben sie das größte Territorium. Ihre Bevölkerungszahl lag im spätem 19. Jahrhundert aber nur bei etwa 50.000. Die Bisharin leben in den nördlichen und westlichen Ebenen der Atbai und sind in zwei Hauptgruppen, die Um Ali und die Um Nagi unterteilt. Zu der Gruppe der Um Ali zählen die Stämme der Aliab, Amrab, Hamadorab und Shatirab, wobei die beiden letztgenannten die nördliche Küstenebene und die Hügel bewohnt. Die Um Nagi unterteilen sich einerseits in die Ariyab und die Nafaab Mansurab, welche westlich und südlich der Atbai, sowie in Teilen der Tamarab wohnen und anderseits in die Adeloyab, Hamadab, Ibrahimab, Wailaliab, Batran, Garab, Mushbolab und Madakir, die am Atbara und in der südlichen Hälfte der Tamarab leben. Die Bisharin halten hauptsächlich Kamele. Sie und ihre Nachbarn die Amarar sind berühmt für ihre Züchtungen. Die Atbai Bisharin lebten von der Türkisch-Ägyptischen Regierung nahezu unbehelligt, obwohl sie viele Handelsbeziehungen mit Oberägypten unterhielten. Die Hamadorab und Shatriab an der Küste profitierten zwar auch vom Handel mit Ägypten und Arabien, blieben aber außerhalb des Türkisch-Ägyptischen Einflussbereiches. Das galt dann auch für die Zeit von 1880 bis 1898, in der sie weder mit den Mahdisten, noch den Ägyptern gemeinsame Sache machten. Einfluss hatte die Ägyptische Regierung hauptsächlich im Gebiet des Atbaras, wo sie sich in den Jahren nach 1840 behaupten konnte.

Zwischen den Bisharin und den Hadendowa leben die Amarar. Ihre Bevölkerungszahl lag bei 70.000 Menschen, die in drei Hauptgruppen unterteilt sind, die Fadlab, Esharab und Otman. Die Otman sind weiter in die Stämme der Aliab, Gwilai, Kurbab und Nurab unterteilt, die in der Gegend um Tokar leben. Die Amarar formten sich um 1750 zu einer eigenständigen Gruppe. In der frühen Zeit der Türkischen Herrschaft lebten die Amarar hauptsächlich in den Kohrs und den westlichen Hängen des Roten Meeres. Im Laufe der Zeit konnten sie sich aber durch Heirat mit Stämmen der Bisharin und Hadendowa auch auf das Gebiet zwischen Kohr Arbaat und dem Atbara ausdehnen. Ihre Ausbreitung wurde auch durch den aufkommenden Konflikt zwischen den Atbei und den Atbara Bisharin begünstigt, welcher zustande kam, als ein von den Ägyptern unterstützter Sheikh in der Atbara Region eingesetzt wurde.

Die östlichste Gruppe der Beja, die Beni-Amir wurden stark von der Türkisch-Ägyptischen Regierung unterstützt. Sie sind eigentlich nicht als ein Stammesverband zu sehen und unterscheiden sich in ihrer Struktur stark von den anderen Beja Gruppen. Sie verfügen über eine Art Kastensystem, welches aus kleinen aristokratischen Familien, den Nabtab besteht, denen eine große Anzahl Diener, Sklaven und unabhängige Klienten, die Tigre genannt werden, angehören. Unter den Beni-Amir (sie werden auch Khasa genannt) gibt es nur einige wenige die To-Bedawiye sprechen. Hauptsächlich ist hier das Tigrinya verbreitet, ein Dialekt, der von vielen gesprochen wird, die in der Nachbarschaft zu Abessinien leben. Der Lebensraum der Beni-Amir liegt auf beiden Seiten der Grenze, die zwischen dem Sudan und dem heutigen Eritrea verläuft. Sie lehnten sich nicht gegen die Türkisch-Ägyptische Herrschaft auf, sondern zahlten Tribut und stellten Hilfstruppen für die Ägyptischen Expeditionen, die von 1850 bis 1870 in das Sennaheit und Massawa Gebiet unternommen wurden. Die Beni-Amir hatten außerdem so etwas, wie einen obersten Führer, den Diglal, dessen Macht mit Hilfe der Ägypter auch in angrenzende Gebiete ausgedehnt werden konnte. Dadurch, dass es dem Diglal gelang mehr und mehr Klienten an sich zu binden, konnte er sich auch gegenüber den Nabtab behaupten. Während der gesamten Mahdiya standen die Beni-Amir auf der Seite Ägyptens und später auch Italiens.

