Overlord Museum

Seit meinem letzten Besuch in der Normandie vor 2 Jahren sind einige sehr schöne, neue Museen entstanden. In Colleville-sur-mer, also unmittelbar am Omaha Beach und dem Amerikanischen Ehrenfriedhof steht das Overlord Museum, welches am 05. Juni 2013 seine Pforten öffnete. Die dort ausgestellte Sammlung von Uniformen, Waffen und Fahrzeugen wird in aufwendigen, lebendigen Szenen dargestellt. Die gesamte Präsentation ist sehr professionell, vor allem wurde viel wert auf gute, effektvolle Beleuchtung gelegt. Vielfach wurden die Fahrzeuge und Uniformen auch „gealtert“, so dass die einzelnen Szenen wie ein Filmset wirken.

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Der Kurator des Museums ist Nicolas Leloup. Dessen Vater, Michel Leloup, hat über einen Zeitraum von fast 40 Jahren eine ungeheure Menge an Uniformen, Waffen, Fahrzeugen und persönlichen Objekten gesammelt, welche nun den größten Teil der Ausstellung des Overlord Museums ausmachen. Das Museum zeigt mehr als 10.000 Objekte aller 6 beteiligten Armeen und erzählt in kleinen Episoden die unterschiedlichen Operationen im Kampf um die Normandie.

Link: http://www.overlordmuseum.com/en/

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M4A1 Sherman / Wie bei den meisten Museen üblich, stehen auch hier einige Panzer vor dem Museumsgebäude. Hier ein M4A4 Sherman.

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M10 / Der Gun Motor Carriage M10, auch M10 Wolverine genannt, war der erste US-amerikanische Jagdpanzer, der im Zweiten Weltkrieg zum Einsatz kam. Darüber hinaus wurde er in einigen anderen Armeen verwendet. Gefertigt wurden die Modelle M10 und M10A1.

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Im Museum wird die Geschichte der Kämpfe in der Normandie relative chronologisch abgehandelt. Zunächst zeigt eine Szene die Kämpfer der Résistance, die in Funkkontakt mit den Alliierten stehen. Nett gemacht ist, dass die bedrohlichen deutschen Soldaten vor dem Haus, welche man durch die Fenster ausmachen kann, auch aus deren Sicht ein Diorama bilden, was wiederum vor dem Haus der Résistance-Kämpfer spielt.

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Hier ein Blick auf die Vorbereitungen der Britischen Fallschirmtruppen. Zu sehen ist auch „Rupert“, ein Puppe die als Ablenkung mit Fallschirmen abgeworfen wurde. Darunter eine britische Panzerabwehrwaffe, die PIAT, die mit einem Federmechanismus ausgestattet war.

Nachfolgend ein paar Ausschnitte aus der Szene „US Truppen und Panzer an den Landungsstränden Omaha und Utah“.

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LCVP / Das Landing Craft, Vehicle, Personnel (LCVP) oder auch Higgins-Boot war das am meisten benutzte Landungsboot im Zweiten Weltkrieg. Mit diesen Booten wurden die ersten Wellen der Amerikanischen Infanterie und Ranger am Omaha Beach angelandet. Es konnten aber auch kleine Fahrzeuge transportiert werden.

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Gut zu erkennen die schwarz-weißen D-Day Stripes, mit denen die Alliierten alle ihre Flugzeuge markiert hatten, um ein „friendly fire“ zu verhindern.

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M3 Half-Track / Das M3 Halbkettenfahrzeug war das US-amerikanische Gegenstück zum deutschen Sd.Kfz. 251. Auch beim M3 gab es diverse Varianten, wie die Selbstfahrlafette für Kanonen, Haubitzen und Mörser sowie den Flakpanzer.

Die nachfolgenden Bilder zeigen die deutsche Seite sowie ihre Abwehrmaßnahmen und Waffen. Zu sehen sind unter anderem eine PAK 38 und eine PAK 36, die beiden am häufigsten eingesetzten Panzerabwehrkanonen.

