Gettysburg Tour – Teil 6

Mit dem 6. Teil meines Berichtes beginnt auch ein neuer Abschnitt der Schlacht von Gettysburg. Nun erreichen wir die legendären Orte „Devils Den“ und „Little Round Top“, später auch „Peach Orchard“ und „The Wheatfield“ sowie den zweiten Tag der Schlacht, den 2. Juli 1863. Allerdings kann ich das Ganze nicht in der epischen Breite erzählen, den diese Orte verdienen. Das liegt daran, dass Teile der Gebiete während meines Aufenthaltes aus Gründen der Renaturierung gesperrt waren. Vom Little Round Top gibt es aus diesem Grund nur wenig eigene Fotos. Ich habe hier auch auf Bilder von Freunden und aus dem Netz zurückgegriffen.

Der farbige Kreis markiert das Gebiet, welches der nachfolgende Bericht behandelt.

Lees Plan

Am Morgen des 2. Juli 1863, nach den ersten Kämpfen am Vortag, erhält Lee über Kundschafter die Information, dass die Truppen der Union bisher nicht den Round Top sowie die Gegend westlich davon besetzt halten. Er gibt deshalb den Truppen des General Longstreet, also dem I. Korps, den Befehl, auf das südliche Schlachtfeld vorzurücken und von dort aus einen Flankenangriff auf das linke Ende der Unionslinie durchzuführen. Longstreet willig erst nach einigen Diskussionen ein, denn er möchte eigentlich mit der Armee nach Süden marschieren, um sich dort zwischen die Hauptstadt der Union, Washington, und die „Army of the Potomac“ zu setzten, wodurch, wie er glaubt, General Maede zum Angriff gezwungen wäre. Doch Lee entgegnend (und das wohl völlig zu Recht), dass dafür einfach die Zeit fehlt, denn ein solcher Marsch hätte zunächst zurück über die South Mountains und dann nach dem Marsch in Richtung Süden wieder zurück über diese Bergkette geführt.

Longstreet wartet mit dem Vormarsch, bis schließlich auch die bisher fehlende Brigade Laws eingetroffen ist. Um 11 Uhr rückt das I. Korps endlich nach Süden vor. Die zwei Divisionen (die 3. Division des General Pickett hat das Schlachtfeld noch gar nicht erreicht) des I. Korps und die Artillerie unter Alexander, also etwa die Hälfte der Korps-Reserve, marschieren nun gedeckt durch Hügel, Senken und Wälder vom Herrs Ridge bis zum Warfield Ridge, dem südlichen Ende des Seminary Ridge, wo sie, bedingt durch Umwege, erst um 15 Uhr eintreffen. Zu ihrer großen Überraschung sehen sie dort direkt gegenüber am Peach Orchard Union-Truppen, die laut Angaben der Kundschafter viel weiter nördlich stehen sollten. McLaws Division wird gegenüber dem Peach Orchard in Stellung gebracht. Hoods Division soll südlich in Position gehen und die linke Flanke der Union angreifen. Hood protestiert energisch gegen diesen Plan und weist auf das schlechte Gelände in dieser Region hin. Er will lieber den Round Top umgehen und den Feind im Rücken angreifen. Doch es ist bereits spät am Tag, eine Umgehung kommt zeitlich nicht in Frage. Außerdem besteht Longstreet auf die Umsetzung der Befehle von General Lee. Der Angriff soll gestaffelt ausgeführt werden, wobei man die Brigaden von Süden nach Norden in zeitlichen Abständen angreifen lassen will. Longstreet hofft, dass die Union so Truppen aus dem Zentrum zur Verstärkung an die linke Flanke verlegen muss und ein Durchbruch nördlich des Peach Orchard möglich wird.

Die Karte zeigt die Truppenbewegungen während der Kämpfe am Devils Den und Little Round Top.

Dan Sickles

Bei den Unionstruppen am Peach Orchard handelt es sich um Einheiten des III. Korps unter dem Kommando von Dan Sickles. Die Linie diese Korps reicht bis zum Devils Den, wo die linke Flanke des Korps und der gesamten Unions-Armee endet. Dan Sickles ist der einzige Korps-Kommandeur der „Army of the Potomac“ ohne West Point Abschluss. Er ist ein Politiker und Rechtsanwalt aus New York. Sickles politische Karriere wurde früh von Skandalen überschattet, trotzdem hatte man ihn im Bürgerkrieg zum General befördert, was wohl auch seinen Bemühungen bei der Aufstellung von vier Freiwilligenregimentern in New York zu verdanken war. Dan Sickles pflegt eine enge Beziehung zu Generalmajor Joseph Hooker, der zunächst Sickles vorgesetzter Divisionskommandeur und später der Oberbefehlshaber der Army of the Potomac wurde. Beide Männer verband ihr übler Ruf als harte Trinker und Schürzenjäger. Als Hooker den Oberbefehl der Army of the Potomac verliert und dieser an Meade übergeht, war Sickles sicherlich nicht begeistert. Seinen bekanntesten und umstrittensten Auftritt hatte Sickles in der Schlacht von Gettysburg. Am 2. Juli befahl der neue Oberbefehlshaber Generalmajor Meade, Sickles mit seinem Korps eine Verteidigungsstellung zu beziehen, die auf der einen Seite von einem Korps der Unionstruppen und auf der anderen Seite von einer Anhöhe (Round Top) geschützt wurde. Sickles, der sich wahrscheinlich an die Schlacht von Chancellorsville erinnerte, wo es um eine ähnliche Situation ging, führte diesen Befehl aber nicht aus, sondern ließ sein Korps ungefähr eine Meile weiter auf ein etwas erhöht liegendes Gebiet, dem Peach Orchard, vorrücken, wo es Stellung bezog. Dies hatte zur Folge, dass die Verteidigungsstellung des Korps nicht so tief war, wie eigentlich geplant und dass eine Ausbuchtung in der Front der Unionstruppen entstand, die von den Konföderierten von drei Seiten aus unter Beschuss genommen und angegriffen werden konnte. Als Meade sich daraufhin zu Sickles begab, um ihn zur Rede zu stellen, war es zu spät, da der Angriff der Konföderierten bereits begonnen hatte.