Die Ababda, die nördlichste Gruppe, lebt in Oberägypten und im Nordost Sudan, zwischen dem Nil und dem roten Meer. Sie sprechen fast ausschließlich Arabisch und nur einige Clans im Randbereich, in Nähe der Bisharin, sprechen To-Bedawiye. Sie nennen sich selbst „Söhne der Jinns“. Ihre Bevölkerungszahl im 19. Jahrhundert wird auf ca. 30.000 in Ägypten und 40.000 im Sudan geschätzt. Sie spielten praktisch keine Rolle in der Mahdiya.

Lebensweise

Die fünf Gruppen waren in Stämme (bedana), mit teilweise eigenen Stammestrommlen aus Kupfer (nahas) oder eigenen Priester- und Häuptlingsclanen unterteilt und diese Stämme setzten sich wiederum aus einer Vielzahl von Clans (diwab) zusammen. Oberhaupt eines großen Stammesverbandes war der Nazir. Ein Clan erhielt seinen Namen durch seine Vorfahren und wurde in männlicher Linie weitergegeben. Die Loyalität gehörte in erster Linie dem Clan und nicht den Stamm. Anderen diwabs wurde stets mit Misstrauen begegnet und auch die übrigen Beja – Gruppen wurden als Fremde angesehen. Ein Vertrauensverhältnis bestand somit nur innerhalb der Familie und zwischen guten Freunden. Alle anderen wurden als potentielle Feinde betrachtet. Die Größe eines diwab variierte zwischen ein bis zwölf Familien. Die Clans lebten meist weit verstreut und in großer Entfernung zueinander.

Das „Gesicht wahren“, Ehre und Bescheidenheit sind die Schlüsselelemente in der Sichtweise der Beja. Ein wahrer Beja Mann, wird gern als „Verantwortlicher“ gesehen, der seine Ehre und die des Clans dadurch bewahrt, das er mutig und beherrscht handelt und fähig ist, die Frauen und Kinder, sowie alle Gäste vor Gefahren zu beschützen und für sie zu sorgen. Jeder Mann ist außerdem auch für die Gemeinschaftsehre seines diwabs verantwortlich. Gastfreundschaft ist ein wichtiger Bestandteil dieser Ehre. Ein Gast muss mit allem Notwendigen versorgt werden und es muss sichergestellt sein, dass er es bequem hat und immer genug Nahrung bereit steht.

Tänze in der Öffentlichkeit werden ausschließlich von Männern vorgetragen. Dabei treten ein oder zwei Männer aus einem Kreis von Zuschauern in die Mitte und springen dann im Takt der Trommler hoch in die Luft. Die Tänzer springen gleichzeitig, wobei jeder versucht höher als der andere zu springen. In dem Film „Vier Feder“ aus dem Jahr 1939, gibt es eine Szene, in der einige Hadendowa diesen Tanz zeigen. Bei besonderen Anlässen, wenn die nahas, die Stammestrommeln, geschlagen werden, werden auch Scheinkämpfe mit Schwert und Schild ausgetragen.

Frauen stehen unter dem Schutz der männlichen Mitglieder des Clans, besonders der ihrer Brüder, mit denen sie eine engere Beziehung haben, als mit ihren Ehemännern. Die Frauen erledigen die Hausarbeit und kümmern sich um die Kinder und das Lager. Sie mahlen das Korn und bereiten die gesäuerte Butter, o’la und kochen den beliebten Brei aus Durra. Die Männer hüten die Herden, erledigen den Handeln und beschützen ihre Besitztümer. Hochzeiten werden meist durch den Vater arrangiert, wobei Cousins die bevorzugten Partner sind, so das jeder in der Gemeinschaft der Großfamilie blieb und speziell die Frauen nicht in unbekannte Gruppen ziehen müssen. Der Beja Mann sieht seine Familie als sicheren Hafen, in dem er sich von den Gefahren der Außenwelt erholen kann. Der Mann geht außerhalb des Lagers stehst bewaffnet mit Dolch, Schwert und Speer, immer bereit sich möglichen Gefahren entgegen zu stellen. Frauen, Kinder und alte Männer leben in mehr oder weniger festen Lagern, während die jungen starken Männer große Distanzen mit ihrem grasenden Vieh zurücklegen. Von den Männern wird erwartet, dass sie dem Lager tagsüber fern bleiben, damit die Frauen diese Zeit miteinander verbringen können. Beja Frauen lieben es, Rauchbäder zu nehmen. Der Rauch wird aus einer Mischung von Holzkohle und Weihrauch erzeugt. Er hat eine angenehmen Geruch und mach die Haut heller.

