Fort William Henry – Teil 2

Und weiter geht es mit meinem Projekt – Fort William Henry. Ich hatte in meinem ersten Artikel dieser kleinen Serie schon über den historischen Hintergrund berichtet, nun geht es um den Bau der Geländeplatte und die Bemalung des Forts.

Mein Plan war, das komplette Fort mit Graben und Palisade auf eine 120 x 120 cm Platte (in zwei Segmente von je 60 x 120 cm) zu bringen. Teilweise war die Positionierung der Elemente etwas eng an Rändern, aber ich wollte das Fort für kleine Skirmish-Szenarien unbedingt auf engstem Raum bespielen können. Auch das Ufer des Lake George sollte am Rand der Spielplatte angedeutet werden.

 

Durch den Graben und die Uferlage der Befestigung musste ich insgesamt 3 Ebenen verwenden, die je einen Unterschied von 2 cm aufwiesen. Die tiefsten Punkte der Geländeplatte sind der Grund im Graben, der Uferbereich vor der Steilküste und der Wassersiegel des Sees. All diese Ebenen liegen übrigens auf gleiche Höhe und sind nur optisch voneinander getrennt. So befindet sich beispielsweise zwischen Ufer und See nur ein Saum von Steinen in unterschiedlicher Größe. Die nächste Ebene beinhaltet das umliegende Gelände sowie der Weg hinauf zur Toranlage des Forts. Die höchste Ebene ist schließlich dem Fort mit seinen Bastionen, Wällen und Gebäuden vorbehalten.

Nachdem die Styrodurplatten geschnitten und geschliffen waren, wurden alle Lücken mit Acrylmasse verspachtelt und mit Wasser geglättet. Schließlich habe ich alles mit Leim bestrichen und mit Sand und Steinen bestreut. Nun ging es an die Bemalung. Als Grundton wählte ich eine Art Lehm-Farbton, der anschließend hell trockengebürstet wurde. Dann noch etwas Grass-Streu aufgebracht und fertig war die Geländeplatte.

Das Fort und die Gebäude hatte ich ja schon ausgedruckt. Nun brauchte ich aber noch den Palisadenzaun rund um das Fort. Zunächst hatte ich den Plan das Ganze aus Cocktailspießen zu basteln, was mir dann aber doch als zu aufwendig erschien. Schließlich habe ich eine weitere 3D-Datei aus dem FIW / AWI Paket von 3D-Print-Terrain verwendet. In diesem Set gibt es nämlich auch Dateien für ein klassisches Wild West – Fort mit Palisadenzaun. Der Zaun ist allerdings etwas hoch, weshalb ich bei allen ausgedruckten Elementen noch einmal ca. 1/3 abgesägt habe. Die gekürzten Palisaden habe ich schließlich mit Heißkleber auf Plastikbasen fixiert und die Base noch mit Sand und Steinen bestreut. Aus den Turmdächern des Wild-West-Forts konstruierte ich außerdem noch eine Brücke für den Weg, der über den Graben führt.

Nun ging es an die Bemalung des Forts und der Palisade. Nach dem Auftragen des Grundtons wurden alle Teile mit schwarzbrauner, stark verdünnter Farbe gewasht und abschließend trockengebürstet. Die Platte ist jetzt mehr oder weniger fertig. Es fehlen noch einige Details, wie das Bemalen der Steine und das Aufbringen von hohen Grasbüscheln. Am letzten Wochenende konnte ich auch schon zwei erste Testspiele mit Björn bestreiten. Es sind ja nur noch zwei Wochen bis zur Do or Dice, ich muss also noch etwas Gas geben.

7 Kommentare zu „Fort William Henry – Teil 2“

  1. Super genial Frank.
    Aber anstatt zu sägen, zeige ich Dir bei Gelegenheit mal, wie Du mit einfachen Bordmitteln am PC die Dateien so zuschneidest, wie Du sie brauchst ….Das hätte Dir eine Menge Arbeit gespart.

    Gefällt mir

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