Dan Sickles

Die Truppen

Bei den Kämpfen am 2. Juli 1863 auf dem südlichen Schlachtfeld kamen nun auf Seiten der Konföderierten das I. Korps (ohne die Division Pickett) unter General Longstreet sowie die Division Anderson des III. Korps und auf Seiten der Union das III. Korps unter dem Befehl von General Sickles, später als Verstärkung das V. Korps unter dem Kommando von Sykes sowie die 1. Division Caldwell vom II. Korps zum Einsatz. Die Konföderierten konnten keine Reserven heranziehen, wodurch beide Seiten etwas gleichviel Männer ins Feld führten.

Army of Northern Virginia

(2. Juli auf dem südlichen Schlachtfeld)

I. Korps, Lt. General James Longstreet

McLaws’s Division (6.924) Major-General Lafayette McLaws

Kershaw’s Brigade (2.183), Brigade-General Joseph B. Kershaw

  • 2. South Carolina / Palmetto (412), Colonel John D. Kennedy
  • 3. South Carolina (406), Major Robert C. Maffett
  • 7. South Carolina (408), Lt. Colonel Elbert Bland
  • 8. South Carolina (300), Colonel. John W. Henagan
  • 15. South Carolina (488), Colonel. William D. De Saussure
  • 3. South Carolina Battalion (203), Lt. Colonel William G. Rice

Semmes’s Brigade (1.334), Brigade-General Paul Jones Semmes

  • 10. Georgia (303), Colonel John B. Weems
  • 50. Georgia (302), Colonel William R. Manning. Lt. Col. Francis Kearse
  • 51. Georgia (303), Colonel Edward Ball
  • 53. Georgia (422), Colonel James P. Simms

Barksdale’s Brigade (1.620), Brigade-General William Barksdale

  • 13. Mississippi (481), Colonel. James W. Carter
  • 17. Mississippi (469), Colonel. William D. Holder
  • 18. Mississippi (242), Colonel. Thomas M. Griffin
  • 21. Mississippi (424), Colonel Benjamin G. Humprheys

Wofford’s Brigade (1.398), Brigade-General William T. Wofford

  • 16. Georgia (393), Colonel Goode Bryan
  • 18. Georgia (302), Lt. Colonel Solon Z. Ruff
  • 24. Georgia (303), Colonel Robert McMillan
  • Cobb’s Georgia Legion (213), Lt. Colonel Luther J. Glenn
  • Phillip’s Georgia Legion (273), Lt. Colonel Elihu S. Barclay

Divisions-Artillerie Bataillon (16 Kanonen, 378), Colonel Henry G. Cabell

  • Pulaski (Georgia) Batterie (2 x 3-inch rifles, 2 x 10-pf. Parrotts, 63), Captain John C.Fraser
  • Troup County (Georgia) Light Battery (2 x 12-pf. Haubitzen, 2 x 10-pf. Parrotts, 94), Captain Henry H. Carlton
  • 1. North Carolina Artillerie, Ellis Light Battery A (2 x 12-pf. Napoleons, 2 x 3-inch rifles, 131), Captain Basil C. Manly
  • 1. Richmond (Virginia) Haubitzen Batterie (2 x 12-pf. Napoleons, 2 x 3-inch rifles, 90), Captain Edward S. McCarthy

Hood’s Division (7.375), Major-General John B. Hood

Law’s Brigade (1.933), Brigade-General Evander McIver Law, Col. James L. Sheffield

  • 4. Alabama (308), Colonel Pinckney D. Bowles
  • 15. Alabama (499), Colonel William C. Oates
  • 44. Alabama (363), Colonel William F. Perry
  • 47. Alabama (347), Colonel James W. Jackson
  • 48. Alabama (374), Colonel James L. Sheffield

The Texas Brigade (1.743), Brigade-General Jerome B. Robertson

  • 3. Arkansas (479), Colonel Vannoy H. Manning
  • 1. Texas (426), Colonel Phillip A. Work
  • 4. Texas (415), Colonel John C. G. Key
  • 5. Texas (409), Colonel Robert M. Powell

Anderson’s Brigade (1.874), Brigade-General George T. Anderson

  • 7. Georgia (377), Colonel William W. White
  • 8. Georgia (312), Colonel John R. Towers
  • 9. Georgia (340), Lt. Colonel John C. Mounger
  • 11. Georgia (310), Colonel Francis H. Little
  • 59. Georgia (525), Colonel William A. Jackson Brown

Benning’s Brigade (1.420), Brigade-General Henry L. Benning

  • 2. Georgia (348), Lt. Colonel William T. Harris
  • 15. Georgia (368), Colonel Dudlet Mc. BuBose
  • 17. Georgia (350), Colonel Wesley C. Hodges
  • 20. Georgia (350), Colonel John A. Jones

Divisions-Artillerie Bataillon (19 Kanonen, 403), Major Mathias W. Henry

  • 1. North Carolina Artillerie (Rowan) Batterie D (2 x 12-pf. Napoleons, 2 x 10-pf. Parrotts, 2 x  3-inch rifles, 148), Captain James Reilly
  • 3. oder 13. North Carolina Artillerie Battalion (Branch’s) Batterie F (1 x 6-pf. + 1 x 12-pf. Haubitze, 3 x 12-pf. Napoleons, 112), Captain Alexander C. Latham
  • Charleston (South Carolina) „German“ Light Battery (4 x 12-pf. Napoleons, 71), Captain William K. Bachman
  • Palmetto (South Carolina) Light Battery (2 x 12-pf. Napoleons, 2 x 10-pf. Parrotts, 63), Captain Hugh H. Garden