Die Beja haben ihre eigenen Gesetze und der Umgang mit strafbaren Handlungen wird nicht vergleichbar mit der Sharia gehandhabt. Sie bevorzugen den Kompromiss und Entschädigung im Gegensatz zur Rache. Die Beja haben eine starke Beziehung zu ihrem Landbesitz und würden jeden bekämpfen, der ihr Recht darauf zu beschneiden versucht. Stammesfehden können dadurch ausgelöst werden, dass Äste zur Holzkohleherstellung geschnitten werden, ein Brunnen in feindlichem Gebiet gegraben wird, durch den Diebstahl von Vieh oder durch einen gewaltsamen Angriff auf ein Stammesmitglied. Wird jemand ermordet, so setzen sich die führenden Sheikhs sofort zu einer Beratung zusammen, um eine Blutgeld festzulegen. Durch diese Maßnahme soll die Blutrache unterbunden werden. Kann keine Einigung erzielt werden, muss Rache genommen werden und eine blutige Stammesfehde entbrennt. Ein Grund dafür, dass die Diwabs meist unter sich bleiben, besteht darin, das Risiko einer Stammesfehde zu minimieren. Sie halten außerdem ihre Frauen und Kinder isoliert, um keinen Anlass zu provozieren, der zur Blutrache führen könnte.

Das Lager (maskab) besteht aus niedrigen Zelten. Diese Zelte (bidaigau), die wie halbierte Tonnen aussehen, bestehen aus zwei Pfählen, zwischen denen zu einem Halbkreis gebogene Stangen in der Erde verankert sind. Dieses Gerüst ist doppelt gedeckt. Zum einen gibt es eine Außenwand, die mit Matten (takaib) belegt, die aus geräucherten Palmenfasern geflochten sind und welche durch Holznadeln miteinander verbunden werden. Die Innenwand besteht aus Ziegenhaarteppichen (kujra). Zum Schutz vor Regen und Wind kann diese Konstruktion zusätzlich mit schweren Tuchbahnen und Ziegenhäuten bespannt sein. Der Zeltboden ist wieder mit Bastmatten ausgelegt auf denen niedrige Bettgestelle (arkai) aufgestellt sind. Um das Zelt wird meist noch ein Wall aus Dornenbüschen (zariba) angelegt. Für den Auf- und Abbau der Zelte ist allein die Frau verantwortlich. Zum Lagerplatz gehören immer ein Weideplatz und eine Wasserstelle, die nur mit Erlaubnis des Clans benutzt werden dürfen.

Je nach Region und Stamm besteht das Vieh des Clans aus Kamelen oder Rinderherden, sowie Zeigen und Schafen. Ihre Nahrung setzt sich deshalb auch hauptsächlich aus Milchprodukten und dem Fleisch ihrer Herden zusammen.

Bekleidung

Die Kleidung und Haartracht der Beja war nicht Teil eines traditionellen Stammes-Kostüms, sondern eine Mode, die im ganzen Raum des Roten Meeres verbreitet war.

Das Haar der Männer war ein wichtiges Symbol ihrer Männlichkeit. Je buschiger die Haarpracht, tiffa in ihrer Sprache genannt, je angesehener war auch ihr Träger. Aus diesem Grund verbringen die Männer einen Großteil ihrer arbeitsfreien Zeit damit, die Harrtracht zu pflegen und in Form zu bringen. Die üblichste Art die Haare zu tragen, ist das Auftürmen auf dem Kopf. Das Haar wird dazu über die Ohren gezogen und dann horizontal in zwei Bereiche geteilt. Die obere Haarmasse wird zu einem Knoten aufgerichtet, während der untere Teil kraus und aufgefächert bleibt oder in kleine Locken geflochten wird. Die untere Hälfte reicht dabei oft bis auf die Schultern und dient so als Sonnenschutz für den Nacken. Zum Schluss wird das Haar dann vollständig mit Hammelfett bestrichen und mit feinem Sägemehl aus Sandelholz bestreut, wodurch die Locken eine gelbbraune Farbe erhalten. Zunächst sieht das Ganze recht beeindruckend aus, aber schon nach einer Stunde beginnt das Fett zu zerlaufen und Tropfen fallen auf Schulter und Kleidung. Ein kleiner hölzerner Haarpfeil (kuhlal), der zur Gestaltung der Frisur dient, wird für gewöhnlich in die obere Hälfte des Haares gesteckt. Das Haar kann jedoch auch kurz geschnitten oder komplett zum Hinterkopf hin zusammengesteckt sein. Im Laufe der Mahdiya wurde es üblich, dass der Kopf kahl geschoren war und nur die takia, eine kleine Stoffkappe, ähnlich der jüdischen Kippa, oder eine Strohkappe mit Stoffmuster getragen wurde.

