Star Wars – Podrace / Teil 1

Für das Hobby-Jahr 2017 habe ich mir unter anderem vorgenommen, die Star War Filme weiter aufzuarbeiten. In der Vergangenheit hatte ich schon versucht mit den Szenarien „Flucht vom Todestern“, „Kampf um Hoth“ und „Jabbas Palast“ den Filmen „Krieg der Sterne“ (aka „Eine neue Hoffung“), „Das Imperium schlägt zurück“ und „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ ein TableTop-Denkmal zu setzten. Wer dies verpasst hat oder noch einmal in Erinnerungen schwelgen möchte, findet hier den Link zu den Berichten:

FLUCHT VOM TODESSTERN

KAMPF UM HOTH

JABBAS PALAST

Nun soll es aber weitergehen und zwar mit den bei so manchem Fan höchst ungeliebten Episoden I bis III. Der Film „Star Wars Episode I – Die Dunkle Bedrohung“ soll natürlich den Anfang machen. Es ist sicher mehr als genug Negatives zum Thema Prequel-Trilogie, also den Filmen der Star Wars Epiosde I, II und III, geschrieben worden. Neben unzähligen Diskussionen in Foren, Podcasts und anderen Publikationen, gipfelte das Ganze schließlich in der Kino-Dokumentation „The People vs. George Lucas“, in der die Hassliebe der Fans zum Star Wars Universum beleuchtet wurde. Auch wenn die Fans dort über Lucas herziehen, gibt es am Ende ein halbwegs versöhnliches Ende. Diese Dokumentation kann ich jedem Star Wars Fan an Herz legen.

Natürlich sind viele der negativen Stimmen nicht unberechtigt. Auch ich bin damals ziemlich enttäuscht aus dem Kino gekommen. Ich will hier aber nicht all das aufzählen, was mich an der Episode I stört (bzw. in den Wahnsinn treibt), sondern, wie es meinem Naturell entspricht, nur die positive Dingen herauspicken. Nur was sind die Rosinen im Epiosde I – Topfkuchen? Generell sind da, wie eigentlich bei allen Star Wars Filmen, die großartigen Soundeffekte, das Design und die Filmmusik zu nennen. Doch es gibt noch ein paar Dinge mehr…

Das Podrennen

Allein die Idee, ein Rennspektakel in solch epischer Breite darzustellen, war schon einmal ungewöhnlich für Star Wars. Bis auf den infantilen „Jar-Jar Binks Pupswitz“ zu Beginn des Rennens, finde ich die gesamte Präsentation dieses Filmabschnitts extrem gelungen. Das optische Design der Podracer gepaart mit dem unglaublichen Sound für den Star Wars berühmt ist, ergeben die perfekte Mischung für die Rennfahrzeuge. In der offiziellen deutschen Übersetzung heißen die Fahrzeuge übrigens Kapselrenner! Natürlich ist in Sachen Handlung und auch bei den Fahrzeugen selbst (halt ein kleiner Wagen, vor dem Pferde in Form von Turbinen gespannt sind) ganz heftig bei Ben Hur abgekupfert worden, aber es passt einfach. Hinzu kommen die vielen kleinen Gags, wie der doppelköpfige Stadionsprecher, der das übliche Pärchen aus der US-Sportberichterstattung ersetzt und die unterhaltsame Vorstellung der Renn-Teilnehmer. Auch das Rennen selbst ist extrem spannend und enthält einige gelungene Einfälle, wie die wild um sich schießenden Sandleute und die miesen Kampftricks der Piloten. Wir lernen außerdem das bis heute beliebte Schimpfwort „Bantha Poodoo“ kennen und erhaschen eine ersten Blick auf die Kopfgeldjägerin Aurra Sing. Auch die dramaturgische Umsetzung des Rennes ist gelungen. Die Handlung steigert sich langsam, bis schließlich die Filmmusik einsetzt und so das Finale einläutet.

Kapselrenner und Gebäude

Kommen wir nun also zum TableTop-Ansatz, den ich mir für diese Szene überlegt habe, bzw. den ich einfach ohne große Gewissenskonflikte aus dem Weiten des terrestrischen Kommunikationsnetzes geklaut habe. Wie es der Zufall will, lassen sich die Podracer von Micro Machines und das Spiel X-Wing von Fantasy Flight Games perfekt kombinieren. Die Podracer haben fast den identischen Maßstab (ca. 1: 270 bzw. 6mm) der X-Wing Game Raumschiffe und lassen sich auf die Basen von X-Wing klemmen oder professionell durch aufgeklebte Magnete befestigen. Da ich einige der Podracer günstig erstehen konnte, machte ich mich unverzüglich an die Gestaltung der Rennstrecke.

Als weiteres Gimmick konnte ich auch die Micro Machine Podrace Arena ins Spiel integrieren. Nach weiterem Suchen entdeckte ich auch noch passende Mos Espa Gebäude bei FilamentToFantasy und den schicken Sandcrawler von Action Fleet.

Landschaft und Rennstrecke

Passendes Wüstengelände habe ich zum Glück haufenweise zu Hause und so war schnell eine erste Testrennstrecke gebaut. Jetzt sollten aber noch coole eigene Geländestücke das Ganze optisch aufwerten. Höchste Zeit das Thema „Gestaltung von Felsen“ noch einmal neu anzugehen. Geplant ist eine durch Wind und Wasser entstandene Canon-Landschaft, also ähnlich, wie sie auch im Film zu sehen ist.

Regelwerk

Natürlich muss das X-Wing Regelwerk für das Podrennen stark angepasst werden. Zum Glück gab es einige Fans, die ein Rennspiel für die X-Wing Spielbestandteile (Würfel, Marker, Schablonen usw.) geschrieben haben und so konnte ich mich hier einfach bedienen. Die Regeln zum Download findet ihr hier:

PODRACING RULES

Über den weiteren Rennverlauf halte ich euch natürlich auf dem Laufenden…

5 Kommentare zu “Star Wars – Podrace / Teil 1”

  1. Das sieht ja wieder richtig gut aus Frank. Tolle Idee. Wenn ich auch persönlich der Meinung bin, da bin ich zu sehr PC verhunzt, dass die Darstellung eines Rennspiels mir im Tabletop einfach zu langsam ist. Allerdings ein völlig subjektiver Aspekt.
    Deine Idee und das präsentierte Gelände ist natürlich wieder Weltklasse. Ich wusste gar nicht, dass es solche Podracer gibt.

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  2. Hallo Frank,

    wie der Zufall es will habe ich haarklein das gleiche Projekt am Start.

    Allerdings habe ich bisher wenig mit Magneten gearbeitet. Kannst du mir sagen welche Magnete Du verwendest und wo Du die Sachen bestellt hast.

    Gruß Georg

    Mitglied im THS

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  3. Hi Georg, schön das es noch andere gibt, die dieses Projekt verfolgen! Ich habe folgende Dinge bestellt:
    – Ringmagnet 6,0×2,0x2,0 mm von Magnet-Shop.net
    – Stahlkugeln 0,6 mm bei eBay
    Allerdings ist diese Konstruktion etwas schwach für die schweren Modelle. Dafür muss man stärkere Magnete oder flache Metallteile statt Kugeln verwenden.
    Viele Grüße
    Frank

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