I. Korps Reserve-Artillerie, Colonel James B. Walton

Alexander’s Artillerie Bataillon (24 Kanonen, 576), Colonel E. Porter Alexander

  • Madison (Louisiana) Battery (4 24-pound howitzers), 135, Capt. George V. Moody
  • Brooks (South Carolina) Light Battery (4 12-pound howitzers), 71, Capt. William W. Fickling, Lt. S. Capers Gilbert (w)
  • Ashland (Virginia) Batterie (2 x 12-pf. Napoleons, 2 x 10-pf. Parrotts, 103), Captaim Pichegru Woolfolk Jr.
  • Bath (Virginia) Batterie (4 x 12-pf. Napoleons, 90), Captain Osmond B. Taylor
  • Bedford (Virginia) Batterie (4 x 3-inch rifles, 78), Captain Tyler C. Jordan
  • Richmond (Virginia) Parker Batterie (3 x 3-inch rifles, 1 x 10-pf. Parrott, 90), Captain William W. Parker

III. Korps, Lt. Geneneral Ambrose Powell Hill

Anderson’s Division (7.135), Major-Genenral Richard H. Anderson

Wilcox’s Brigade (1.726), Brigade-General Cadmus M. Wilcox

  • 8. Alabama (477), Lt. Colonel Hilary A. Herbert
  • 9. Alabama (306), Captain J. Horace King
  • 10. Alabama (311), Colonel William H. Forney
  • 11. Alabama (311), Lt. Colonel John C. C. Sanders
  • 14. Alabama (316), Colonel Lucius Pinckard

Mahone’s Brigade (1.542), Brigade-General William Mahone

  • 6. Virginia (288), Colonel George T. Rogers
  • 12. Virginia (348), Colonel David A. Weisiger
  • 16. Virginia (270), Colonel Joseph H. Ham
  • 41. Virginia (276), Colonel William A. Parham
  • 61. Virginia (356), Colonel Virginius D. Groner

Perry’s (Florida) Brigade (742), Colonel. David Lang

  • 2. Florida 242, Colonel William D. Ballantine
  • 5. Florida 321, Colonel Richard N. Gardner
  • 8. Florida 176, Lt. Colonel William Baya

Wright’s Brigade (1.413), Brigade-General Ambrose R. Wright

  • 3. Georgia (441), Colonel Edward J. Walker
  • 22. Georgia (400), Colonel Joseph Wasden
  • 48th Georgia (395), Colonel William Gibson
  • 2. Georgia Battalion (173), Major George W. Ross

Posey’s Brigade (1.322), Brigade-General Carnot Posey

  • 12. Mississippi (305), Colonel William H. Taylor
  • 16. Mississippi (385), Colonel Samuel E. Baker
  • 19. Mississippi (372), Colonel Nathaniel H. Harris
  • 48. Mississippi (256), Colonel Joseph Mc. Jayne

Division Artillerie / 11. Artillerie Bataillon: The Sumpter Artillery (17 Kanonen, 384), Major John Lane

  • Kompanie A (1 x 12-pf. Haubitzen, 1 x 12-pf. Napoleon, 1 x 3-inch rifle, 1 x 10-pf. Parrott, 130), Captain Hugh M. Ross
  • Kompanie B (4 x 12-pf. Haubitzen, 2 x 12-pf. Napoleons, 124), Captain George M. Patterson
  • Kompanie C (3 x 3-inch Navy rifles, 2 x 10-pf. Parrotts, 121), Captain John T. Wingfield

The Army of the Potomac

III. Korps / Major-General Daniel E. Sickles

1. Division (5.095), Major-General David B. Birney

1. Brigade (1.516), Brigade-General Charles K. Graham

  • 57. Pennsylvania (207), Colonel Peter Sides
  • 63. Pennsylvania (246), Major John A. Danks
  • 68. Pennsylvania (320), Colonel Andrew H. Tippin
  • 105. Pennsylvania (274), Colonel Calvin A. Craig
  • 114. Pennsylvania (259), Lt. Colonel Frederick F. Cavada
  • 141. Pennsylvania (209), Colonel Henry J. Madill

2. Brigade (2.188), Brigade-General J.H. Hobart Ward

  • 20. Indiana (401), Captain John Wheeler
  • 3. Maine (210), Colonel Moses B. Lakeman
  • 4. Maine (287), Colonel Eliajah Walker
  • 86. New York (287), Lt. Colonel Benjamin L. Higgins
  • 124. New York (238), Colonel A. Van Horne Ellis
  • 99. Pennsylvania (277), Major John W. Moore
  • 1. US Sharpshooters (313), Colonel Hiram Berdan
  • 2. US Sharpshooters (169), Major Homer R. Stoughton

3. Brigade, (1.387), Colonel P. Regis de Trobriand

  • 17. Maine (350), Lt. Colonel. Charles B. Merrill
  • 3. Michigan (237), Colonel Bryan R. Pierce
  • 5. Michigan (216), Lt. Colonel John Pulford
  • 40. New York (431), Colonel Thomas W. Egan
  • 110. Pennsylvania (152), Lt. Colonel David M. Jones

2. Division (4.924), Brigade-General Andrew A. Humphreys

1. Brigade, (1.718), Brigade-General Joseph B. Carr

  • 1. Massachusetts (321), Lt. Colonel. Clark B. Baldwin
  • 11. Massachusetts (286), Lt. Colonel Porter D. Tripp
  • 16. Massachusetts (245), Lt. Colonel Waldo Merriam
  • 12. New Hampshire (224), Major John F. Langley
  • 11. New Jersey (275), Colonel Robert McAllister
  • 26. Pennsylvania (365), Major Robert L. Bodine
  • 84. Pennsylvania, Lt. Colonel Milton Opp

2. Brigade (1.837), Colonel William R. Brewster

  • 70. New York, (288), Colonel J. Egbert Farnum
  • 71. New York, (243), Colonel Henry L. Potter
  • 72. New York, (305), Colonel John S. Austin
  • 73. New York, (349), Major Michael W. Burns
  • 74. New York, (266), Lt. Colonel Thomas Holt
  • 120. New York, (383), Lt. Colonel Cornelius D. Westbrook

3. Brigade (1.365), Colonel George C. Burling

  • 2. New Hampshire (354), Colonel Edward L. Bailey
  • 5. New Jersey (206), Colonel William J. Sewell
  • 6. New Jersey (207), Colonel Stephen R. Gilkyson
  • 7. New Jersey (275), Colonel Louis R. Francine
  • 8. New Jersey (170), Colonel John Ramsey
  • 115. Pennsylvania (151), Major John P. Dunne