Die übliche Kleidung der Beja war die tobe, ein langer, schmaler Wollstreifen, der manchmal mit einem farbigen Rand versehen wurde. Die tobe wurde normalerweise um die Hüften gewickelt, so dass der Oberkörper unbedeckt blieb. Darunter wurden entweder kurze und auch lange, weite Hosen getragen. Die Tobe ähnelte manchmal auch einem kurzem Hemd, dann wurde ein loses Ende über eine oder beide Schultern drapiert oder das Ganze wurde zu einer Art Mantel gefaltet. Ursprünglich wurde unter der Tobe ein kragenlosen Hemd mit langen oder kurzen Ärmeln getragen. Im 19. Jahrhundert scheint dies aber aus der Mode gekommen zu sein. Die Farbe der Tobe war für gewöhnlich weiß, wurde aber durch Gebrauch schnell grau oder nahm eine beigen Farbton an. Abbildungen zeigen außerdem eine große Bandbreite an Terra Cotta – Tönen. Die üblichen bunten Flicken, die von den Anhängern des Mahdi auf der Kleidung getragen wurden, waren erst später üblich und tauchten erstmals in der Kampagne von 1885 auf. Nach der Schlacht von Tamai im Frühjahr 1884, wird von Wylde eine Beschreibung der Beja gegeben:

„…nur sehr wenige trugen die Kleidung der Derwische. Die meisten hatten ihre tope um die Hüfte gewickelt und nur ein paar kleine rote und blaue Stoffstücke darauf genäht, um auf ihr Wissen um die Existenz des Mahdi und seine Geflogenheiten hinzuweisen. Nur wenige hatten ihre Bärte abrasiert und die Mehrheit trug die berühmte Haartracht der Beja“.

Völlig anders fällt dann seine Beschreibung rund ein Jahr später aus:

„Der Feind war in die Uniform der Derwische gekleidet, die aus dem weißen Hemd mit den blauen und roten Flicken bestand. So lange diese Uniform neu ist, sieht sie recht seltsam aus und ihre auffallende Farbe scheint für die Buschlandschaft wenig geeignet, da sie schon aus großen Entfernung gesehen werden konnte. Sobald sie jedoch schmutzig wurde, war sie schon weit weniger auffällig. Die Uniform hatte sich seit der Schlacht von Tamai sehr geändert. Damals trug kaum jemand die gleiche Kleidung, wie ein zweiter und es gab nur wenige, die sich die kleinen roten und blauen Stoffflicken auf ihr Hemd genäht hatten. Nun jedoch, wie uns von unseren Spionen mitgeteilt wurde, hatten fast alle feindlichen Stämme die Uniform des Mahdi angenommen. Eines der auffälligsten Merkmale dafür, dass sich die Zeiten geändert hatten waren die abgeschnittenen Haarlocken der Beja“.

Auch De Cosson gibt in seinem Buch eine ähnliche Beschreibung, als er nach der Schlacht von Torfek die Toten betrachtet:

„Sie hatten ihre Köpfe geschoren, was ihnen ein völlig anderes Aussehen zu den Zeiten gab, in denen ich das letzte Mal hier im Lande weilte. Es zeigte, das der Einfluss des Mahdi erheblich gestiegen sein muss,, so das er es vermochte die Mode und Haartracht, die vorher mit so viel Stolz gepflegt wurde, zu ändern…nun trugen sie kleine, runde Kappen aus Stroh, verziert mit Rhombenmustern aus Stoff, wie es auch an ihrer Kleidung üblich war“.