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Wesentlich seltener war die berühmte PAK 43, oft nur mit der Kaliberbezechung 8,8 betitelt.

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Nach der Landung und nachdem die Strandhinternisse beseitigt waren, drangen die US Truppen langsam in die Heckenlandschlacht der Normandie vor.

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GMC CCKW / 2 1⁄2 t 6X6 / US-Truck

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Ein erbeutetes deutsches Sd.Kfz. 2 besser als Kettenkrad bekannt.

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Hier im Bild das amerikanischen Amphibienfahrzeug DUKW (besser als „Duck“, also Ente bekannt).

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Helm eines Soldaten der 29th US Infantry Division, auch als „Blue and Gray“ bekannt. Diese Einheit war eine der beiden Divisionen, die den Strand von „Bloody Omaha“ stürmten.

Die nächsten Bilder zeigen britische und kanadische Truppen in ihren Landesektoren Gold, Juno und Sword.

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Soldaten unterschiedlicher Britischer Einhieten, ganz rechts ein Mann der Britischen Commandos, vor einem Strandhindernis (Belgisches Tor).

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Britischer Melder und britische Militärpolizei.

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Loyd Carrier / Dieses kleine britische Kettenfahrzeug wurde meist als Zugmaschine für die Ordnance Quick-Firing 6-pounder 7 cwt (PAK) verwendet.

Die weiteren Szenen zeigen nun die Kämpfe nach dem D-Day. Die deutschen versuchten nun die Alliierten durch einen Panzergegenstoß zurückzudrängen.

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Panzer IV / Bei dem hier ausgestellten Panzer handelt es sich um einen PzKpfw. IV Ausf. H. Dieses Fahrzeug stand zuvor im Falaise Museum, welches mittlerweile geschlossen wurde.

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Panther Ausf. A / Auch der Panther stammt aus dem alten Falaise Museum. Der Panzer wurde im April/Mai 1944 gefertigt, der Turm und das Rohr stammen allerdings von anderen Fahrzeugen.

Strabokran / Über dem Panther sieht man einen Strabokran. Dies war ein transportabler Straßenbockkran, der von den Panzerinstandsetzungseinheiten der Wehrmacht verwendet wurde. Es gab drei Varianten, die sich durch Traglasten von 15 bis 16 Tonnen und verschiedene Baujahre unterschieden. Es wurden bis Kriegsende um die 100 Stück gebaut und nur Werkstattkompanien der Einheiten, die mit Panther oder Tiger ausgestattet waren, verfügten über ihn.

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Dieser deutsche Schwerer Landungsträger B IV / SdKfz 301 wurde von der Bremer Firma Borgward hergestellt und konnte ferngesteuert eine Sprengladung an einem Ziel absetzen.

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Famo Sd.Kfz. 9 / Das Sd.Kfz. 9 (Sonder-Kraftfahrzeug 9 − Schwerer Zugkraftwagen 18 t) war ein schweres Halbkettenfahrzeug der deutschen Wehrmacht. Es wurde als Artilleriezugmaschine für die schwersten deutschen Geschütze sowie auch als Schlepp- und Bergefahrzeug entwickelt und während des Zweiten Weltkriegs bis zuletzt an allen Fronten eingesetzt. Die Größe dieses Fahrzeuges ist wirklich beeindruckend.

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Sd.Kfz. 251/7 – Pionierpanzerwagen / Diese Variante des berühmten deutschen Halbkettenfahrzeuges ist extrem selten, soweit ich mich erinnere, wurden nur 100 Stück gefertigt.

Die letzte Fotoserie behandelt die Kämpfe im Kessel von Falaise, in dem große Teile der Deutschen gefangen genommen und die Kämpfe um die Normandie beendet wurden.

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…und den Abschluss bildet natürlich ein Besuch im Museums-Shop.

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