Artillerie Brigade (30 Kanonen, 596), Captain George E. Randolph

  • 2. New Jersey Light Battery (6 x 10-pf. Parrotts, 131), Captain A. Judson Clark
  • 1. New York Light Artillery, Batterie D (6 x 12-pf. Napoleons, 116), Captain. George B. Winslow
  • 4. New York Light Battery, Smith’s (6 x 10-pf. Parrotts, 126), Captain. James E. Smith
  • 1. RI Light Artillery, Batterie E (6 x 12-pf. Napoleons, 108), Lt. John K. Bucklyn
  • 4. US Artillery, Batterie K (6 x 12-pf. Napoleons, 113), Lt. Francis W. Seeley

II. Korps – Major-General Winfield Scott Hancock

1. Division (3.320), Brigade-General John C. Caldwell

1. Brigade (853), Colonel Edward E. Cross

  • 5. New Hampshire (179), Lt. Colonel Charles E. Hapgood
  • 61. New York (104), Lt. Colonel K. Oscar Broady
  • 81. Pennsylvania (175), Colonel H. Boyd McKeen, Lt. Col. Amos Stroh
  • 148. Pennsylvania (392), Lt. Colonel Robert McFarlane

2. Brigade / The Irish Brigade (532), Colonel Patrick Kelly

  • 28. Massachusetts, (224), Colonel R. Byrnes
  • 63. New York (75), Lt. Colonel Richard C. Bentley
  • 69. New York (75), Captain Richard Moroney
  • 88. New York (90), Captain Denis F. Burke
  • 116. Pennsylvania (98), Major St. Clair A. Mulholland

3. Brigade (975), Brigade-General Samuel K. Zook

  • 52. New York + Teile vom 7. New York (149), Lt. Colonel C.G. Freudenberg
  • 57. New York (175), Lt. Colonel Alford B. Chapman
  • 66. New York (147), Colonel Orlando H. Morris
  • 140. Pennsylvania (514), Colonel Richard P. Roberts

4. Brigade (851), Colonel John R. Brooke

  • 27. Connecticut (75), Lt. Colonel Henry C. Merwin
  • 2. Delaware (234), Colonel William P. Baily
  • 64. New York (204), Colonel Daniel G. Bingham
  • 53. Pennsylvania (135), Lt. Colonel Richards McMichael
  • 145. Pennsylvania (202), Colonel Hiram L. Brown

V. Korps – Major-General George Sykes

1. Division (3.417), Brigade-General James Barnes

1. Brigade (655), Colonel William S. Tilton

  • 18. Massachusetts (139), Colonel Joseph Hayes
  • 22. Massachusetts + 2. Komp. MA Sharpshooters (137), Lt. Colonel Thomas Sherwin Jr.
  • 1. Michigan (145), Colonel Ira C. Abbott
  • 118. Pennsylvania / The Corn Exchange Regiment (233), Lt. Colonel James Gwyn

2. Brigade (1.422), Colonel Jacob B. Sweitzer

  • 9. Massachusetts (411), Colonel Patrick R. Guiney
  • 32. Massachusetts (242), Colonel G.L. Prescott
  • 62. Pennsylvania (426), Lt. Colonel James C. Hull

3. Brigade (1.336), Colonel. Strong Vincent

  • 20. Maine (501), Colonel Joshua L. Chamberlain
  • 16. Michigan & Brady’s Co. Michigan Sharpshooters (263), Lt. Colonel Norval E. Welch
  • 44. New York (391), Colonel James C. Rice
  • 83. Pennsylvania (295), Captain Orpheus S. Woodward

2. Division (4.021) Brigade-General Romeyn B. Ayres

1. Brigade (1.574), Colonel Hannibal Day

  • 3. US (300), Captain Henry W. Freedley
  • 4. US (173), Captain Julius W. Adams Jr.
  • 6. US (196), Captain Levi C. Bootes
  • 12. US (413), Captain Thomas S. Dunn
  • 14. US (490), Major Grotius R. Giddings

2. Brigade (958), Col Sydney Burbank

  • 2. US (201), Major Arthur T. Lee
  • 7. US (116), Captain David P. Hancock
  • 10. US (93), Captain William Clinton
  • 11. US (286), Major De Lancey Floyd-Jones
  • 17. US (260), Lt. Colonel J. Durell Greene

3. Brigade (1.535), Brigade-General Stephen H. Weed

  • 140. New York (447), Colonel Patrick H. O’Rorke
  • 146. New York (454), Colonel Kenner Garrard
  • 91. Pennsylvania (210), Lt. Colonel Joseph H. Sinex
  • 155. Pennsylvania (424), Lt. Colonel John H. Cain

3. Division (2.853), Brigade-General Samuel W. Crawford

1. Brigade (1.243), Col. William McCandless

  • 1. Pennsylvania Reserve / 30. PA (377), Colonel William C. Talley
  • 2. Pennsylvania Reserve / 31. PA (232), Lt. Colonel George A. Woodward
  • 6. Pennsylvania Reserve / 35. PA (323), Lt. Colonel Wellington H. Ent
  • 13. Pennsylvania Reserve / 42. PA, „Bucktails“ (297), Colonel Charles F. Taylor

3. Brigade (1.605), Colonel Joseph W. Fisher

  • 5. Pennsylvania Reserve / 34. PA (284), Lt. Colonel George Dare
  • 9. Pennsylvania Reserve / 38. PA (320), Lt. Colonel James McK. Snodgrass
  • 10. Pennsylvania Reserve / 39. PA (401), Colonel Adoniram J. Warner
  • 11. Pennsylvania Reserve / 40. PA (327), Colonel Samuel M. Jackson
  • 12. Pennsylvania Reserve / 41. PA (272), Colonel Martin D. Hardin