Die jibbah, wie das lange Hemd der Ansar genant wurde, war jetzt oft mit farbigen geometrischen Musterbändern, die am Kragen, am Saum oder über das Hemd liefen geschmückt. Gängig waren zum Beispiel Rhomben- und Sägezahnmuster. Vermutlich wurde diese Mode über die Handelsroute, die von Berber nach Suakin führte, verbreitet, denn es ist bekannt, dass die dort am Nil lebenden Stämme die gleiche Tracht verwendeten.

Um den Hals wurden oft Lederamulette oder Ketten aus kleinen Holzkugeln getragen. Um den Oberarm war manchmal eine kleine Ledertrommel mit einer Schnur befestigt. Dieser Behälter enthielt Koransprüche und sollte so den Träger vor Unheil schützen. Die Beja gingen entweder barfuss oder sie trugen einfache Sandalen aus Kamelleder, die aus einer Ledersohle mit eine anschließender Zunge bestanden, die über den oberen Teil des Fußes geschlagen wurde, welche dann mit Lederstreifen um die Ferse und den großen Zeh befestigt war.

Waffen

Die Beja waren mit dünnen gebogenen Wurfhölzern, mit Speeren, Schwertern und Dolchen bewaffnet. Die Wurfhölzer wurden aus dem Holz der Mimose gefertigt. Die Blätter der Speere hatten unterschiedliche Formen, vorherrschend war ein langes und schmales Blatt. Die Schwerter, kaskara genannt, waren gerade und doppelschneidig. Sie wurden in roten Lederscheiden geführt, die man an Ledergurten über der linken Schulter trug. Schwertscheide und Tragegurt waren oft mit Ornamenten versehen. Das Schwert wurde hoch geschätzt und vom Vater auf den ältesten Sohn vererbt. Ein Junge erhielt im Alter von 14 bis 15 Jahren Schwert und Schild, womit angezeigt wurde, dass er jetzt als Mann und Krieger galt. Die einzelnen Teile des Schwertes hatten ganz spezielle Namen. Der Griff hieß el-gaim, der Schwertknauf el-toma und das Kreuzstück el-bershem. Die Quaste am Griff hatte die Bezeichnung el jedla. Es gab vier Klingentypen: Sulimani daud hatte drei parallel verlaufende Blutrinnen, die entlang der Klinge liefen, wobei die mittlere Rinne bis in die Spitze reichte; Sulaimani abu shabeish hatte eine ähnliche Form, der Klingenbereich oberhalb des Hangriffes hatte jedoch gravierte Inschriften; El-kar hatte eine einzelne Rinne bis zur Spitze; Dukkari abu duban hatte eine kurze zentrale Rinne und drei Markierungen, die dukkeri abu dubban, nugara und ’asad genannt wurden. Dolche (shotal) gab es in viele Varianten und die Klinge konnte sowohl gerade, als auch gebogen sein. Die Griffe bestanden aus gelbem Mimosenholz oder aus schwarzem Ebenholz. Die Dolchscheide war aus braunem oder rotem Leder gefertigt. Die kurzen Dolche mit gerader Klinge wurden für gewöhnlich am linken Oberarm getragen. Die Schilde der Beja waren aus Leder und hatten eine ganz bestimmte Form, die nur in diesem Teil des Sudan verwendet wurde. Der Schild, mit einem Durchmesser von 60 cm, war rund mit einem konischen zentralen Schildbuckel, in dem ein lederner Handgriff eingearbeitet war. Im rechten Winkel zum Handgriff war links und rechts am Schildrand ein Loch geschnitten. Oft wird erwähnt, dass die Schilde aus den Häuten des Nashorns gefertigt waren, gängiger war jedoch Giraffenleder, welches die notwendigen Eigenschaften, leicht und robust, am besten kombinierte. Je nach Region wurde auch Büffel- oder Elefantenleder verarbeitet. Nilpferdleder wurde nicht verwendet, da die Schilde durch die dicke Haut zu schwer wurden.

