Museum – Geschichte in Miniaturen / Teil 1

Im Rahmen meines Besuchs bzw. meiner Teilnahme der Dioramica in Han. Münden, konnte ich auch endlich einen Blick in das Museum „Geschichte in Miniaturen“ werfen. Das Privat-Museum ist in einem 300 qm großen Saal eines Gasthauses untergebracht.

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Hier stehen mehr als 40.000 Zinnfiguren auf einer Dioramen-Fläche von ca. 100 qm. Unter der Leitung von Patrick Ullrich und Wolfgang Meyer hat der Verein Geschichte in Miniaturen mehrere Dioramen geschaffen, die in Größe und Qualität wohl einmalig in Deutschland sind.

Mehr Informationen zum Museum findet ihr hier: http://www.muenden-museum.de/

Neben den Dioramen gibt es auch einige schöne Bilder und Uniformen, welche die Ausstellung sehr schön ergänzen und ein tolle Atmosphäre schaffen.

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In einem kleinen Bilderrundgang möchte ich Euch nun durch die Ausstellung führen…

Cröbern 1813

Das Herzstück des Museums ist ein Ausschnitt der Völkerschlacht, welcher das Dorf Cröbern und die Ereignisse dort beleuchtet. Während der Leipziger Völkerschlacht im Oktober 1813 galt es, an dem kleinen Ort Cröbern im Süden von Leipzig den Durchbruch Napoleons durch das Zentrum der Alliierten zu verhindern.

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Wer sich über die geschichtlichen Hintergründe, das Dorf Cröbern und den Bau des Dioramas informieren möchte, dem sei das großartige Buch „Cröbern 1813 – Die Völkerschlacht im Großdiorama“ von Wolfgang Meyer ans Herz gelegt. Für mich ist das Groß-Diorama vor allem interessant, weil hier kleine Figurenszenen und große Formationen für viel Abwechslung sorgen und man beim Rundgang um das Diorama immer wieder neue Einblicke und Ausblicke erlebt.

Neben dem Dorf zeigt das Diorama vor allem das Österreichische Reservekorps, das unter dem Befehl vom General Erbprinz Friedrich von Hessen-Homburg auf Markkleeberg im Norden und die Schäferrei Auenhain im Westen vorrückt. Es ist 16.10 Uhr und es ist der 16. Oktober 1813.

Beginnen wir den Rundgang im Nordosten, vor den Toren des  Dorfes, wo man  den beeindruckenden Aufmarsch der ungarischen Division Bianchi sehen kann.

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Feldmarschall-Leutnant Bianchi und sein Stab beobachten den Aufmarsch der Division.

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Das 19. Regiment Hessen-Homburg marschiert ab.

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Die rechte Flanke der Division Bianchi wird von den 8. Kürrasieren (Hohenzollern) gesichert.

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Hinter der Division Bianchi, auf der Gaschwitzer Straße, marschiert die österreichische Korpsartillerie in Position.

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Neben den Geschützen marschieren die Fuß-Artilleristen und helfen den schweren Gefährten durch den aufgewühlten Boden zu kommen.

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Während die ersten Geschütze in Stellung gebracht werden, fahren die Protzen ab und Munition wird herangeführt.

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Der Wagentrain der Korpsartillerie überquert die Göselbrücke.

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Hinter der Division Bianchi und der Korpsartillerie sichert die österreichische Kürassier-Brigade Rothkirch den Aufmarsch.

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Ein Granate durchschlägt die Reihen des Kürassier-Regiments Nr. 2 (Erzherzog Franz).

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Unterdessen schieben sich in der Güldengossaer Straße Bataillone  des 32. und 48. Regiments durch  preußische und russische Artillerie, die mit ihren Fahrzeugen und Pferden die Straße verstopft.

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Die Güldengossaer Straße war die Hauptstraße von Cröbern. Sie führte  von Nordwesten nach Südosten durch das Dorf.

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Das 2/48. Regiment bahnt sich seinen Weg durch die Fahrzeuge.

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Ein Blick von Nordwesten in die Straße.

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Die Spitze des 2/48. Regiments hat den Ortsausgang im Südosten erreicht.

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Um die verstopfte Güldengossaer Straße zu umgehen, haben Sappeure des 2/32. Regiments die Ostwand der Scheune des Jahns Hofes durchbrochen.

Neben den Österreichern stehen auch einige russische Verbände im Dorf. Dazu gehören das Lubny-Husarenregiment, einige Kürrasiere der Brigade des Generalmajor Levasov sowie russische Artillerie.