Artillerie Brigade (26 Kanonen, 432), Captain Augustus P. Martin

  • 3. Batterie (C), Massachusetts Light Artillery (6 x 12-pf. Napoleons, 115), Lt. Aaron F. Walcott
  • 1. New York Light Artillery, Batterie C (4 x 3-inch rifles, 62), Captain Almontt Barnes
  • 1. Ohio Light Artillery, Batterie L (6 x 12-pf. Napoleons, 113), Captain Frank C. Gibbs
  • 5. US Artillery, Batterie D (6 x 10-pf. Parrotts, 68), Lt. Charles E. Hazlett
  • 5. US Artillery, Batterie I (4 x 3-inch rifles, 71), Lt. Malbone F. Watson

Hoods Vormarsch

Als die Konföderierten-Soldaten der Division Hood Warfield Ridge um 16 Uhr erreichen, sind sie durch den Marsch völlig erschöpft. Es ist ein heißer Tag und die Wasserflaschen der Männer sind mittlerweile geleert. Je ein Mann bekommt deshalb 20 Wasserflaschen seiner Kameraden und die Aufgabe, diese auf dem Vormarsch zu füllen. Doch durch die Kämpfe, in welche die Truppen bald verwickelt werden, kommen die Wasserflaschen nicht zurück zu ihren Besitzern, wodurch die Soldaten schließlich nicht nur durch Marsch und Kampf erschöpft sind, sondern auch Durst leiden müssen.

Blick vom Warfield Ridge zum Big Round Top (rechts) und Little Round Top (links). In der Bildmitte liegt die Bushman Farm und im Vordergrund “Bachman’s Battery” bzw. „The German Artillery“.

Zunächst lässt Hood vier Batterien Artillerie in Stellung gehen und die Infanterie in Position marschieren. Die Artillerie eröffnet das Feuer und bereitet so den Angriff der Infanterie vor. In der Front seiner Formation stehen die Brigade Robertson und Law, dahinter die Brigaden Anderson und Benning. Hoods Division hält bei ihrem Vormarsch um ca. 16.30 Uhr nun auf das Gebiet zwischen dem Round Top und dem Rose Wood zu, dort, wo die Felsen von Devils Den liegen. Sie treffen zunächst auf die Bushman Farm und schließlich auch auf die Slyder Farm, wo die 2. Scharfschützen der Union positioniert sind. Diese lassen sich nach und nach auf den Little Round Top zurückfallen, können den führenden Brigaden Robertson und Law aber einige Verluste beibringen. Gerade als der Angriff beginnt, wird General Hood Opfer einer Artilleriegranate, die über ihm explodiert und seinen linken Arm schwer verletzt, wodurch er außer Gefecht gesetzt wird. Sein Brigadekommandeur Evander M. Law übernimmt das Kommando über die Division, aber durch Verwirrung über Befehls- und Kommandostatus zerstreute sich die Richtung und Stärke des Angriffs der Konföderierten.

General John Bell Hood
Die „Rowan (North Carolina) Artillery“ bzw. „Company D, 1st North Carolina Artillery Regiment“. Die Batterie wurde in der Schlacht von Gettysburg von Kapitän James Reilly kommandiert.
Die zweite Hälfte der „Rowan Artillery“
Die Statuen des State of Alabama-Monuments schauen in die Richtung, in welche die Alabama-Regimenter der Division Hood ihren Vormarsch in Richtung Devils Den und Little Round Top antraten.
State of Texas Monument. Zu den vorrückenden Truppenverbänden zählte auch die berühmte Texas Brigade. Die Texas Brigade bestand aus drei Infanterieregimentern aus Texas und einem Infanterieregiment aus Arkansas. In den frühen Tagen des Krieges wurde es von Brigadegeneral John Bell Hood kommandiert, bis er zum Divisionskommando befördert wurde. Bei der Schlacht wurde die Brigade von Brigadegeneral Jerome Bonaparte Robertson kommandiert, bis er am 2. Juli verwundet wurde. Texas stellte der Armee von Nord-Virginia nur ein kleines Kontingent von 1.250 Mann zur Verfügung, aber diese Männer wurden zu Recht als Stoßtruppen der Konföderation angesehen. Ihre 420 Mann an Verlusten in Gettysburg beliefen sich auf mehr als ein Drittel ihrer Ausgangsstärke.

Bushman Farm

Der 51-jährige Pfarrer Michael Bushman und seine Frau Amelia waren einst der Besitzer der 70-Hektar großen Farm am südlichen Ende des Schlachtfeldes. Neben dem Wohnhaus gab es eine große weiße Holzscheune, Nebengebäude, einen Pfirsich-Hain sowie eine Stichstraße, die zur Emmitsburg Road führte. Das Wohnhaus wurde im Jahr 1808 aus Felssteinen errichtet und erhielt einen Ziegelanbau, der 1860 hinzugefügt wurde und ein Esszimmer sowie eine Küche enthielt. Zum Farmgebäude gehörte auch ein kleines Räucherhaus und ein kleiner Schuppen, die beide neben dem Wohnhaus standen.

Vom

Slyder Farm

Die John Slyder Farm liegt am Fuß des Big Round Top und am Ufer des Plum Run. John Slyder war 1849 aus Maryland eingewandert und hatte hier die 30-Hektar große Farm gekauft. Um das Jahr 1860 bestand die Farm aus einem zweistöckigen, steinernen Wohnhaus, einer Scheune sowie einer Schmiede und einer zweistöckigen Schreinerei. Umgeben waren die Gebäude von Pirsich- und Birnenbäumen, einem Wäldchen und Weideflächen.

Vor der Farm steht das Denkmal für das „2nd Regiment United States Sharpshooters, Companies E & H“.
Die beiden Scharfschützen-Regimenter von Col. Hiram Berdan waren einzigartig in der Unionsarmee, da sie andere Uniformen, Waffen, Ausrüstung und Taktiken als die „Linieneinheiten“ verwendeten.

