DAS BOOT

Um mich selbst etwas unter Druck zu setzten, möchte ich hier meine ersten Planungen für ein Projekt offenlegen, die schon seit geraumer Zeit in meiner Hobby-Schublade schlummert. Ich spreche vom Projekt „DAS BOOT“. Grundlage und Hintergrund dieses Vorhabens bildet natürlich das berühmte deutsche U-Boot U96 und seine halbreale Geschichte, die im Roman von Lothar-Günther Buchheim und im gleichnamigen Film von Wolfgang Petersen dargestellt wird. Der Roman basiert hauptsächlich auf den Erfahrungen, die Buchheim auf zwei Feindfahrten sammeln konnte. Er begleitete als Kriegsberichterstatter die siebte Feindfahrt des zur 7. U-Boot-Flottille gehörenden U 96. Einigen ist vielleicht nicht bekannt, dass es zwei weitere Romane dieser spannenden Geschichte gibt. Es handelt sich um das Buch „Die Festung“, in dem es im Wesentlichem um die Belagerung der Stadt Brest und der dort beheimateten deutschen U-Boot-Basis geht und den dritten Teil der Trilogie, „Der Abschied“, welcher im Jahr 1978 spielt und einen Abgesang auf die gute alte Zeit der Seefahrt darstellt.

Der Roman

Es ist schon einige Jahre her, dass ich die Bücher „Das Boot“ und „Die Festung“ gelesen habe. Ich kann die Romane auf jeden Fall sehr empfehlen. Vor allem der Erzählstil des ersten Buches erinnerte mich stark an Moby Dick. Wie auch bei diesem Besteller der Weltliteratur wird die Handlung eingerahmt durch wissenschaftliche bzw. technische Erklärungen. Man wird durch die Bücher zwar nicht zu einem Experten, erhält aber einen faszinierenden Einblick in die Funktionsweise der Unterseeboote und die Kriegsführung zur See. Einigen Lesern wird die ständige „Gammelfahrt“ des Bootes etwas langatmig vorkommen, aber gerade dieser Wechsel von Langeweile und Jagdfieber bis hin zur panischen Angst machen die realistische Stimmung des Buches aus. Die Festung beginnt mit der Landung der Alliierten in der Normandie und verlagert sich dann in die Bretagne, wo der Kampf der Résistance gegen die Deutschen Besatzer eine große Rolle spielt.

Der Film

Für mich immer noch der beste deutsche Film überhaupt. Das Boot kam 1981 in die Kinos und natürlich saß ich ebenfalls im Kinosaal (das alte Grindel-Kino im Hamburg), als das Boot langsam zur Musik von Klaus Doldinger im trüben, grünen Seewasser auftauchte. Überhaupt die Musik! Noch heute unverwechselbar die Titelmusik und das dynamische Gehämmer, wenn das Boot mit voller Kraft durch die Wellen rauscht. Der Film hat mit seinen markigen Texten auch jede Menge Zitate für die Ewigkeit produziert, wie zum Beispiel „Das muss das Boot abkönnen“. Sensationell sind auch die Schauspieler, wie Jürgen Prochnow, Klaus Wennemann, Herbert Grönemeyer, Martin Semmelrogge, Uwe Ochsenknecht oder Jan Fedder, die mit ihrem Spiel einmalige Charaktere geschaffen haben. Ein Teil des Films wurde im U-Boot Bunker von La Rochelle gedreht. Ein Ort, der nun wieder in den Mittelpunkt von Filmaufnahme gerückt ist.

Die Serie

In unserem derzeitigen Serien-Zeitalter war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis das Thema U-Boote“ seinen Weg auf die Leinwand bzw. auf den Bildschirm findet. Nun ist es soweit. Seit einigen Monaten laufen die Vorbereitungen für die neue Sky-Serie „Das Boot“. Und gedreht wird unter anderem auch wieder im U-Boot Bunker von La Rochelle. Die Geschichte der neuen Serie „Das Boot“ beginnt im Herbst 1942, zu einer Zeit, in der die Kriegsführung immer gefährlicher für die Mannschaften der Unterseeboote wird. Während sich eine junge Crew auf eine gefährliche Überwachungsmission begibt, beginnt die Résistance am Hafen von La Rochelle an Einfluss zu gewinnen. Die Handlung verbindet also Szenen des Krieges zu Land und zu Wasser und bildet eine Brücke zwischen dem Romanen „Das Boot“ und „Die Festung“.

Der Bunker

Für mein TableTop Projekt will ich natürlich auch unbedingt einen U-Boot Bunker nachbauen. Zunächst hatte ich an eine der Bunkeranlagen der Bretagne gedacht, aber dann kam mir die Idee, erst einmal vor der eigenen Haustür zu suchen. Auch in Hamburg gab es einst U-Boot Bunker und nicht nur einen, sondern sogar zwei. Außerdem wurden in Anlagen der Hamburger Werften U-Boote gebaut. Bei den beiden Bunkeranlagen handelt es sich um den Bunker Elbe II auf dem Gelände der Howaldtswerke und Fink II als Teil der Deutschen Werft. Ich möchte mir den Bunker Fink II vornehmen, der insgesamt 5 Nassboxen besaß und 151 m lang und 153 m breit war.

Das TableTop Spiel

Als Szenario schwebt mir ein fiktiver Angriff von Britischen Commandos auf den U-Boot Bunker vor. Ähnlich der Operation Chariot auf die Schleuse und die Bunker in St. Saint-Nazaire. Gekoppelt wird das Ganze dann mit den tatsächlich stattgefundenen Bombardierungen der Anlage mit Bomben des Typs „Grand Slam“ und „Tallboy“. Ich habe zu diesem Thema schon einige Recherchen betrieben und auch Figuren und U-Boot-Modelle, ich möchte alles im Maßstab 1/72 umsetzten, habe ich schon zu Hause liegen.

Das Brettspiel

Zufällig lief nun auch noch gerade ein Kickstarter von Phalanx Games zu einem U-Boot Brettspiel, bei dem ich natürlich eingestiegen bin. Bei diesem kooperativen Spiel in „Realzeit“ schlüpfen bis zu 4 Mitspieler (auch ein Solo-Spiel ist möglich) in die Rollen des Kapitäns, des 1. Offiziers, des Navigators und des Chef-Ingenieurs. Diese Offiziere kommandieren dann die restliche Mannschaft des Bootes. Die Bestatzung begibt sich an Bord eines U-Bootes vom Typ VIIC auf Feindfahrt im 2. Weltkrieg. Das Spiel wird außerdem von einer App optisch und akustisch unterstützt. Das geniale ist, dass das U-Boot und alle Spielfiguren im Maßstab 1/72 gehalten sind. So werden sich mein U-Boot Bunker Projekt und das Brettspiel ideal ergänzen.

5 Kommentare zu „DAS BOOT“

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