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Die russischen Lubny-Husaren sammeln sich hinter dem österreichischem 2/32. Regiment.

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Russische Kavalleristen sammeln sich in der Wiesenstraße.

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Russische Artillerie zieht durch die Obstwiesen an der Südost-Ecke von Cröbern.

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Eine russische Feldschmiede wird angeheizt.

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Hinter der Dorfschmiede, in dem noch der Schiemd den Hammer schwingt, setzten preußische Artilleristen ein Geschütz in Stand.

Wir begeben uns nun auf die andere Seite des Dorfes, wo auf den Wiesen die Grenadierdivision Weißenwolff in Reserve gerückt ist.

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Die Grenadierbrigade Fürstenwärther marschiert auf.

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An der Cröberner Mühle überquert ungarische Infanterie auf der Poststraße den Mühl- und den Göselbach.

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Auf dieser Seite des Dorfes werden auch französische Gefangene, eskortiert von Kosaken, nach Sestewitz gebracht.

Zuletzt blicken wir auf den nördlichen Teil des Dorfes, wo auch die imposante Kirche des Dorfes steht.

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Da das Dorf evakuiert werden soll, hat Pfarrer Palm seine Gemeinde vor dem Kirchenportal gesammelt.

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Vor dem Tor zum Pfarrhof stehen Stabsoffiziere des Korpskommandeurs, der hier Quartier bezieht.

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Überall im Dorf sind provisorische Verbandplätze für die Verwundeten eingerichtet worden.

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Die letzten der 220 Einwohner von Cröbern verlassen das Dorf.

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Die Pioniere des Reservekorps warten auf ihren Einsatz.

Zum Schluss noch ein paar eindrucksvolle Daten und Fakten zum Diorama. Auf 50,5 qm stehen  20.000 Figuren, 2.200 Pferde, 200 Wagen und Geschütze, 90 große Bäume, 750 kleine Bäume und Sträucher sowie 90 Gebäude.

Römer 170 n. Chr.

Ein weiteres Diorama beschäftigt sich mit dem Alltag der römischen Legionäre in Germanien zur Zeit der Markomannen-Kriege. Dieses Diorama glänzt vor allem durch die geniale Umsetzung der Winterlandschaft und die eindrucksvolle römische Marschkolonne. Leider nicht ganz so liebvoll ist das Lager umgesetzt. Das wirkt etwas leer und nicht richtig proportioniert. Aber vielleicht ist das Ganze noch in Arbeit.

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Angriff der Unions-Brigade

Dieses schöne Diorama ist eines der ersten größeren Werke von Wolfgang Meyer (soweit mit bekannt ist). Ich glaube mich zu erinnern, dass ich dieses Werk auch schon im Rahmen der „Waterloo“ – Ausstellung in Hamburg vor 16 Jahren gesehen habe. Bei dieser Gelegenheit habe ich auch Wolfgang kennengelernt.

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Gasthof 1813

Diese kleine Diorama war (glaube ich) ein Testballon für den Bau der Modellhäuser des großen Cröbern-Dioramas.

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Die Schäferei Auenhain

Das folgende Diorama zeigt die Schäferei Auenhain am 12. Oktober 1813, Die Ereignisse dort sind eng mit denen von Cröbern verbunden und der Hof hatte währende Schlacht eine ähnliche Bedeutung, wie das Gehöft La Haye Sainte bei Waterloo. Dieser weitere Ausschnitt des Schlachtfeldes südlich von Leipzig zeigt den berühmten polnische Marschall Poniatowski und seinen Stab in dem Augenblick, in dem sie in der Schäferei Auenhain eintreffen.

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Norditalien 1813

Ein weiters Diorama zur Zeit der Napoleonischen Kriege. Hier ging es aber vor allem darum, den Flair eine italienischen Stadt dieser Zeit einzufangen.

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Deutscher Orden

Dieses tolle Diorama ist derzeit noch im Bau und war leider etwas spärlcih beleutet. Aus diesem Grund habe ich auch nur einige wenige brauchbare Bilder zu bieten.

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Wir schreiben das Jahr 1329, es ist Spätherbst. In der Stadt sammelt sich die Elite des Deutschen Ritterordens zusammen mit einem Kreuzfahrerheer zu einer Winterreise gegen Polen. Dieser Feldzug ist die Antwort auf den Einfall eines litauisch-polnischen Heeres nach Brandenburg und Masowien, die als Verbündete des Deutschen Orden gelten.

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2 Kommentare zu “Museum – Geschichte in Miniaturen / Teil 1”

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