Devils Den

Die Gegend von Devils Den liegt am südlichen Ende des Schlachtfeldes. Hier zwischen dem Houck Ridge und dem Little Round Top fließt der kleine Bach mit Namen Plum Run. Ein Großteil des westlichen Houck Ridge besteht aus einem Waldgebiet, dem Rose Wood. Am östlichen Hang des Houck Ridge findet man die mächtigen Felsen, die allgemein als Devils Den bekannt sind. Genaugenommen wird als Devils Den aber nur eine kleine Felsenhöhle innerhalb dieser Felsformation bezeichnet. Die Herkunft des Namen Devils Den ist nicht vollständig geklärt. Eine Sage erzählt, dass hier einst eine große schwarze Schlange gelebt hat, die sich auf den Felsen sonnte und in der erwähnten Höhle gehaust haben soll. Die Schlange wurde für den Teufel gehalten und so war der Name Devils Den, also Teufelshöhle geboren. Schon lange vor der Schlacht von Gettysburg waren die ungewöhnlichen Felsformationen ein beliebter Ausflugsort für Einheimische. Als der Vormarsch der Konföderierten am 2. Juli 1863 auf diesen Ort begann, befand sich hier das Ende der linken Flanken der Union. Erst später verlagerte sich das Ende der Unionslinie zum Little Round Top.

Der berühmte „Table-Rock“
Der kleine Felsen rechts unten heißt „Devils Bath“, weil sich hier häufig Regenwasser sammelt.

Little Round Top

Der Little Round Top liegt mehr als 5,5 Kilometer vom Stadtzentrum Gettysburgs entfernt und bildet mit dem Big Round Top das südliche Ende des Cemetery Ridge. Die Hänge des kleinen Hügels steigen vom Tal des Plum Run bis auf 50 Meter Höhe an. Der westliche Hang des Hügels war einst, wie heute baumlos und vor allem zum Hügelkamm hin dicht mit großen Felsen übersät. Die Felsen in diesem Gebiet bildeten eine gute Deckung für Truppen auf dem Hügelkamm. Der östliche Hang, der bis zur Taneytown Road führte, war nicht ganz so steil und komplett bewaldet. Dies machten die Bewegung und die Versorgung von Truppen schwierig, da alles von der Straße durch das unwegsame Gelände gebracht werden musste. Auf der ebenfalls bewaldeten Südseite des Little Round Top lag auf halber Höhe ein kleiner Vorsprung, die später als „Vincent’s Spur“ bekannt wurde. Von dort führte der Hang zu einer kleinen Senke, die sich zwischen dem Little Round Top und dem Big Round Top erstreckte. Der benachbarte Big Round Top war rund 35 Meter höher als sein kleiner Nachbar. Er war jedoch vollständig in alle Richtungen bewaldet, mit Felsen durchzogen und zur Kuppe hin sehr steil, was den Hügel für Truppenbewegungen völlig ungeeignet machte.

Blick vom Plum Run zum unbewaldeten Hang des Little Round Top.
Blick vom Warfield Ridge zum Little Round Top.
Rechts oben ist die Statue von Warren zu erkennen.

Signal Station

Auf der Westseite des Little Round Top, welche durch ihre Lage und Beschaffenheit einen ausgezeichneten Beobachtungplatz bildete, hatte die Union am Abend des 1. Juli eine Signal-Station eingerichtet. Die Männer des Signal Korps konnten von hier aus den Vormarsch der Konföderierten am 2. Juli entdecken und dies durch Flaggensignale an das Hauptquartier melden. Als Brigade-General Kemble Warren, der Pionierkommandeur der Potomac-Armee, mit seiner Eskorte um 15.30 Uhr auf dem Little Round Top eintrifft, findet er hier nur die Männer der Signal-Station unter dem Kommando von Captain Hall und Captain Taylor vor. Als diese ihn auf die Aktivitäten der Konföderierten am Seminary Ridge hinweisen, erkennt Warren sofort, dass sich die linke Flanke der Unions-Armee in höchster Gefahr befindet. Warren schick Melder aus, um Truppen auf den Hügel zu dirigieren. Nach einigen Schwierigkeiten gelingt es endlich, die führende Brigade des V. Korps und ihren Kommandeur Strong Vincent zu überzeugen, woraufhin dieser mit seinen Einheiten zum Little Round Top eilt.

Warren wird für diese Aktion oft als Helden vom Little Round Top bezeichnet und hatte war bis Mitte des 20. Jahrhundert deutlich bekannter als Chamberlain, der erst durch den Roman „Killer Angel“ und die Verfilmung seinen legendären Ruf erhielt. Dem Statute von Warren auf dem Felsen des Hügels, bereits im Jahr 1886 dort errichtet, ist wohl das am meisten fotografierte Denkmal von Gettysburg. Ein Umstand, der wohl auch der guten Aussicht von hier über das Schlachtfeld geschuldet ist.
Der Signal-Trupp auf dem Little Round Top.

Hoods Angriff

Auf dem Houck Ridge und im Rose Wood beim Devils Den ist die Brigade von Hobart Ward, rund 1.500 Mann, positioniert. Unterstützt wird die Brigade von der Smith Batterie, die direkt auf dem Höhenrücken des Houck Ridge in Stellung gegangen ist. Die Batterie kann aus Platzgründen allerdings nur 4 der insgesamt 6 Geschütze aufstellen. Die restlichen 2 stehen nördlich davon in Reserve. Das Feuer der Smith Batterie beginnt, als die ersten Infanterie-Kolonnen am Warfield Ridge erkennbar sind und hier die konföderierte Artillerie den Beschuss eröffnet. Die Scharfschützen und der Beschuss der Union-Artillerie zwingen die Konföderierten ihre Front immer weiter auszudehnen. Law teilt außerdem seine Brigade auf und lässt das 44. und 48. Alabama Regiment in Richtung Devils Den angreifen. Sie sollen die Smith-Batterie einnehmen, während die restliche Brigade, das 4., 47. und 15. Alabama in Richtung Big Round Top marschieren.

Scharfschützen stören den Vormarsch der Konföderierten.
Blick vom Devils Den zum Aufmarschgebiet der Division Hood.
Vom Houck Ridge hat man einen guten Blick auf die Slyder Farm.
Verschiedene Soldaten der Texas Brigade.