Kamele

Die Beja kämpften normalerweise zu Fuß, aber sie ritten auch auf Kamelen. Die Hadendowa, die Rinder züchteten, waren nicht als große Kamelreiter bekannt. Die besten Kamele und Reiter brachten die Bisharin und die Amarar hervor. Es wird sogar angenommen, dass die Beja zu den ersten Afrikanern gehörten, die seit Beginn der christlichen Zeitrechnung, die Zucht von Kamelen betrieben. Das war sicher auch einer der Gründe, die dazu führten, dass sie die Kontrolle über die Wüsten-Handelsroten erlangten, die von den Häfen des roten Meeres, zu den Tälern des Nils führten. Zwei der berühmtesten Züchtungen, die Ba Nagir und Kiliewau, wurden von den Stämmen der Hamadorab und Aliab Bisharin hervorgebracht. Die Bisharin Kamele der Atbai Wüste galten als die besten im Sudan, sie waren stark, ausdauernd und schnell. Sie brachten es auf eine Reisegeschwindigkeit von 6 bis 7 Stundenkilometern. Die Kurbad Amarar züchteten ein kleineres Kamel, das aber vielseitig eingesetzt werden konnte. Beja Kamelreiter sind seit dem Mittelalter für ihre Reitkünste und den geschickten Umgang mit dem Kamel im Kampf gerühmt worden. Ein guter Reiter konnte im vollen Galopp auf seinem Kamel stehen und eine Schale Milch halten, ohne dass ein Tropfen verschüttet wurde. Die Kamelsättel waren aus einem Holzgestell und wurden mit Leder und einem Schaffell gepolstert. Es wurden zwei Arten von Satteltaschen verwendet. Es gab den ledernen khur, der über die Mitte des Sattels geworfen wurde, so dass ein Beutel auf jeder Seite hing und den jurab, der oft aus der Haut einer Gazelle bestand und dann eine dem Körper des Tieres ähnliche Form hatte. Er wurde an dem vorderen und hinteren Sattelknauf befestigt und dem kuhr vorgezogen, der nicht soviel Gewicht tragen konnte. Außerdem gab es noch einen konisch geformten Speerköcher, der üblicherweise aus weichem dunklem Leder gearbeitet war. Der Köcher wurde vermutlich, genau wie der Schild auf Reisen, an einem der Sattelknäufe befestigt. Geführt wurde das Kamel mit einem einfachen Lederseil, das auf einer Seite des Kopfes befestigt war.

Kampfweise

Schusswaffen wurden von den Beja kaum verwendet. Selbst Beutewaffen wurden nur selten eingesetzt, da die Beja, auf Grund mangelnder Erfahrung, nur sehr schlechte Schützen waren. Sie kämpften lieber mit den traditionellen Waffen, dem Speer und dem Schwert. So bewaffnet, rückten sie unter Ausnutzung jeder sich bietenden Deckung auf den Gegner vor und griffen dann mit einem schnellen und heftigen Vorstoß an. Deckung bot nicht nur das unwegsame Gelände, sondern auch die dichten und hohen Mimosenbüsche, die typisch für diese Region des Sudan sind. Wenn sie angriffen, wurden zunächst die Wurfhölzer gegen die Köpfe der Gegner oder die Beine der Reittiere eingesetzt. Danach folgte der Nahkampf mit Speer und Schwert, wobei immer auf lebenswichtige Körperteile, wie Kopf, Brust oder Magen gezielt wurde. Oft wurde beim Kampf mit dem Schwert dieses auch zweihändig geführt und es gibt einige Augenzeugen die sahen, dass durch die Wucht dieser zweihändigen Schwerthiebe Köpfe vom Körper getrennt und Schädel in zwei Hälften gespalten wurden. Bennt Burleigh berichtet nach der Schlacht von Tamai, dass viele Soldaten Platzwunde und Beulen am Kopf aufwiesen. Verletzungen, die von den Wurfhölzern der Beja stammten. Wylde berichtet: „Ich fand Lt. Conybeare, er war nur knapp dem Tode entronnen, als er von einem Kamelstock niedergeschlagen wurde, welcher ihn schwer am Kopf traf.“
Es gibt auch Berichte, die zeigen, dass es bei den feindlichen Beja so etwas wie eine berittene Infanterie gab. Eine Truppe Kamelreiter wurde dabei versteckt hinter Sträuchern und Felsen gehalten, bis sich eine günstige Gelegenheit ergab. Dann saßen die Männer blitzschnell auf und versuchten dem Feind durch ein Umgehungsmanöver den Rückweg abzuschneiden. In einer Entfernung von 100 Metern zum Feind, stiegen die Reiter von den Kamelen und stürmten mit ihren Schwertern und Speeren auf den Gegner.

