FURY EXHIBITION

OK, der Film Fury, in Deutschland unter dem Titel „Herz aus Stahl“ bekannt, hat nicht nur Kinogänger, sondern auch uns historisch Interessierte zumindest inhaltlich maßlos enttäuscht. Ist der Film in der ersten Hälfte noch glaubhaft, so wird es am Ende leider völlig absurt. Der Regisseur David Ayer hat sich beim Drehbuch zwar durch Erzählungen von Veteranen und Bücher sowie historischen Bildmaterial inspirieren lassen, konnte aber das Ganze nicht in eine durchgehend gute Geschichte verwandeln.

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Die Handlung beruht nicht auf Tatsachen, vielmehr erzählt „Herz aus Stahl“ die fiktive Geschichte einer Panzerbesatzung der US-amerikanischen 2nd Armored Division, die in den letzten Wochen des 2. Weltkrieges mit ihrem Sherman Panzer „Fury“ in Deutschland operiert.

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Der Regiesseur David Ayer und der Schauspieler Bratt Pitt, der Don „Wardaddy“ Collier den Panzerkommandaten von Fury spielt.

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Das wirklich interessante an dieser Kinofilm ist, dass die Ausstattung ungewöhnlich realistisch ist. Das liegt unter anderem an der Zusammenarbeit mit dem Bovington Tank Museum. Diese Kooperation hat das Museum mit einer schönen kleinen Ausstellung gewürdigt. Im Jahr 2013 klopfte Hollywood an die Tore des Museums und es folgte eine 13 Monate andauernde Zusammenarbeit mit dem Filmteam von Fury.

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Die Ausstellung betritt der Besucher durch einen nachgebauten Kinoeingang.

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Zur Einstimmung wird der Trailer des Films gezeigt.

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Mehr als ein Dutzend Angestellte des Tank Museums nahmen an den Dreharbeiten teil.

Insgesamt 10 verschiedene funktionstüchtige M4 Sherman Panzer wurde für die Dreharbeiten verwendet. Für den Sherman Panzer „Fury“ wurde der M4A2E8 Sherman Panzer mit Namen RON/HARRY und der Kennnummer T-224875 eingesetzt. Der Panzer stammt ursprünglich aus den Reihen der Kanadischen Armee und wurde als Ausbildungshilfe im Militär College von Shrivenham verwendet, bevor er im Jahr 1985 ins Tank Museum kam. Bei diesem Sherman Modell handelt es sich um einen späten Typ im 2. Weltkrieg mit dem größeren 76mm Geschützrohr. Für die Filmarbeiten legte der Panzer mehr als 100 Meilen Fahrstrecke zurück.

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Der im Film verwendete Sherman M4A2E8 mit der Kennnummer T-224875.

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Für die Ausstellung behielt der Panzer die Bemalung und Ausstattung aus dem Film.

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Sogar die Schauspieler fuhren und lenkten selbst den Originalpanzer.

Eine Sensation war allerdings vor allem der Einsatz des letzten fahrtüchtigen Tiger I Panzer, der Panzerkampfwagen VI mit der Kennnummer 131. Für viele Kinobesucher ist die Szene, auf der 4 Sherman Panzer, unter anderem auch Fury, auf einen Tiger Panzer treffen, die herausragendste im gesamten Film.

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Der im Film verwendete Tiger I mit der Kennnummer 131.

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Der Tiger Panzer fährt bei besonderen Veranstaltungen auf dem Museumsgelände.

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Neben den Panzer wurde auch andere authentische Requisiten verwendet, wie zum Beispiel eine Kriegskarte von Hannover aus dem Jahr 1943.

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Diese Uniform wurde für den Schauspieler Jon Bernthal, der den Film-Charakter Grady Travis spielt, gefertigt. Travis war der Ladeschütze der Fury Besatzung.

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In der Ausstellung wird auch die Herstellung von Masken und Filmpuppen erläutert. Beispielhaft wird die Puppe des deutschen Offiziers aus der ersten Szene des Films gezeigt. Sie wurde so präpariert, das Brad Pitt mit einem echten Messer auf den Kopf einstechen konnte und Blut aus ihr floss.

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Die Deutsche Stadt in der Szene in der Mitte des Films wurde als aufwendiges Filmset nachgebildet.

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Die Ausstellung von „Fury“ im Museum ist diesem Filmset einer deutschen Stadt nachempfunden.

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Es wäre sicher hilfreich gewesen, mal einen deutschen „Sachverständigen“ nach korrekten deutschen Schildern und Texten zu fragen.

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In der Ausstellung werden auch die echten Veteranen gewürdigt, die über viele Jahre das Tank Museum mit ihrem Wissen unterstützten.

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2 Kommentare zu “FURY EXHIBITION”

  1. Suuuper. Also als genereller Filmfan finde ich das ja mega. Dem Film einen Ausstellungsbereich zu widmen ist klasse. Ansonsten teile ich mit Dir und vielen, vielen anderen die Zweifel an Fury.
    Na und man hätte den Kulissenbauern vielleicht die Rekonstruktion einiger deutscher Städte überantworten sollen. Schon klasse, was die da heute umsetzen.

    Gefällt mir

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