Die Linie der Brigade von Hobart Ward verlief zunächst unmittelbar auf dem Höhenrücken des Houck Ridge. Von links nach rechts standen hier das 4. Maine und 124. Pennsylvania auf dem offenen Gelände hinter der Smith Batterie sowie das 86. New York, das 20, Indiana und das 99. Pennsylvania im Rose Wood. Als das 44. und 48. Alabama Regiment ihre Richtung ändern, wird das 4. Maine ins Tal direkt neben den Felsen des Devils Den verlegt. Hier treffen die feindlichen Linien erstmals aufeinander. Bald müssen die Männer des 4. Maine verstärkt werden. Sie erhalten Unterstützung durch das 40. New York und das 6. New Jersey aus der Brigade de Trobbriand, die am Wheatfield steht. Außerdem wird das 99. Pennsylvania aus dem Rose Wood hinter die Smith Batterie verlegt. So können die beiden Alabama-Regimenter zunächst zurückgeschlagen werden. Doch nun erreicht auch Bennings Brigade Devils Den und das 2. und 17. Georgia greifen ebenfalls das 4. Maine an. In dem durch den Plum Run sumpfigen und felsigen Gelände entsteht ein heftiger Kampf, durch welchen dieser Ort später den Namen „The Slaughter Pen“ erhält.

Blick über das Gelände, welches als „The Slaughter Pen“ bekannt wird.

Währenddessen treffen im Rose Wood das 86. New York und vor allem das 20. Indiana auf das 3. Arkansas Regiment. Die Unionstruppen haben zunächst mehr Männer und die erhöhte Position. Die Linie des 3. Arkansas wird zudem durch den Wald aufgebrochen. Die ersten Salven der Union mähen die Reihen der Konföderierten nieder und ein dicker Rauchschleier bleibt in den Bäumen des Waldes hängen. Das 3. Arkansas fällt zurück, greif aber wieder und wieder das 20. Indiana an, bis sie Flankenfeuer vom 17. Maine erhalten, dass im benachbarten Wheatfield steht, und den Angriff abbrechen müssen. Der Höhepunkt der ersten Angriffswelle ist aber der Sturm des 1. Texas Regiments, der über das berühmte „Triangular“ Feld neben dem Rose Wood auf das 124. New York, den Orange Blossoms, führt. Das 1. Texas, eines der größten Regimenter der Konföderierten, feuert eine Salve in die Unionslinie, welche die Unions-Plänkler zurückwirft, viele Männer des 124. New York tötet und die Geschütze der Smith Batterie zum Schweigen bringt.

Das Denkmal zeigt die Position der Smith Batterie. Daneben ein sogenannter „Witness Tree“, also ein Baum, der schon zur Zeit der Schlacht hier stand.
Das „Triangular“ Feld am oberen Rand.
Das „Triangular“ Feld von unten aus gesehen.

Nun folgt der Angriff des 1. Texas auf die restlichen Männer des 124. New York, unter dem Kommando von Colonel Ellis. Ellis und sein Stellvertreter Major Cromwell besteigen mit den Worten „The men must see us today“ ihre Pferde und befehlen den Gegenangriff. Doch sowohl Ellis als auch Cromwell werden getötet und der Angriff beginnt zu stocken. Nun greift das 1. Texas erneut an, kann den Feind zurückdrängen und die Geschütze der Smith Batterie erobern. Ein Gegenangriff der Union unter dem Kommando von Colonel Walker kann die Geschütze zunächst zurückerobern. Doch nun erhalten die Konföderierten neue Reserven und gemeinsam mit dem 1. Texas, dem 3. Arkansas und dem 20. Georgia können sie das 86. New York und das 20. Indiana aus dem Rose Wood drängen. Die Unions-Brigade wird nun von Hobart Ward zum Rückzug aufgefordert und die Konföderierten können Devils Den vollständig einnehmen.

Dieses berühmte eines toten Konföderierten stammt vom Devils Den und wurde unmittelbar nach der Schlacht aufgenommen.
Hier der gleiche Ort heut. Die kleine Mauer wurde von Konföderierten Scharfschützen nach der Eroberung von Devils Den. errichtet.

Auf Seiten der Konföderierten sollte Bennigsen eigentlich mit seiner Brigade als Unterstützung von Laws Männern über den Big Round Top vorrücken. Doch durch den dichten Pulverdampf und das ungewöhnliche Manöver, bei welchem Teile von Laws Brigade in Richtung Devils Den schwenken, folgte Bennings Brigade dieser Bewegung und griff ebenfalls Devils Den an. Dies führte am Ende vermutlich dazu, dass Devils Den eingenommen werden konnte, aber nicht der viel wichtigere Little Round Top.

“The men must see us today”. Diese Gemälde von Don Troiani zeigt Ellis und Cromwell auf ihren Pferden, kurz vor dem Angriff ihres 124. New York Regiments.
Die Statue zeigt Colonel Ellis, wie er mit verschränkten Armen und stoischer Ruhe das Kampfgeschehen überblickt. Augenzeuge berichteten, dass er wie „ein Bauer, der sein Feld begutachtet“ hinter der Linie seines Regiments, dem 124. New York, stand. Der Felsen, auf dem das Monument errichtet wurde, soll der gewesen sein, auf dem die Männer des 124. New York seinen toten Körper gebettet hatten.
Captain James E. Smith befehligte die Batterie in der Schlacht von Gettysburg. Die Batterie bestand aus 135 Mann und sechs 10-Pfünder-Parrott-Geschützen. Drei seiner Kanonen wurden am 2. Juli erbeutet. Im Hintergrund ist das Denkmal des 99. Pennsylvania zu sehen.
Colonel Elijah Walker kommandierte das 4. Maine in der Schlacht von Gettysburg, er entwarf auch das Devil’s Den-Denkmal des Regiments.
Das 20. Indiana führte 496 Männer auf das Schlachtfeld, von denen nach den Kämpfen 32 getötet, 114 verwundet und 10 vermisst wurden.
Das Denkmal des 86th New York Volunteer Infantry Regiments. Die Inschrift unter der Bronzetafel lautet: Ich übergebe ihn seinem Land und seinem Gott.