Mahdiya

Osman Digna nach seinerGefangennahme

Die Beja schlossen sich zunächst nur zögerlich den Truppen des Mahdis an. Sie waren auch allgemein nicht so fanatisch religiös, wie andere Volksgruppen des Sudan. Ausschlaggebend war wohl eher die alte Feindschaft mit den ungeliebten Türken und die Möglichkeit nun mit ihnen abzurechnen. Der Funke, der das Feuer des Aufstandes bei den Beja entfachte, war ein von der Regierung nicht eingehaltener Kamelhandel und das erscheinen eines einzelnen Mannes…Othman Abu-Bakr Dikna, besser bekannt als Osma Digna, ein ehemaliger Sklavenhändler mit einem kurdischem Vater und einer Mutter, die zum Stamm der Hadendowa gehörte. Im Jahr 1883, während Osman Digna sich in El Obeid aufhält, trifft er mit dem Mahdi zusammen, der in ihm den idealen Anführer für die Mahdiya im Osten des Sudans sieht. Er ernennt ihm zum Emir und schickt in an die Küste, um dort die Beja im Aufstand zu leiten. Als er im Mai 1883 von seinem Treffen mit dem Mahdi an die Küste zurückkehrt, kann er als ersten Stamm die Aliab von den Um Ali, einer Gruppe der Bisharin für den Aufstand gewinnen. Kurze Zeit später trifft Osman Digna mit Sheikh Muhammad al-Tahir ibn al-Tayyib al-Majdhub zusammen, der sich ebenfalls für den Mahdi entscheidet. Dieser Sheikh Tahir, angeblich ein ehemaliger Geschäftspartner Osmans, führt später die Truppen in der Schlacht von El Teb. Diese Allianz bringt einen Großteil der Hadendowa auf Osmans Seite. Der erste Stammesverband der Hadendowa, der sich ihm unterstellt, sind die Bushariab. Im Jahr 1884 folgten dann mehr und mehr Stämme dem Aufruf Osman Dignas. So gesellten sich die Hahalab, Samelab, Humdab, Omrah, Addel Rahnamab, Bushariab, Shedidinab, Sherab, Meshab, Samarab und Gidab, sowie die Sheikhs Mohamed el Amin, Ahmed el Kulhabi, der Sheikh von Khorahad und 8 weiter Sheikhs. in die Reihen der Aufständischen.

Sheik Mahmund Ali mit seinem Gefolge

Der Führer der Amarar, Nazir Hamad Mahmud, der in Ariab lebt, will sich weder für noch gegen den Mahdi entscheiden und bleibt zunächst neutral, was nicht weiter verwundert, da große Teile der Stammesgebiete der Amarar im Grenzbereich zwischen Suakin und den Aufständischen liegen. Die beiden Anführer Muhammad Adam Sa’adun und Onar Isa Magit der Abd al-Rahmanab von den Guilai Otman Amarar schließen sich jedoch sofort Osman Digna an. Sheikh Sa’adun kann jedoch am 15. April 1885 von den britischen Truppen gefangen genommen werden. Die Amarar entzweien sich aufgrund der Mahdiya und viele unterstützen aktiv die Regierung. Einige der Stämme wechseln häufig die Seite, je nachdem wie sich das Kriegsglück wendet. So verlassen 900 Amarar vom Stamm der Nurab unter der Führung von Sheihk Ali Redab die Aufständischen, als sie sehen, wie sich britischen Truppen rund um Suakin sammeln. Es gibt jedoch auch viele Stämme, die sich abwartend oder neutral verhalten und nur heimlich die Regierung unterstützen, wie die Khatmiyya. Einige stehen offen zu den Ägyptern, wie der Stamm der Shara’ab von den Hadendowa und die Stämme der südliche Küste, zu denen die Fadlab, Sindereit, Omar Hassayab und Nurab gehören, welche sich unter die gemeinsame Führung von Mahmud Ali dem Oberhaupt der Fadlab stellen, der dafür von den Ägyptern zum Bey ernannt wird. Die Stämme, die sich auf die Seite der Regierung schlagen, fordern natürlich die Zusicherung, dass die britischen Truppen in Suakin stationiert bleiben und so ihr Kampf gegen die Aufständischen nicht ohne Unterstützung ist. Dieses Versprechen bleibt jedoch aus und die regierungstreuen Stämme müssen 1884 und ein weiters Mal im Jahr darauf mit ansehen, wie die britischen Truppen ihre Schiffe besteigen und den Sudan verlassen. Trotz allem kämpfen die verbündeten Stämme, natürlich auch aus reinem Selbsterhaltungstrieb, weiter und können die Truppen des Osman Digna sogar fast vollständig aus der Küstenregion vertreiben. Erst 1887 erheben sich die Aufständischen erneut und belagern jetzt sogar die Stadt Suakin.