Angriff auf Little Round Top

Kurz bevor der Angriff auf den Little Round Top begann, gelang es Strong Vincent seine Brigade, bestehend aus vier Regimentern, in Position zu bringen. Es handelte sich um das 16. Michigan, welches auf der rechten Flanke in Stellung gebracht wurde, sowie das 44. Ney York, welches sich links daneben aufstellte. Beide Regimenter waren hinter den Felsen auf dem bewaldeten Hügelkamm in Deckung gegangen. Im bewaldeten Hügelbereich links davon, standen das 83. Pennsylvania bis zum Vincents Spur, welcher durch das 20. Maine unter dem Kommando von Chamberlain besetzt war. Somit bildete das 20. Maine, zumindest für gut eine Stunde, die linke Flanke der Unions-Armee. Zudem schickte Chamberlain seine B Kompanie unter dem Kommando von Captain Morill zu einer Position rund 100 Meter südwestlich vom Vincents Spur. Die B Kompanie sollte von hier aus als Plänkler agieren und so die linke Flanke der Union flexibel decken.

„Don’t give and inch“ ruft Colonel Strong Vincent bei der Verteidigung vom Little Round Top.
Die Monumente auf dem Little Round Top zeigen nicht immer die korrekte Position der Einheit während der Schlacht. Zunächst wurden nämlich alle Regimenter nicht direkt auf dem Hügelkamm, sondern etwas unterhalb davon, auf dem sogenannten „military crest“ aufgestellt. In dieser Position hat die Feuerlinie einen deutlich besseren Feuerbereich und die Schützen bilden keine so gut sichtbare Silhouette, wie direkt auf dem Hügel.
Das sogenannte „Castle Monument“ des 44. New York ist eines die aufwendigsten Denkmäler auf dem Gettysburg-Schlachtfeld. Es wurde von Daniel Butterfield, dem ursprünglichen Colonel des 12. New York und Meades Stabschef in Gettysburg, entworfen. Es ist 44 Fuß hoch und 12 Fuß breit, Abmessungen, die die beiden Regimenter repräsentieren, und hat eine Wendeltreppe zu einer Aussichtsplattform im zweiten Stock. Der nicht öffentlich zugängliche Turm wird vom Malteserkreuz als Symbol des 5. Armeekorps gekrönt.
Denkmal für Batterie D, 5. US-Artillerie, besser bekannt als “Hazlett’s Battery” auf Little Round Top.
Das Denkmal für das 155. Pennsylvania (rechts) und das 146. New York  (Bildmitte) stehen etwas unterhalb des Hügelkamms.

Die Schlacht um den Little Round Top beginnt mit dem Angriff des 4. und 5.Texas Regiments auf das nur 260-Mann starke 16. Michigan und das 44. New York. Kurz darauf wird auch das 4. Alabama in diesen Kampf verwickelt. Das 16. Michigan wird schwer unter Druck gesetzt und der Kommandeur lässt die Fahnensektion auf eine Position auf den Hügelkamm zurückverlegen, um dort eine neue Verteidigungslinie aufzubauen. Bei den schweren Kämpfen auf dieser Flanke der Unions-Brigade wird der Kommandeur Colonel Vincent tödlich verwundet. Doch in diesem Augenblick der höchsten Not trifft das 140. New York sowie wie nach und nach die komplette Brigade des General Weed ein und kann die bedrohte rechte Flanke der Brigade Vincent sichern. Auf dem bewaldeten Hügelkamm des Little Round Top kann jetzt außerdem die Batterie D des Captain Hazlett seine Geschütze in Stellung bringen. Das Ziehen der Geschütze und der Munition von der Taneytwon Road durch den Wald und um die Felsen hatte allerdings sehr viel Mühe gekostet. Zudem können die Geschütze nur Gebiete auf der westlichen Seite des Plum Run unter Feuer nehmen, also keine Angreifer, die den Hügel hinauf stürmen, denn die Geschützrohre können nicht so weit nach unten ausgerichtet werden. Doch nicht nur Colonel Vincent wird bei diesen Kämpfen getötet, sondern auch O’Roke, der Kommandeur des 140. New York sowie General Weed und Lt. Hazlett.

Denkmal für das 20. Maine, mittlerweile wohl das bekannteste Regiment der Schlacht von Gettysburg.
Chamberlains führt den Bajonett-Angriff des 20. Maine.

Auf der linken Flanke wird nun auch das 20. Maine angriffen. Zunächst rückt das 47. Alabama vor, das aber zurückgeschlagen werden kann. Nun versucht das 15. Alabama die linke Flanke des 20. Maine zu umgehen und Chamberlains Männer im Rücken anzugreifen. Chamberlain lässt daraufhin einen Teil seiner Linie in diese Richtung Aufstellung nehmen, do dass die Front des 20. Maine jetzt ein Art L-Formation bildet. Es folgen eine ganze Reihe von weiteren Angriffen der beiden Alabama Regimentern auf beide Flanken des 20. Maine, bis diesem schließlich die Munition auszugehen droht. Chamberlain erkennt, dass ein Gegenangriff seine letzte Option ist. Mit dem Befehl „Bajonette“ wird der Sturmlauf des 20. Maine eingeleitet. Bei diesem Angriff schwenkt zunächst die linke Hälfte der L-Formation wie eine Tür nach vorn, um dann zusammen mit den restlichen Männern den Hügel hinabzustürmen. Auch die B-Kompanie nimmt am Angriff teil und so kann das 15. Alabama von zwei Seiten in die Zange genommen werden. Die mittlerweile sehr erschöpften Konföderierten sind nun völlig demoralisiert und fliehen oder werden gefangengenommen. Und so endet der berühmte Kampf um die linke Flanke der Union am 2. Tag der Schlacht von Gettysburg.

5 Kommentare zu „Gettysburg Tour – Teil 6“

  1. Hallo!

    Wie immer ein toller Bericht und möchte sogar sagen auch lehrreich, wenn man sich für den ACW interessiert!

    Wünsche allen hier ein frohes Fest und einen guten Rutsch!

    Gruss

    Heinz

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