Nach vielen Jahren der erfolgreichen Kämpfe an der Ostküste, muss Osman Digna sich 1891 mit seinen Anhängern aus dieser Region zurückziehen. Nach seinem Besuch des Kalifen in Omdurman verlegt er sein Hauptquartier nach Adarama am Fluss Atbara. Nach den Schlachten von Omdurman und Umm Diwaykarat wird er schließlich am 19. Januar 1900 bei Tokar gefangen genommen. Er wird 1908 aus der Haft entlassen und lebt danach bis zu seinem Tode 1926 in Wadi Halfa.

Die Armee

Das Bündnis der Stämme unter der Führung Osman Dignas war nicht sehr stark. Die Anzahl der Männer in seiner Armee war daher großen Schwankungen unterworfen. In Zeiten großer Niederlagen, wie nach der britischen Kampagne von 1884, schrumpfte die Truppenstärke auf wenige 100 Männer. Eine der größten Truppenkonzentrationen wurde kurz vor der Schlacht von Hasheen im März 1885 erreicht. Schätzungsweise 17.000 Beja sollen dort in vier großen Gruppen gelagert haben.

Innerhalb einer Gruppe wurden die Fahnen der einzelnen Anführer getragen. Bei Tamai sollen beispielsweise 28 Fahnen gezählt worden sein. Eine dieser Fahnen war vom Mahdi an Osman Digna gesandt worden. Der Legende nach sollte sie eine Armee, welche die Fahne in ihren Reihen führte, unbesiegbar machen. Diese Weissagung erfüllte sich nicht und die Fahne wurde mit zwei weiteren Feldzeichen von den Briten auf dem Schlachtfeld von Tofrek gefunden. Neben dem Fahnenträger wurde jeder Anführer außerdem von seinen wakil, seinem Stellvertreter begleitet und beschützt. Der wakil des Osman Digna war Mustafa Hadal, welcher die Truppen oft selbst in der Schlacht führte. Abdul Ahad, ein ehemaliger Hafenarbeiter aus Suakin, war der Träger der Löwenstandarte des Osman Digna. Er soll außergewöhnlich groß und stark gewesen sein. Aufgrund seiner guten Kenntnisse der Stadt, wurde er auch zum Anführer der zahlreichen Nachtangriffe auf Suakin und die umliegenden Militärlager berufen. Anfang März 1885 wurde er bei einem solchen Angriff getötet.

Nach der Verwundung Osman Dignas, die ihm bei der Belagerung von Sinkat zugefügt wurde, führte dieser seine Truppen nicht mehr selbst in den Kampf, sondern bliebt hinten den Schlachtreihen zurück, um dort für den Sieg der Seinen zu beten. Da ein Beja nur Blutsverwandten vertraut, wurden deshalb in der Schlacht oft Mitglieder der Familie als Kommandeure eingesetzt. Bei Tamai ritt Sheikh Mohomed Moussa, ein Cousin Osmans, auf einem grauen Pferd in die Schlacht, wurde dort allerdings mit 3 weiteren Anführern getötet. Ein Sheikh oder Emir war auf dem Schlachtfeld leicht zu erkennen, da fast ausnahmslos nur diese auf Pferden in den Kampf zogen. Sie boten dem Feind dadurch natürlich auch ein leichtes Ziel.

Osman Digna trug oft die weite Robe eines Sheikhs, auf der in gelben und roten Schriftzeichen Verse des Korans gestickt waren. Die einfachen Krieger trugen zunächst die traditionelle Kleidung der Beja und nahmen erst nach und nach die neue Tradition der Ansar, das Tragen der jibbah und das anbringen Flicken darauf an.

Das Ende

Osma Digna am Ende seiner Gefangenschaft

Durch die Kriege der Mahdiya und einige Dürreperioden in dieser Zeit wurde die Population der Beja stark dezimiert. Man schätzt das 420.000 von fast 500.000 Bejas durch Krieg, Hunger und Krankheiten starben. Das heißt, dass um die Jahrhundertwende nur knapp 80.000 überlebten.

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